Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat rechtliche Schritte gegen zwei prominente Persönlichkeiten eingeleitet, die mit HyperFund in Verbindung stehen, einem mutmaßlichen Krypto-Pyramidensystem, das über 1,7 Milliarden Dollar einnahm.
Sam Lee und Brenda Chunga, auch bekannt als Bitcoin Beautee, wurden wegen der Vermarktung betrügerischer „Mitgliedschaftspakete“ angeklagt, die Anlegern hohe Renditen versprachen. Die Anklagepunkte umfassen Betrug und Verstöße gegen das US-amerikanische Wertpapiergesetz, da sie nicht registrierte Angebote vorweisen.
Vorwürfe irreführender Werbung
Sam Lee und Brenda Chunga wurden beschuldigt, Investoren mit verlockenden Versprechungen auf angeblich hohe Gewinne aus dem Krypto-Mining-Geschäft von HyperFund und Verbindungen zu einem Fortune-500-Unternehmen geködert zu haben. Die SEC wirft HyperFund jedoch vor, lediglich das Geld seiner Anleger abgeschöpft zu haben.
Brenda Chunga, die unter dem Pseudonym „Bitcoin Beautee“ auftritt, hat mit der US-Börsenaufsicht SEC eine Einigung in einem Fall von Betrug und nicht registrierten Angeboten erzielt. Im Rahmen der Einigung verpflichtet sie sich, „dauerhaft von zukünftigen Verstößen gegen die angeklagten Bestimmungen und bestimmten anderen Aktivitäten enjzu werden“
Chunga muss zudem unrechtmäßig erlangte Gewinne und zivilrechtliche Strafen zahlen, deren genaue Höhe das Gericht später festlegen wird. Es ist wichtig zu beachten, dass die Einigung noch der gerichtlichen Genehmigung bedarf.
Sam Lee hingegen sieht sich einem von der SEC eingeleiteten Verfahren gegenüber. Die Aufsichtsbehörde verfolgt ihn wegen angeblicher Verstöße gegen die Betrugsbekämpfungs- und Registrierungsvorschriften des US-amerikanischen Wertpapiergesetzes.
Die SEC fordert in ihrer Klage eine dauerhafte Unterlassungsverfügung, verhaltensbasierte Unterlassungsverfügungen zur Verhinderung der Teilnahme an Multi-Level-Marketing- oder Krypto-Asset-Angeboten, die Herausgabe unrechtmäßig erlangter Gewinne, Vorprozesszinsen und zivilrechtliche Strafen.
Zusätzlich zu den Maßnahmen der SEC hat die Staatsanwaltschaft von Maryland Anklage gegen Sam Lee und Brenda Chunga erhoben.
Chunga hat sich bereits der Verschwörung zum Betrug mittels Telekommunikation und Wertpapieren schuldig bekannt. Lee, ein australischer Staatsbürger mitdent in den Vereinigten Arabischen Emiraten, und Chunga, der in Maryland lebt, müssen sich nun den rechtlichen Konsequenzen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an HyperFund stellen.
HyperVerse-Verbindung
Darüber hinaus wird Sam Lee mit einem weiteren mutmaßlichen Krypto-Betrug namens „HyperVerse“ in Verbindung gebracht, über den zuerst der Guardian berichtete. Dieser separate Betrug zielte Berichten zufolge auf Investoren in Asien, Afrika und dem Pazifikraum ab.
Die Maßnahmen der SEC gegen Lee unterstreichen die Bedenken hinsichtlich seiner Beteiligung an mehreren Kryptowährungsbetrügereien und des potenziellen Schadens, der ahnungslosen Anlegern zugefügt wurde.

