Bitcoin Mining-Unternehmen Rhodium meldet Insolvenz an

- Rhodium Enterprises, ein Bitcoin -Mining-Unternehmen, hat Insolvenz nach Chapter 11 angemeldet und dabei Schulden in Höhe von bis zu 100 Millionen Dollar offengelegt.
- Die Anmeldung umfasst sechs Tochtergesellschaften und weist Vermögenswerte von Rhodium im Wert zwischen 100 Millionen und 500 Millionen Dollar aus, doch das Unternehmen konnte Kredite in Höhe von 54 Millionen Dollar nicht zurückzahlen.
- Die gesamte Bitcoin -Mining-Branche leidet unter sinkenden Gewinnen nach dem Krypto-Winter und der Halbierung sowie hohen Betriebskosten.
Rhodium Enterprises, ein Bitcoin Mining-Unternehmen, hat das Handtuch geworfen und zusammen mit sechs seiner Tochtergesellschaften Insolvenz nach Chapter 11 angemeldet.
Laut Gerichtsakten belaufensich ihre Schulden auf etwa 50 bis 100 Millionen Dollar, ihr Vermögen hingegen auf etwa 100 bis 500 Millionen Dollar.
Es kursierten schon länger Gerüchte, dass Rhodium in Schwierigkeiten steckte. Im Juli soll das Unternehmen Kredite in Höhe von 54 Millionen Dollar nicht bedienen können. Das ist kein Pappenstiel. Rhodium hatte zuvor bereits versucht, cash aufzunehmen. Im Jahr 2021 hatte das Unternehmen Kredite in Höhe von 78 Millionen Dollar für seine verschiedenen Tochtergesellschaften aufgenommen.
Doch die Schulden häuften sich immer weiter an, und die Rückzahlungen erfolgten nicht wie geplant. Es gab sogar Gespräche über zwei verschiedene Schuldenrestrukturierungspläne, um das Unternehmen zu retten, doch diese Bemühungen scheiterten nach internen Streitigkeiten.
Die Beteiligten konnten sich nicht auf das weitere Vorgehen einigen, was den Zahlungsausfall von Rhodium besiegelte. Nun hofft Rhodium im Rahmen eines Insolvenzverfahrens nach Chapter 11, seine Schulden zu restrukturieren und den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, während gleichzeitig bessere Rückzahlungsbedingungen ausgehandelt werden.
Rhodium ist nicht der einzige Bitcoin Miner, der unter dem Druck steht. Der gesamte Mining-Sektor wurde vom Krypto-Winter 2022/23 hart getroffen.
Die Preisrückgänge, zusammen mit der Bitcoin Halbierung im April, haben die Einnahmen stark beeinträchtigt. Durch die Halbierung sanken die Blockbelohnungen der Miner von 6,25 BTC auf 3,125 BTC.
Der durchschnittliche Erlös pro Terahash pro Sekunde (TH/s) ist auf etwa 0,052 US-Dollar gesunken, ein himmelweiter Unterschied zu den 0,11 US-Dollar, die die Miner vor der Halbierung einstreichten.
Die Transaktionsgebühren unterlagen ebenfalls starken Schwankungen – mal stiegen sie sprunghaft an, blieben aber meist niedrig. Kurz gesagt: Miner verdienen weniger und geben mehr aus, nur um im Geschäft zu bleiben.
Im Juni 2024 gab es einen kurzen Hoffnungsschimmer, doch dieser Aufschwung war nur von kurzer Dauer. Der allgemeine Trend ist rückläufig und trifft alle hart. Im Durchschnitt erwirtschaftete der Bergbausektor täglich etwa 56 Millionen Dollar.
Das mag sich zunächst nach viel anhören, aber bei genauerer Betrachtung reicht es nicht aus, um die steigenden Kosten und sinkenden Gewinne zu decken, mit denen Bergbauunternehmen wie Rhodium zu kämpfen haben.
Die Schwierigkeiten beschränken sich nicht nur auf die Rentabilität. Die Hashrate des Bitcoin Netzwerks, ein entscheidender Indikator für die für das Mining eingesetzte Rechenleistung, ist seit Ende Mai rückläufig. Sie ist um rund 7 % von ihrem Allzeithoch gesunken und liegt nun bei etwa 574,9 EH/s.
Die Anzahl aktiver Bitcoin -Adressen – ein weiterer wichtiger Indikator für die Stabilität des Netzwerks – ist ebenfalls gesunken. Aktuell gibt es etwa 750.000 aktive Adressen, der niedrigste Wert seit Ende 2018.
Angesichts all dessen ist es kein Wunder, dass viele Miner fieberhaft versuchen, sich anzupassen. BitFarms beispielsweise konnte seinen Energieverbrauch von 35 J/TH auf 27 J/TH senken. In Zeiten, in denen die Gewinne von allen Seiten unter Druck geraten, zählt jede noch so kleine Verbesserung.
Manche Miner suchen neben Bitcoin auch nach Alternativen, um zu überleben. Es zeichnet sich ein wachsender Trend ab, Bitcoin -Mining mit anderen Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) und Hochleistungsrechnen (HPC) zu integrieren.
Durch die Expansion in andere Bereiche können Miner einen Teil der Verluste ausgleichen, die ihnen durch die aktuelle Unrentabilität von Bitcoinentstehen. Es ist schlicht und einfach eine Überlebensstrategie.
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