Der Streik von SAG-AFTRA wegen des Schutzes von Künstlern vor KI könnte bald enden

- SAG-AFTRA hat eine vorläufige Einigung mit großen Videospielunternehmen über den Schutz von KI-Systemen erzielt, wodurch ein Streik, der im Juli 2024 begann, möglicherweise beendet wird.
- Die Künstler bleiben im Streik, bis eine formelle Vereinbarung zur Aussetzung des Streiks vom Vorstand und den Mitgliedern der Gewerkschaft unterzeichnet und genehmigt wird.
- Der letzte vergleichbare Streik von Videospiel-Darstellern fand 2016 statt, dauerte 11 Monate und sicherte ihnen Bonuszahlungen für Sprach- und Motion-Capture-Arbeit.
Die Gewerkschaft der Videospiel-Darsteller in Hollywood hat eine vorläufige Einigung mit mehreren großen Spielefirmen erzielt, die einen fast einjährigen Streik im Zusammenhang mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz beenden könnte.
Die Mitglieder der Screen Actors Guild-American Federation of Television and Radio Artists (SAG-AFTRA) begannen ihren Streik im Juli 2024, nachdem die Gespräche mit führenden Spieleherstellern aufgrund von Forderungen nach Schutzmaßnahmen gegen KI ins Stocken geraten waren.
berichtet APNews, erklärte die Gewerkschaft, dass unregulierte KI für Künstler in der Videospielbranche eine ebenso große oder sogar größere Bedrohung darstelle als in der Film- oder Fernsehbranche. Grund dafür sei, dass Werkzeuge zur kostengünstigen und einfachen Erstellung überzeugender digitaler Stimmimitationen weit verbreitet seien.
Die Künstler befürchteten, dass unkontrollierte KI es Spielefirmen ermöglichen könnte, sie zu ersetzen, indem sie Software darauf trainieren, die Stimme eines Schauspielers nachzuahmen oder ein digitales Abbild ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung oder vorherige Ankündigung zu erstellen.
„Geduld und Beharrlichkeit haben zu einer Vereinbarung geführt, die die notwendigen KI-Schutzmechanismen einführt, um den Lebensunterhalt der Künstler im KI-Zeitalter zu sichern, und darüber hinaus weitere wichtige Errungenschaften erzielt“, sagte Duncan Crabtree-Ireland, National Executive Director und Chefunterhändler von SAG-AFTRA.
SAG-AFTRA verhandelt mit Activision, EA und großen Spielestudios über einen Vertrag zum Schutz der KI.
Die Gewerkschaft verhandelte mit einer Gruppe von Spielefirmen, darunter Activision undtronArts. Zu dieser Gruppe gehören auch Blindlight LLC, Disney Character Voices Inc., Epic Games Inc., Formosa Interactive LLC, Insomniac Games Inc., Take-Two Productions Inc. und WB Games Inc.
SAG-AFTRA rechnet damit, die Bedingungen einer Vereinbarung zur Aussetzung des Streiks mit den betroffenen Unternehmen in Kürze abzuschließen, sobald die letzten Details geklärt sind. Bis zur Unterzeichnung der Vereinbarung bleiben die Mitglieder im Streik und werden keine Sprech- oder Sprechrollen übernehmen.
Anschließend muss der vorläufigetracvom SAG-AFTRA National Board genehmigt und dann von den Gewerkschaftsmitgliedern ratifiziert werden, bevor er in Kraft treten kann.
Bereits im Oktober 2016 hatten Videospiel-Darsteller gestreikt. Dieser Streik dauerte etwa elf Monate und endete im September 2017 mit einer Vereinbarung, die unter anderem Bonuszahlungen für Sprach- und Performance-Capture-Künstler vorsah.
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Noor Bazmi
Noor Bazmi ist Mitglied des Cryptopolitan -Nachrichtenteams und hat einen Abschluss in Medienwissenschaften. Sie berichtet über Blockchain, Kryptowährungen, künstliche Intelligenz, Big Tech, den Markt für Elektrofahrzeuge, die Weltwirtschaft und politische Kurswechsel. Um ein internationales Publikum zu erreichen, absolviert sie derzeit ein Marketingstudium.
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