Der Telegram-Chef Pavel Durov ist heute, am 28. August 2024, in Frankreich aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. Er war vier Tage lang festgehalten worden, nachdem er am Flughafen Le Bourget , unweit von Paris, festgenommen worden war.
Warum? Die französischen Behörden untersuchen einige ziemlich schwerwiegende Vorwürfe gegen Telegram, etwa dass Nutzer die Plattform für abscheuliche Dinge wie kinderpornografisches Material, Drogenhandel, Betrug und organisierte Kriminalität ohne angemessene Moderation nutzen.
Nach französischem Recht dürfen Polizisten jemanden grundsätzlich bis zu 96 Stunden ohne Angabe von Gründen festhalten, und genau das taten sie im Fall von Pavel. Sie verlängerten die Frist sogar noch um 48 Stunden am 26. August, um zu entscheiden, ob sie Anklage erheben oder ihn freilassen sollten.
Sie haben die Sache wirklich unnötig in die Länge gezogen. Unterdessen war der französischedent Emmanuel Macron damit beschäftigt, die Wogen zu glätten. Er betonte, die Verhaftung sei keine politische Racheaktion, sondern Teil eines unabhängigendent .
Macron hebt Frankreichs Bekenntnis zur Meinungsfreiheit hervor
Macron betonte nachdrücklich Frankreichs Bekenntnis zur Meinungsfreiheit, solange diese im Rahmen des Gesetzes bleibt. Er wollte klarstellen, dass es ihm nicht darum ging, Pavel persönlich anzugreifen oder Telegram zu zerschlagen.

Aber nicht jeder glaubt ihm. Vitalik Buterin, Elon Musk und John Deaton haben ihn dafür scharf kritisiert.
Telegrams bisherige, wenig kooperative Vorgehensweise gegenüber den Behörden hat Pavel nicht geholfen. Manche fragen sich sogar, ob dies erst der Anfang eines umfassenderen Vorgehens gegen Plattformen wie Telegram , die sich nicht an die Vorgaben halten.
Nachdem Pavel die kriminellen Machenschaften überstanden hat, geht es für ihn direkt vor Gericht nach Paris. Die große Frage ist, ob die Staatsanwaltschaft ihn anklagen oder ihn mit einer Geldstrafe davonkommen lassen wird.
Das Telegram-Team erklärte unterdessen in einer offiziellen Stellungnahme, dass es sich an die EU-Gesetze halte und seinen Teil zur Inhaltsmoderation beitrage.
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