Die australische Wertpapier- und Investitionskommission (ASIC) hat die Annullierung der Lizenz von Binance Australia Derivatives nach einer gezielten Überprüfung der Geschäftstätigkeit von Binancein Australien bekannt gegeben.
Die Lizenzentziehung tritt am 14. April in Kraft. Kunden können ab diesem Zeitpunkt weder ihre Derivatepositionen aufstocken noch neue Positionen auf der Plattform eröffnen. Sie müssen außerdem alle bestehenden Derivatepositionen vor dem 21. April schließen, da Binance voraussichtlich an diesem Tag alle verbleibenden offenen Positionen schließen wird.
Die Überprüfung der Finanzdienstleistungsgeschäfte des Unternehmens in Australien durch die ASIC konzentrierte sich auf die Klassifizierung von Privat- und Firmenkunden. ASIC-Vorsitzender Joe Longo erklärte, die Überprüfung beziehe sich auf die Einhaltung der Klassifizierungsvorschriften für Privat- und Firmenkunden.
In ihrer offiziellen Stellungnahme erwähnte die ASIC, dass die globale Binance und ihr CEO, Changpeng „CZ“ Zhao, derzeit mit einer Klage der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC) konfrontiert sind. Die ASIC wies zudem darauf hin, dass verschiedene Tochtergesellschaften des Unternehmens weltweit bereits anderen behördlichen Warnungen und Maßnahmen unterworfen waren und bezog sich dabei auf eine Reihe von Warnungen und Untersuchungen, die 2021 von internationalen Aufsichtsbehörden gegen die Plattform eingeleitet wurden.
Binance reagiert auf die Entscheidung der ASIC
Binance hat auf die Entscheidung der ASIC reagiert und sich für einen „fokussierteren Ansatz“ in Australien entschieden, indem Binance Australia Derivatives eingestellt hat. Ein Sprecher des Unternehmens betonte, dass der Spothandel auf Binance für australischedentweiterhin möglich sein wird.
Diese Nachricht folgt auf Benachrichtigungen von Binance Australia Derivatives an ihre Nutzer Ende Februar. Darin hieß es, man beginne aufgrund der Einhaltung der Anlegerklassifizierungsvorschriften mit der Schließung bestimmter Derivatepositionen und -konten. Das Unternehmen gab an, Nutzer, die die Anforderungen für institutionelle Anleger nicht erfüllten, einzuschränken. Die lokalen Aufsichtsbehörden leiteten daraufhin eine Untersuchung ein, um die Derivategeschäfte des Unternehmens in Australien gezielt zu überprüfen.
Die Entziehung der Lizenz von Australia Derivatives ist die jüngste aufsichtsrechtliche Maßnahme gegen das Unternehmen, eine der weltweit größten Kryptowährungsbörsen. In den letzten Monaten sah sich das Unternehmen einer Reihe von Warnungen und aufsichtsrechtlichen Maßnahmen von Behörden in verschiedenen Ländern ausgesetzt
In den USA hat die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) Klage gegen die Plattform eingereicht und vorgeworfen . In Großbritannien hat die Financial Conduct Authority (FCA) dem Unternehmen die Einstellung aller regulierten Aktivitäten im Land untersagt. Darüber hinaus haben Behörden in Japan, Thailand und auf den Kaimaninseln in den letzten Monaten Warnungen ausgesprochen oder Maßnahmen gegen das Unternehmen ergriffen.
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