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Der CEO von Robinhood prognostiziert, dass die Tokenisierung das globale Finanzwesen umgestalten wird

VonCollins J. OkothCollins J. Okoth
3 Minuten Lesezeit
Der CEO von Robinhood prognostiziert, dass die Tokenisierung das globale Finanzwesen umgestalten wird
  • Robinhood-CEO Vlad Tenev glaubt, dass die Tokenisierung das traditionelle Finanzwesen rasant verändern und schließlich zu einer Verschmelzung mit dem Kryptowährungssektor führen wird.
  • Tenev gab bekannt, dass Robinhood plant, Immobilien zu tokenisieren.
  • Der in Florida ansässige Krypto-Anwalt John Montague sagte, die Demokratisierung von Private Equity durch tokenisierte Startup-Anteile könne unbeabsichtigte rechtliche Folgen haben.

Robinhood-CEO Vlad Tenev erklärte am Donnerstag, dass die Tokenisierung immer beliebter werde und das traditionelle Finanzwesen rasant verändern werde. Er glaubt außerdem, dass die Tokenisierung zu einer Verschmelzung mit Kryptowährungen führen wird.

Tenev wies auf der Token2049-Konferenz in Singapur darauf hin, dass die Tokenisierung wie ein Güterzug auf das Herz des traditionellen Finanzwesens zurast. Er deutete an, dass zukünftig alles in irgendeiner Form auf der Blockchain abgewickelt sein wird und die Unterscheidung zwischen dem traditionellen Finanzsystem und Kryptowährungen verschwinden wird.

Robinhood bietet tokenisierte Aktien in Europa an

Robinhood bietet tokenisierte Aktien in Europa sowie private Anteile an verschiedenen nicht börsennotierten Startups, darunter OpenAI, an. Diese Initiative deutet darauf hin, dass das Unternehmen setzt , in der Vermögenswerte rund um die Uhr, auf der Blockchain und global gehandelt werden.

Tenev argumentierte, dass tokenisierte Aktien, analog zu Stablecoins, die sich als Standardmethode für den digitalen Zugang zu US-Dollar etabliert haben, künftig der Standardweg für Anleger außerhalb der USA werden, um in amerikanische Aktien zu investieren. Er räumte ein, dass Robinhood denselben Ansatz verfolgt habe, um seine Aktien-Token zunächst in Europa einzuführen, und fügte hinzu, dass dies die Zukunft der Anlage von US-Vermögenswerten durch globale Investoren sei.

Der Technologiemanager forderte die USA außerdem auf, in regulatorischer Hinsicht zu Europa aufzuschließen. Tenev argumentierte zudem, es bestehe keine Eile, Dinge zu ändern, etwa die Schaffung von Vorschriften für den 24/7-Handel mit tokenisierten Aktien. Er ist der Ansicht, das aktuelle System funktioniere bereits gut genug und vergleicht dies mit dem Mangel an Hochgeschwindigkeitszügen in den USA, der in Europa und Asien weit verbreitet sei.

„Die größte Herausforderung in den USA besteht darin, dass das Finanzsystem grundsätzlich funktioniert. Deshalb haben wir keine Hochgeschwindigkeitszüge – Mittelgeschwindigkeitszüge reichen völlig aus. Der schrittweise Übergang zu einer vollständig tokenisierten Finanzinfrastruktur wird also einfach länger dauern.“

-Vlad Tenev, CEO von Robinhood.

Tenev deutete außerdem an, dass Robinhood die Tokenisierung von Immobilien plant. Er erklärte dem Publikum, dass die Tokenisierung von Immobilien der Tokenisierung eines privaten Unternehmens gleichkomme. müsse das Vermögen in eine Unternehmensstruktur eingebracht und entsprechende Token ausgegeben werden.

OpenAI bezeichnete die Tokenisierung seiner privaten Aktien als unzulässig, doch Tenev wies die Kontroverse als Teil eines umfassenderen regulatorischen Rückstands zurück und erklärte, die Haupthürden seien nicht technischer, sondern rechtlicher Natur. Er räumte ein, dass Europa bereits Fortschritte mache und die USA wahrscheinlich folgen würden. Zudem glaubt er, dass Immobilien der nächste logische Schritt in Robinhoods Tokenisierungsbestrebungen seien.

Robinhoods Tokenisierungsinitiative hat rechtliche Konsequenzen

Der in Florida ansässige Krypto-Anwalt John Montague erklärte, Robinhoods Plan, Private Equity durch tokenisierte Startup-Anteile zu demokratisieren, könne unbeabsichtigte rechtliche Folgen haben. Er nannte als Beispiele Risiken von Klagen, regulatorischen Gegenreaktionen und Anlegerverlusten im Falle einer Insolvenz der Plattform.

Montague teilte den Nachrichtenagenturen mit, dass private Unternehmen Robinhood verklagen könnten, da die Tokenisierung ihrer Unternehmensführung, Aktionärsvereinbarungen, Anlegerrechtevereinbarungen oder Satzungen widerspreche. 

Das KI-Startup Figure AI verschickte im April Unterlassungserklärungen an namentlich nicht genannte Broker, die Aktien des Unternehmens auf dem Sekundärmarkt anboten. Das Unternehmen erklärte, dass es den Sekundärmarkthandel seiner Aktien ohne Genehmigung des Vorstands nicht zulasse und versprach, sich weiterhin gegen unerwünschte Drittanbieter auf dem Markt zu schützen.

SEC-Kommissarin Hester Peirceerklärte, ohne Robinhood namentlich zu erwähnen, dass tokenisierte Aktienangebote Wertpapiere seien und Marktteilnehmer bei der Verwendung dieser Instrumente die US-amerikanischen Wertpapiergesetze einhalten müssten. Sie betonte außerdem, dass Anbieter tokenisierter Wertpapiere ihre Offenlegungspflichten gemäß den US-amerikanischen Wertpapiergesetzen.

Montague wies darauf hin, dass Robinhood im Falle einer Insolvenz die im Rahmen einer Zweckgesellschaft (SPV) gehaltenen Aktien wahrscheinlich nicht an die Aktionäre im Insolvenzverfahren übertragen würde. Er befürchtet zudem, dass die Tokenisierung eine Blase auf den privaten Märkten aufblähen könnte, da die Nachfrage von Privatanlegern in Token strömt, die wirtschaftliche Beteiligung ohne tatsächliches Eigentum ermöglichen.

Montague fügte hinzu, er sei weiterhin optimistisch und die Initiative von Robinhood sei genau der Schritt, den die Branche brauche, um mehr Klarheit zu schaffen. Das Unternehmen gehe mit der Einführung tokenisierter Produkte zwar ein gewisses Risiko ein, so Montague, aber er glaube, die zusätzliche Liquidität bei nicht börsennotierten Aktien werde der gesamten Branche zugutekommen.

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