Zusammenfassung (TL;DR)
• In Puerto Rico wird keine Kryptosteuer erhoben.
• Puerto Rico akzeptiert sowohl Kleinanleger als auch große Krypto-Unternehmen aus den USA.
Einer der umstrittensten Punkte im Zusammenhang mit dem Kryptowährungsmarkt sind die Steuergebühren auf virtuelle Gewinne. In Nordamerika stufen die US-amerikanischen Steuerbehörden Kryptowährungen als Anlagevermögen ein, wodurch Anleger zur Steuerzahlung verpflichtet sind. Die Behörden haben sogar ein Steuerregister gefordert, um festzustellen, ob Börsen die Steuervorschriften für Kryptowährungen einhalten.
Obwohl in Nordamerika strenge Regeln gegen Kryptowährungen gelten, ignorieren andere Nachbarstaaten wie Puerto Rico diese Standards. Die Insel sorgte zuletzt für Aufsehen, da sie sich zum nächsten Steuerparadies für Kryptowährungen entwickeln könnte.
Puerto Rico wird zu einem bedeutenden Steuerparadies

Die USA erlassen weiterhin Gesetze, die den Kryptowährungsmarkt beeinflussen und neuen Anlegern den Einstieg erschweren. Puerto Rico hingegen hat versucht, solche Reformen zu ignorieren, was viele wohlhabende Krypto-Händler dazu veranlasst hat, dorthin abzuwandern.
Puerto Rico ignoriert die Besteuerung von Kryptowährungen und verweist darauf, dass Bürger diese Dividenden gemäß den geltenden Gesetzen überweisen dürfen. Dadurch wandelt sich das Gebiet für viele Krypto-Investoren zu einer Steueroase.
Diese Kryptowährungsgesetze wurden von vielen Anlegern ignoriert, doch Frances Haugen legte alle Informationen offen. Die ehemalige Facebook-Mitarbeiterin und Unternehmerin zeigt auf, wie die Insel Puerto Rico viele der von der US- Börsenaufsicht SEC erlassenen Gesetze gegen Kryptowährungen umgeht.
Die Geschäftsfrau lebte monatelang auf der Insel und erkannte, dass es sich um ein Steuerparadies handelte. Nach Haugens Umzug flohen einige Investoren wie Logan Paul nach Puerto Rico, um dort ungehindert mit Kryptowährungen handeln zu können.
Krypto-Unternehmen eröffnen Niederlassungen auf der Insel Puerto Rico
Logan Paul ist nach Puerto Rico gereist, um dort sorgenfrei in Kryptowährungen zu investieren, unter anderem mit amerikanischen Unternehmen wie Pantera Capital. Das Unternehmen, das Kryptowährungsschutzfonds anbietet, ist nun von der Karibikinsel aus tätig.
Große NFT- Unternehmen wie SuperRare haben sich jedoch darauf spezialisiert, besser mit Kryptowährungen zu arbeiten. Diese Plattform für nicht-fungible Token (NFTs) operierte ursprünglich aus dem Silicon Valley, musste ihre Geschäftstätigkeit aber aufgrund von Einkommensteuern an die Regulierungsbehörden abgeben.
Angesichts des zunehmenden Kryptohandels auf der Insel planen Unternehmen wie Blockchain Trade, im Dezember ihre erste Veranstaltung im Blockchain-Netzwerk auszurichten. Diese Veranstaltung bietetdent Krypto-Unternehmen und Investoren die Möglichkeit, ihr Geschäft anzukurbeln oder den Umzug in das neue Steuerparadies abzuschließen.
Diese Krypto-Bewegung hat auch die Zahl der Investoren auf der Insel erhöht und die Wirtschaft des Gebiets gestärkt. Puerto Rico konkurriert jedoch mit El Salvador unter den wichtigsten spanischsprachigen Ländern um die Vorherrschaft als Steueroase für Kryptowährungen. Die Insel muss sich dabei gegen Malta, die Kaimaninseln, Portugal, Nevis und die Schweiz durchsetzen, die den ersten Platz unter den Regionen einnehmen, die keine Kryptosteuern erheben.

