Am 28. März gab SafeMoon, ein DeFi Projekt, auf Twitter bekannt, dass der zugehörige Liquiditätspool (LP) kompromittiert worden sei.
An die @SAFEMOON- Community: Wir möchten euch darüber informieren, dass unser Lizenzsystem kompromittiert wurde.
— SafeMoon (@safemoon) 28. März 2023
Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das Problem schnellstmöglich zu beheben. Folgt uns hier für Updates.
Vielen Dank für eure Unterstützung.
Safemoon-Liquiditätspool gehackt
SafeMoon hat die Ursache desdentnoch nicht offengelegt, doch das Sicherheitsunternehmen PeckShield vermutet, dass sie auf eintrac-Upgrade zurückzuführen sein könnte, das einen Fehler beim öffentlichen Token-Burn verursacht hat. Dieser Fehler würde es potenziell jedem ermöglichen, Token zu vernichten, und es bestünde die Möglichkeit eines Datenlecks des Administratorschlüssels durch dentrac. Die Auswirkungen diesesdent sind jedoch noch unklar, und es ist unbekannt, ob und in welcher Menge Kryptowährung gestohlen oder wiedererlangt wurde.
Hallo @safemoon , das Upgrade mit dem ausgenutzten Fehler im öffentlichen Burn-Server wurde vom offiziellen SafeMoon-Deployer initiiert. (Admin-Key-Leak?) Hier ist die Upgrade-Transaktion: https://t.co/ffAhm9qhgG https://t.co/KYEiYxMRII pic.twitter.com/9CQhseircP
— PeckShield Inc. (@peckshield) 28. März 2023
Diese Nachricht kommt für SafeMoon zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da das Unternehmen erst kürzlich sein Sicherheitsprodukt Orbital Shield beworben hatte. Der Hack scheint zwar nicht in direktem Zusammenhang mit diesem Produkt zu stehen, wirft aber dennoch Zweifel an den allgemeinen Sicherheitsbemühungen des Projekts auf. Infolgedessen sank der Wert des SFM-Tokens gestern um 4,86 %. SafeMoon-CEO John Karony (alias Captain Hodl) veröffentlichte eine erste Stellungnahme auf seinem persönlichen Twitter-Account und versicherte, dass Maßnahmen zur Behebung des Problems ergriffen würden.
Safemoon von Kontroversen umgeben
Seit seinem Start im Jahr 2021 ist das DeFispezialisierte Projekt SafeMoon in Kontroversen und Rechtsstreitigkeiten verwickelt. 2022 erhob der YouTube-Moderator Coffeezilla Vorwürfe gegen den ehemaligen CEO Kyle wegen Betrugs und gegen den aktuellen CEO John Karony wegen Veruntreuung von Projektgeldern. Das Projekt sah sich zudem mehreren Sammelklagen gegenüber, in denen ihm ein Pump-and-Dump-Schema und Verstöße gegen Wertpapiergesetze vorgeworfen wurden. Im November 2022 wurde eine dieser Klagen fallen gelassen, was kurzzeitig zu einem Kursanstieg des SFM-Tokens führte. Dieser fiel jedoch bald darauf drastisch und blieb seit seinem Allzeithoch im März 2022 weitgehend unverändert. Trotz der Bemühungen des Projekts, sich durch Umverteilung, Übernahmen durch Limited Partners (LPs) und Token-Verbrennungen zu rehabilitieren, konnte SafeMoon das Vertrauen der Investoren nicht zurückgewinnen.

