Rite Aid darf Gesichtserkennungstechnologie für 5 Jahre nicht mehr einsetzen

- Rite Aid wurde für 5 Jahre von der Gesichtserkennung ausgeschlossen, nachdem es angeblich zudentvon Ladendieben gekommen war.
- Die Einigung mit der FTC verdeutlicht Tausende von Fehlzuordnungen und mangelnde Genauigkeitsprüfungen bei der Überwachung von Rite Aid.
- Die Kontroverse um die Gesichtserkennung hält an, da der Einsatz und die Auswirkungen der Technologie weiterhin diskutiert werden.
Die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC) hat dem in Philadelphia ansässigen Unternehmen Rite Aid die Nutzung von Gesichtserkennungstechnologie für fünf Jahre untersagt. Die Entscheidung erfolgte aufgrund von Vorwürfen, dass das Überwachungssystem von Rite Aid missbräuchlich eingesetzt wurde, um potenzielle Ladendiebe zudent, insbesondere Angehörige marginalisierter Gruppen wie Schwarze, Latinos, Asiaten oder Frauen.
Die Einigung behebt den Mangel an Verbraucherschutz
Die Einigung der FTC mit Rite Aid betrifft Vorwürfe, dass die Drogeriekette keine ausreichenden Maßnahmen zum Schutz ihrer Kunden ergriffen und keine „angemessenen Verfahren“ implementiert habe. Obwohl Rite Aid diese Vorwürfe bestreitet, zeigte sich das Unternehmen zufrieden mit der Einigung.
Tausende von falschen Treffern und unangemessenen Aktionen
Laut der von der FTC beim Bundesgericht eingereichten Klage führte der jahrelange Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie durch Rite Aid zu Tausenden von Fehlalarmen. Ein besonders beunruhigenderdent betraf Mitarbeiter einer Rite-Aid-Filiale, die ein elfjähriges Mädchen aufgrund einer falschendentanhielten und durchsuchten.
Laut FTC setzte Rite Aid von Oktober 2012 bis Juli 2020 in Hunderten seiner Filialen Gesichtserkennungstechnologie ein, um Käufer zudent, die wahrscheinlich Ladendiebstähle oder andere kriminelle Aktivitäten begehen würden.
Die Beschwerde hob hervor, dass viele der für die Datenbank von Rite Aid verwendeten Bilder von geringer Qualität waren und teilweise von Überwachungskameras, Handykameras von Mitarbeitern oder aus Nachrichtenberichten stammten. Die Technologie benachrichtigte Rite-Aid-Mitarbeiter per E-Mail oder Telefon, sobald sie Personen auf ihrer Beobachtungslistedent.
Die Beschwerde der FTC enthüllte außerdem, dass Angestellte des Geschäfts diese Personen anschließend verfolgten, sie aufforderten, das Geschäft zu verlassen, oder sogar die Polizei riefen. Schockierenderweise beschuldigten Angestellte die Betroffenen, mitunter vor Freunden, Familie und anderen Kunden, frühere Straftaten begangen zu haben.
Mangelnde Genauigkeitsprüfung
Einer der Hauptkritikpunkte der FTC war, dass Rite Aid die Genauigkeit seiner Gesichtserkennungstechnologie vor deren Einführung nicht ausreichend getestet hatte. Rite Aid verteidigte sich mit dem Argument, die Vorwürfe bezögen sich hauptsächlich auf ein Pilotprojekt in einer begrenzten Anzahl von Filialen, das das Unternehmen vor über drei Jahren eingestellt habe.
Rite Aid veröffentlichte auf seiner Website folgende Stellungnahme: „Wir respektieren die Untersuchung der FTC und unterstützen deren Ziel, die Privatsphäre der Verbraucher zu schützen. Allerdings lehnen wir die in der Beschwerde der Behörde erhobenen Vorwürfe bezüglich der Gesichtserkennung entschieden ab.“
Kontroverse um die Gesichtserkennungstechnologie
Der Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie ist seit Langem umstritten. Befürworter argumentieren, sie habe den Strafverfolgungsbehörden maßgeblich dabei geholfen, Kriminelle wie Drogenhändler zu fassen und Vermisstenfälle aufzuklären. Kritiker hingegen befürchten, dass sie die Rate andent, insbesondere bei People of Color, deutlich erhöht.
Vorbehaltlich der Genehmigung durch das US-Konkursgericht
Rite Aid betonte, dass jede Vereinbarung mit der FTC vom US-Konkursgericht genehmigt werden müsse. Das Unternehmen kämpft seit Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten und gab kürzlich im Rahmen seines freiwilligen Insolvenzverfahrens nach Chapter 11 die Schließung von über 150 Filialen bekannt. Ähnlich wie seine größeren Konkurrenten CVS und Walgreens sieht es sich zudem finanziellen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Opioid-Verschreibungen ausgesetzt.
Das fünfjährige Verbot der Gesichtserkennungstechnologie durch Rite Aid stellt eine bedeutende Weiterentwicklung in der anhaltenden Debatte um diese Technologie dar. Die Vorwürfe unzulässiger Überwachungspraktiken führten zu einer umfassenden Untersuchung und einer Einigung mit der FTC. Der Ausgang dieses Verfahrens könnte weitreichende Folgen für den Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie im Einzelhandel und darüber hinaus haben.
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Glory Kaburu
Glory ist eine äußerst sachkundige Journalistin mit fundierten Kenntnissen im Umgang mit KI-Tools und -Forschung. Ihre Leidenschaft gilt der KI, und sie hat bereits mehrere Artikel zu diesem Thema verfasst. Sie hält sich stets über die neuesten Entwicklungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen und Deep Learning auf dem Laufenden und schreibt regelmäßig darüber.
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