Zusammenfassung (TL;DR)
- Südkoreanische Börsen werden ab dem 25. März intensiven Geldwäschebekämpfungsmaßnahmen unterliegen.
- Ein Verstoß gegen das neue Gesetz zieht eine Geldstrafe von 44.000 US-Dollar und eine fünfjährige Haftstrafetrac.
Angesichts zunehmender Sicherheitsbedenken im Kryptowährungssektor verstärken die südkoreanischen Behörden ihre Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) bei Kryptowährungsbörsen. Künftig müssen sich alle im Land tätigen Börsen registrieren und verschiedene Richtlinien zur Bekämpfung von Geldwäsche einführen, um die Branche vor illegalen Transaktionen zu schützen.
Upbit und einige andere südkoreanische Börsen bereits am 16. Februar angedeutet.
Börsen sollen Geldwäschemaßnahmen verstärken
Ab dem 25. März müssen sich digitale Währungen in Südkorea bei der Financial Intelligence Unit (FIU), der nationalen Aufsichtsbehörde zur Bekämpfung von Geldwäsche, registrieren lassen. Diese neue, von der Finanzdienstleistungskommission (FSC) genehmigte Verordnung unterwirft diese Börsen strengeren Überwachungsrichtlinien, um illegale Aktivitäten, einschließlich Geldwäsche, im Zusammenhang mit digitalen Währungen einzudämmen. Der koreanische Auslandssender Arirang berichtete am Dienstag über diese Entwicklung.
Unter anderem werden Kryptobörsen im Rahmen der Geldwäschebekämpfungsmaßnahmen KYC-Richtlinien (Know Your Customer) einführen. Diese Protokolle zurdentsind wichtig, um verdächtige Kryptotransaktionen auf den Börsen zu überwachen und zu melden. Laut Bericht drohen Kryptounternehmen, die gegen die neue Verordnung verstoßen oder sich nicht innerhalb der nächsten sechs Monate bei der Geldwäschebehörde registrieren, bis zu fünf Jahre Haft.
Möglicherweise müssen sie auch eine Geldstrafe von etwa 50 Millionen Won (etwa 44.000 US-Dollar) zahlen.
Koreanische Börsen verzeichnen einen Anstieg im Kryptohandel
Das Interesse an digitalen Währungen hat in Südkorea stark zugenommen, vermutlich aufgrund der jüngsten Marktentwicklung. Viele Börsen des Landes meldeten im letzten Quartal 2020 ein massives Krypto-Handelsvolumen. Teilweise kam es bei Börsen wie Bithumb, Upbit und Coinone aufgrund der gestiegenen Nutzeraktivität zu Serverausfällen.

