SEC-Chefin „Crypto Mom“ warnt DeFi Entwickler

- Peirce von der SEC fordert die Entwickler von On-Chain-Kreditplattformen und Tresoren auf, mit der Kommission zusammenzuarbeiten.
- Sie sagt, der Unterschied im Tresormanagement sei wichtig.
- Die Abgeordneten diskutieren noch immer über den CLARITY Act.
Hester Peirce, Mitglied der SEC Crypto Task Force, warnte davor, dass On-Chain-Kreditvergabe und -Tresore den Wertpapiergesetzen unterliegen. In einem Blogbeitrag vom Mittwoch betonte sie, dass sich Entwickler auf die Funktion und das Design ihrer Tools konzentrieren sollten, anstatt darauf, wie ihre Technologie sie vor rechtlichen Konsequenzen schützt.
Sie forderte sie eindringlich auf, die geltenden Gesetze nicht länger zu verdrehen und zu beugen, nur um eine Sonderregelung für ihre Kryptoaktivitäten zu erwirken. „Das wird ein schmerzhafter Fall sein“, warnte sie.
Peirces Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund, dass die SEC ihre Vorgehensweise bei der Regulierung digitaler Vermögenswerte überarbeitet. Im vergangenen März veröffentlichte die Behörde Leitlinien zu den US-amerikanischen Wertpapiergesetzen für Protocol Staking, Airdrops, Protocol Mining und Wrapped Crypto Assets. Die Leitlinien legten zudem eine neue Klassifizierung zwischen digitalen Wertpapieren und Krypto-Assets fest, die möglicherweise keine Wertpapiere sind.
Obwohl die SEC unter ihrer jetzigen Führung einen kooperativeren Ton gegenüber der Kryptoindustrie angeschlagen hat, bleiben die Compliance-Anforderungen an Produkte, die regulierte Finanzfunktionen ausführen, laut Peirce unverändert bestehen.
Ihre jüngsten Äußerungen bekräftigen zudem eine Position, die sie bereits in früheren Reden vertreten hat: dass Blockchain-Innovation nicht mit regulatorischer Immunität verwechselt werden sollte.
Peirce sagt, sie erkenne die Unterschiede zwischen Tresoren und Kreditplattformen an
Die Warnung ist insbesondere für Entwickler von dezentralen Finanzsystemen (DeFi, die renditegenerierende Tresore, Kreditmärkte und andere automatisierte Anlageprodukte entwickeln. ) relevant
Während viele DeFi Protokolle auf Smarttracanstelle traditioneller Intermediäre setzen, wies Peirce darauf hin, dass sich die Regulierungsbehörden eher auf den wirtschaftlichen Gehalt eines Produkts als auf dessen dezentrale Architektur konzentrieren werden.
Pierce riet Entwicklern, dass sie, falls ihre Aktivitäten Wertpapiere betreffen, mit der Kommission zusammenarbeiten müssen, um die Vorschriften einzuhalten. Idealerweise knüpfen ihre Ausführungen an frühere Bemerkungen zu tokenisierten Wertpapieren an.
Damals stellte sie fest, dass es sich bei den Vermögenswerten weiterhin um Wertpapiere handele, unabhängig davon, ob sie ausgegeben oder gehandelt würden. Es handelt sich hierbei um weitergehende Versuche, eine gewisse Ordnung in die Kryptowelt zu bringen.
Diese Aussagen belegten, dass die Zuständigkeit der SEC nicht dadurch eingeschränkt wird, dass Wertpapiere über konventionelle Systeme oder Blockchain-Technologie gehandelt werden. Dasselbe gilt für Krypto-Vaults, in denen Nutzer Zinsen auf Token erhalten. Die Governance solcher Vaults reicht jedoch von vollständiger Automatisierung bis hin zur rein manuellen Verwaltung. Wie Pierce betonte, sind diese Unterschiede wichtig, da die Verwaltung des zugrunde liegenden Vermögenswerts oder die Delegation von Anlagebefugnissen die betreffenden Wertpapiere der SEC-Regulierung unterwerfen könnte.
Sie merkte an: „So können beispielsweise On-Chain-Kredite, abhängig von den Motiven der Beteiligten, dem Verteilungsplan und anderen relevanten Faktoren, die Merkmale von Wertpapieren aufweisen. Auch die Beteiligung an der Verwaltung von Tresoren und Kreditstrategien kann Fragen der Anlageberatung aufwerfen.“
Sie fügte jedoch hinzu, dass es sich hier nicht um eine Einheitslösung handle; vielmehr werde die SEC jedes Krypto-Asset individuell bewerten, um die Anwendbarkeit des Gesetzes zu bestimmen. Sie rief Entwickler außerdem dazu auf, sich mit der Kommission über die Grenzen der Regulierung zu beraten und Vorschläge zur Modernisierung bestehender Regeln einzureichen.
Sie plant weiterhin ihren Abschied von der SEC im November, diesmal um in die akademische Welt an der Regent University School of Law zu wechseln; seit Januar 2025 leitet sie die Crypto Task Force der Kommission.
Die SEC und die Legislative arbeiten an der Einführung weiterer Regulierungen
Andererseits prüft die SEC derzeit die Tokenisierung. Jüngste Forderungen von Wall-Street-Transferagenten zielen darauf ab, den von den Unternehmen selbst ausgegebenen Token besondere Aufmerksamkeit zu schenken, da Token von Drittanbietern keine Aktionärsrechte garantieren.
Gleichzeitig wird im Kongress der CLARITY Act erwogen, um die Zuständigkeiten der SEC und der CFTC zu klären, was der laufenden Diskussion über die Regulierung von Kryptowährungen in den USA zusätzlichen Auftrieb verleiht.
Letztendlich lässt Peirces Position die Tür für nicht regulierte Tresore und Kreditmechanismen offen, lässt aber keinen Zweifel daran, dass Blockchain-Technologie nicht gleichbedeutend mit Wertpapierkonformität ist.
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Häufig gestellte Fragen
Was sagte Hester Pierce über On-Chain-Kryptoprodukte?
Peirce erklärte, dass auf Blockchain basierende Kryptoprodukte nichtmaticvon den US-Wertpapiergesetzen ausgenommen seien. Ihr rechtlicher Status hänge von ihrer Funktionsweise ab.
Werden alle Krypto-Tresore und Kreditplattformen von der SEC reguliert?
Nein. Peirce sagte, die SEC werde jedes Produkt einzeln prüfen, um festzustellen, ob Wertpapiergesetze Anwendung finden.
Was sollten Krypto-Entwickler tun?
Peirce forderte die Entwickler auf, mit der SEC zusammenzuarbeiten, wenn ihre Produkte Wertpapiere beinhalten, und nicht anzunehmen, dass die Blockchain-Technologie sie vor Regulierungen schützt.
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Nellius Irene
Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.















