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Russlands Bemühungen, 177.000 ausländische Bauteile zu ersetzen, geraten aufgrund des Sanktionsdrucks ins Stocken

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Russlands Bemühungen, 177.000 ausländische Bauteile zu ersetzen, geraten aufgrund des Sanktionsdrucks ins Stocken
  • Russland ist nach wie vor auf ausländische Technologie in den Bereichen Waffen, Drohnen, Luftfahrt und Energiedent .
  • Laut einem Regierungsbericht liefert China mittlerweile die meisten kritischentron, darunter 90 % der importierten Mikrochips und nahezu alle Komponenten neuer Militärdrohnen.
  • Die Pläne zur Erreichung der technologischen Unabhängigkeit bis 2030 basieren auf ambitionierten Zielen, die Experten als unrealistisch und in sich widersprüchlich bezeichnen.

Russlands Plan, die Abhängigkeit von ausländischen Bauteilen zu verringern, verläuft nicht wie geplant. Ein Bericht des Wirtschaftsministeriums aus dem Jahr 2025 zeigt, dass das Land weiterhin stark auf ausländische Technologie angewiesen ist, um wichtige Industriezweige am Leben zu erhalten.

Das umfasst Militärwaffen, Drohnen, Energieanlagen und Luftfahrtsysteme. Derselbe Bericht sollte eigentlich beweisen, dass Russland auf tracsei, dies bis 2030 zu beheben. Stattdessen bestätigt er, dass sie feststecken.

Der gesamte Plan basierte auf Wladimir Putins Ziel, bis zum Ende seiner aktuellen Amtszeit 2030 autark zu sein. Doch die Zahlen spiegeln die Ambitionen nicht wider. Der Bericht räumt ein, dass Russland weiterhin auf wichtige Importe angewiesen ist. Er stellt außerdem fest, dass der Plan zur Steigerung der Nicht-Energie-Exporte und zur Instandsetzung unterbrochener Lieferketten praktisch gescheitert ist.

Sanktionen blockierten Teile, China füllte die Lücke

Das Problem verschärfte sich, nachdem westliche Sanktionen Russland von globalen Lieferanten abschnitten. Der Bericht nennt als Beispiel Waffensysteme wie den Marschflugkörper Ch-101, der über 50 Bauteile aus dem Ausland benötigt, darunter Chips von Intel, Texas Instruments und Analog Devices. Diese amerikanischen Unternehmen liefern nun nichts mehr nach Moskau.

Russland versuchte, westliche Ausrüstung durch Teile aus China zu ersetzen. Dieser Plan scheiterte 2023, als China 90 % aller von Russland importiertentronausmachte. Eine Analyse der neuen russischen Delta-Drohne aus dem Jahr 2025 zeigte, dass jedes einzelne Bauteil aus China stammte. Das betraf Motor, Kamera, Sensoren, Akkus, Steuerung und Videosystem – einfach alles.

Die Luftfahrtbranche befindet sich in einer noch prekäreren Lage. Fluggesellschaften nutzen Schmuggelringe, um Ersatzteile für westliche Flugzeuge zu beschaffen. Einige Jets, die vor Jahren außer Dienst gestellt wurden, werden wieder eingesetzt, nur um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Russland versuchte, mit der MC-21 ein eigenes Passagierflugzeug zu entwickeln. Die MC-21 wurde von Jakowlew, einem Tochterunternehmen von Rostec, hergestellt. Nach 2022, als die Lieferungen ausländischer Zulieferer eingestellt wurden, musste das Flugzeug überarbeitet werden. Testflüge begannen erst 2025. Bisher wurde kein Flugzeug ausgeliefert.

Putin drängt auf Eile, doch Experten halten den Plan für unglaubwürdig

Putin beklagte sich im Dezember, sein Team habe die von ihm so genannte „technologische Souveränität“ Russlands noch immer nicht gesichert. Er forderte sie auf, endlich schneller voranzukommen. „Ich verstehe, dass Projekte zur technologischen Führungsrolle schwierig und ungewöhnlich sind und die Lösung einer Vielzahl von Problemen bei der Bereitstellung wissenschaftlicher Ressourcen und der Optimierung der industriellen Zusammenarbeit erfordern“, sagte er. „Dennoch müssen wir schneller handeln.“

Der Plan beinhaltet einen Sechsjahresplan zur Substitution von Importen durch russische Produkte. Er sieht vor, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 2 % des BIP zu verdoppeln. Dabei soll es sich um öffentliche und private Mittel handeln. Viele Ökonomen bezweifeln dies jedoch.

Heli Simola vom Institut für Schwellenländer der Bank von Finnland sagte: „Bei vielen Zielen mussten sie bereits einige der Anforderungen aufgeben, weil es keine inländischen Alternativen gibt. In manchen Fällen werden chinesische Waren einfach als russische deklariert, um die Ziele zu erreichen.“

Ein weiteres Ziel des Berichts ist es, bis 2030 80 % der Unternehmen in Schlüsselbranchen dazu zu bringen, russische Software . Aktuell liegt dieser Wert bei 46 %. Zudem ist eine Steigerung der Nicht-Energie-Exporte um zwei Drittel vorgesehen. Alexandra Prokopenko, Forscherin am Carnegie Russia Eurasia Center, meint dazu jedoch: „Die Ziele für 2030 klingen eher nach einer Fantasie Putins als nach einem realistischen Plan.“

Der Bericht zeigt , dass Russland selbst im Jahr 2026 seine Wirtschaft noch immer mit Teilen und Systemen wiederaufbaut, die es nicht kontrolliert. Es stellt chinesische Technologie als russisch dar, setzt notdürftig reparierte Flugzeuge ein und spricht von Unabhängigkeit, während es weiterhin alles Wichtige importiert.

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