Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat kürzlich Gespräche mit Vertretern von Facebook über die Umsetzung des Libra-Projekts im Vereinigten Königreich geführt.
Angesichts der Tatsache, dass die RBS eine der größten Banken Großbritanniens ist, war es für Facebook ein Riesenerfolg, dass die Verhandlungen reibungslos verliefen.
Obwohl die Bank einen Beitritt zur Libra Association nicht ausschließt, gibt sie noch keine Zusagen ab, da sie noch dabei ist, herauszufinden, wie sie das Projekt in ihren regulatorischen Rahmen integrieren kann.
Die Banken im Vereinigten Königreich haben sich im Vergleich zu anderen Finanzinstitutionen weltweit recht aufgeschlossen gegenüber Facebooks Libra gezeigt.
Die Bank von England hat bereits ihre Unterstützung bekundet, indem der Gouverneur erklärte, er sehe keine gravierenden Probleme mit dem Projekt.
Ein weiterer „Unterstützer“ des Libra-Projekts entpuppte sich als die Schweizer Regulierungsbehörde, doch von einem Unterstützer zu sprechen, ist gewagt, da diese das Projekt nicht kritisiert hat.
Heutzutage gilt jedoch: Wer die Waage nicht kritisiert, ist höchstwahrscheinlich ein Befürworter.
Dennoch hat Kevin Hanley, Innovationschef der RBS, darauf hingewiesen, dass die Bank zwar möglicherweise nicht Gründungspartner des Unternehmens wird, indem sie 10 Millionen Pfund investiert, es aber dennoch andere Wege der Zusammenarbeit gibt.
Die Bank prüft beispielsweise derzeit, ob sie das Projekt in ihren Devisenbereich integrieren könnte.
Ungeachtet dessen ist die Reaktion der RBS auf Libra für die meisten Anleger eine Wohltat, da fast alle Facebook wegen seines Krypto-Projekts scharf kritisiert haben.
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