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Rivian streicht 600 Stellen in der zweiten Entlassungsrunde innerhalb von zwei Monaten

VonCollins J. OkothCollins J. Okoth
3 Minuten Lesezeit
Rivian streicht 600 Stellen in der zweiten Entlassungsrunde innerhalb von zwei Monaten
  • Rivian streicht 600 Stellen – der zweite Stellenabbau in einem Markt mit schwacher Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.
  • Das Unternehmen restrukturiert sich, um die Effizienz zu steigern und Verluste aufgrund steigender Produktionskosten auszugleichen.
  • Die KI-gestützte Automatisierung führte zu Massenentlassungen, da große Technologieunternehmen ihre Strukturen zur Steigerung der Produktivität umstrukturierten.

Der Elektrofahrzeughersteller Rivian Automotive (RIVN.O) führt eine weitere Entlassungsrunde durch, von der rund 600 Mitarbeiter, also etwa 4 % der Belegschaft, betroffen sein werden, um die Kosten zu senken.

Rivian beschäftigte Ende Dezember 2024 knapp 15.000 Mitarbeiter. Die jüngste Entlassungsrunde folgt auf Rivians Ankündigung im Vormonat, die Belegschaft um 15 % zu reduzieren. Die Entlassungen betreffen Berichten zufolge vor allem kaufmännische Positionen in den Bereichen Vertrieb und Kundendienst.

RiviandefiStrategie neu, da Gewinne weiterhin schwer zu erzielen sind

Laut einem Bericht des Wall Street Journal (WSJ) sieht sich Rivian Automotive mit einem rückläufigen Markt für Elektrofahrzeuge, hohen Produktionskosten und einem starken Wettbewerb durch Tesla, Ford und eine wachsende Zahl chinesischer Konkurrenten konfrontiert. Der Bericht merkte an, dass die Konkurrenz es dem Unternehmen erschwert habe, stabile Gewinne zu erzielen. 

Dem Bericht zufolge verdeutlichen die Entlassungen die Herausforderungen, vor denen die Hersteller von Elektrofahrzeugen unter US-dent Donald Trump stehen, dessen Politik die ohnehin schon instabile Nachfrage in den USA weiter zu untergraben droht. Die Regierung hat kürzlich die Steuervergünstigungen für den Kauf von Elektrofahrzeugen abgeschafft und die Kraftstoffverbrauchs- und Emissionsnormen faktisch außer Kraft gesetzt, was Unternehmen dazu verleitet, auf die profitableren benzinbetriebenen Fahrzeuge umzusteigen.

Im AugusttracRivian bei einem wichtigen Finanzziel zurück und erklärte, das Unternehmen werde in diesem Jahr auf Bruttogewinnbasis die Gewinnschwelle erreichen, nachdem zuvor ein winziger Gewinn von etwa 300 Millionen Dollar prognostiziert worden war.

Laut Finanzdaten erzielte Rivian Automotive Inc. im zweiten Quartal einen Umsatz von 1,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 12,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Gleichzeitig wurde ein Nettoverlust von 1,12 Milliarden US-Dollar ausgewiesen, was einer Verbesserung von 23,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Trotz einer Nettogewinnmarge von -85,7 % konnte Rivian Automotive die Effizienz im Vergleich zum Vorjahr um 31,9 % steigern.

Rivian Automotive konzentriert sich darauf, die Effizienz der Fertigung in seinem Werk in Normal, Illinois, zu steigern und gleichzeitig die nächsten R2-Modelle vorzubereiten, mit denen das Unternehmen voraussichtlich im Jahr 2026 seinen Markt über das Luxussegment hinaus erweitern wird.

KI verändert Arbeitsplätze, während Tech-Giganten Stellen abbauen

Am 22. Oktober Cryptopolitan berichtete über die Entlassung von rund 600 Mitarbeitern bei Meta in deren KI-Sparte Superintelligence Labs. Laut einem internen Memo sind von den Entlassungen Teams betroffen, die an FAIR, Produkt-KI und KI-Infrastruktur arbeiten. Das Memo besagt, dass die Maßnahme die Agilität des Unternehmens erhöhen soll.

Meta-KI-Chef Alexandr Wang erklärte in einem internen Schreiben, dass die Entlassungen jedem Mitarbeiter „mehr Handlungsspielraum und Einfluss“ ermöglichen würden, indem übermäßig bürokratische Aufgaben aus dem Unternehmen entfernt würden. Meta teilte mit, dass die betroffenen Mitarbeiter sich auf andere offene Stellen innerhalb des Unternehmens bewerben könnten und geht davon aus, dass die meisten von ihnen eine neue interne Anstellung finden werden.  

Am 14. Oktober informierte Goldman Sachs (GS.N) seine Mitarbeiter über mögliche Entlassungen und einen Einstellungsstopp bis Jahresende. Grund dafür ist der geplante Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Produktivitätssteigerung. In einem internen Schreiben bezeichnete Goldman Sachs das Programm als „OneGS 3.0“ und erklärte, dass neben anderen wichtigen Bereichen, darunter Kreditvergabeverfahren, auch der Vertrieb und die Kundenakquise zu den Prioritäten der KI-Initiative gehören.

„Die rasanten Fortschritte im Bereich der KI können uns erhebliche Produktivitätssteigerungen ermöglichen, und wir sind zuversichtlichdent wir diese Gewinne reinvestieren können, um unseren Kunden weiterhin erstklassige Lösungen zu bieten.“

David Solomon, Chief Executive Officer der Goldman Sachs Group, Inc.

Am 20. Oktober berichtete , dass Amazon plant, bis zu 15 % seiner Personalbelegschaft in anderen Abteilungen abzubauen, um Kosten zu senken und gleichzeitig massiv in künstliche Intelligenz zu investieren. Laut Bericht dürfte die Abteilung People eXperience and Technology (PXT), die für Einstellung, HR-Technologie und zentrale HR-Prozesse zuständig ist, am stärksten von den bevorstehenden Entlassungen betroffen sein.

Die Entlassungen sind Teil der Effizienzstrategie von Amazon-CEO Andy Jassy, ​​die auf mindestens 27.000 Stellenstreichungen im Konzern in den Jahren 2022 und 2023 folgt. Jassy betonte, dass Mitarbeiter für anspruchsvolle Aufgaben qualifiziert würden, wenn sie sich an KI anpassen und zur Entwicklung interner KI-Kompetenzen beitragen könnten. Weitere Entlassungen werden erwartet, da KI die Produktivität im gesamten Unternehmen steigert.

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Collins J. Okoth

Collins J. Okoth

Collins Okoth ist Journalist und Marktanalyst mit acht Jahren Erfahrung im Bereich Krypto und Technologie. Er ist zertifizierter Finanzanalyst und hat einen Abschluss inmatic. Zuvor war er als Autor und Redakteur für Geek Computer und CoinRabbit tätig.

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