OpenAI pausiert die Bing-Integration in ChatGPT, um das Problem der Paywall-Umgehung zu beheben

- OpenAI deaktiviert vorübergehend die Bing-Integration in ChatGPT, nachdem Nutzer einen Weg gefunden haben, Bezahlschranken mithilfe des Chatbots zu umgehen.
- Die von ChatGPT-Nutzern entdeckte Umgehung der Bezahlschranke gibt Anlass zur Sorge hinsichtlich Urheberrechtsverletzungen und Einnahmeverlusten für die Urheber von Inhalten.
- OpenAI ergreift umgehend Maßnahmen, um das Problem zu beheben und die Rechte der Rechteinhaber zu schützen, und arbeitet gleichzeitig an der Wiederherstellung der Funktion mit verbesserten Maßnahmen.
OpenAI hat die Beta-Funktion „Mit Bing suchen“ in seinem Chatbot ChatGPT vorübergehend deaktiviert, nachdem Nutzer eine Möglichkeit entdeckt hatten, Bezahlschranken mithilfe des Tools zu umgehen. Die Funktion wurde eingeführt, um die Suchfunktion in ChatGPT zu verbessern und stand hauptsächlich Abonnenten von ChatGPT Plus zur Verfügung. OpenAI stellte jedoch Fälle fest, in denen die Funktion fehlerhaft funktionierte und unbeabsichtigt Anfragen nach dem Volltext bestimmter URLs erfüllte. Um das Problem zu beheben und die Rechte der Rechteinhaber zu wahren, deaktivierte das Unternehmen die Funktion daher am 3. Juli 2023.
OpenAI hat kürzlich die Funktion „Mit Bing suchen“ in ChatGPT eingeführt, was eine deutliche Verbesserung der Suchfunktionen der Plattform darstellt. Die Integration wurde auf Microsofts Entwicklerkonferenz Build 2023 angekündigt und versprach die Nutzung der Bing-Suchfunktionalität. Vor diesem Update nutzte ChatGPT das GPT-4-Modell von OpenAI, dessen Wissensstand auf September 2021 beschränkt war, wodurch der Zugriff auf aktuelle Informationen eingeschränkt war.
ChatGPT-Nutzer haben Paywall-Umgehung entdeckt
Kurz nach der Einführung der Bing-Integration entdeckten ChatGPT-Nutzer einen cleveren Trick, um Bezahlschranken auf Webseiten zu umgehen. Indem sie den Chatbot anwiesen, den Volltext von Artikeln hinter Bezahlschranken abzurufen, konnten sie auf die eingeschränkten Inhalte zugreifen, ohne ein Abonnement auf den jeweiligen Webseiten abschließen zu müssen. Diese Entdeckung wurde in der r/ChatGPT-Community auf Reddit geteilt, wo Nutzer verschiedene Tipps und Tricks zum Umgehen von Bezahlschranken mit ChatGPT austauschten.
Nachdem OpenAI von der unbeabsichtigten Umgehung der Bezahlschranke erfahren hatte, deaktivierte das Unternehmen die Beta-Funktion „Mit Bing suchen“ vorsorglich vorübergehend. OpenAI räumte ein, dass die Situation korrigiert werden müsse, um die Rechte der Rechteinhaber zu schützen. Das Unternehmen bekräftigte sein Engagement, das Problem umgehend zu beheben und die Funktion schnellstmöglich wieder bereitzustellen.
Paywalls werden häufig von Verlagen eingesetzt, um ihre Inhalte zu monetarisieren und Abonnements zu fördern. Die Möglichkeit, Paywalls mithilfe von ChatGPT zu umgehen, hat Bedenken hinsichtlich potenzieller Urheberrechtsverletzungen und Einnahmeverluste für Content-Ersteller aufgeworfen. OpenAI arbeitet zwar an einer Lösung für das Problem der Paywall-Umgehung, die konkreten Maßnahmen und Änderungen zur Verhinderung eines erneuten Auftretens wurden jedoch nicht veröffentlicht.
OpenAIs Entscheidung, die Beta-Funktion „Mit Bing suchen“ in ChatGPT vorübergehend zu deaktivieren, unterstreicht das Engagement des Unternehmens für die Wahrung der Rechte von Rechteinhabern. Die Entdeckung, dass Nutzer mithilfe des Chatbots Bezahlschranken umgingen, veranlasste OpenAI zu schnellem Handeln. Während das Unternehmen an der Behebung des Problems und der Verbesserung der Funktionalität arbeitet, ist die Zukunft der Bing-Integration in ChatGPT noch ungewiss. OpenAI plant, die Funktion wiederherzustellen und gleichzeitig Maßnahmen zu implementieren, um das Umgehen von Bezahlschranken zu verhindern und ein sichereres und ethischeres Nutzererlebnis zu gewährleisten.
Wie man Bezahlschranken deaktiviert
Ein Entwickler schlägt vor, JavaScript zu deaktivieren, was bei manchen Nutzern hilft. Sie können eine Erweiterung herunterladen, die einen JavaScript-Schalter direkt in die Menüleiste einfügt. Oftmals funktioniert auch das Aktivieren des Lesemodus beim Laden der Seite. Dadurch werden außerdem viele Werbeanzeigen ausgeblendet. Suchen Sie nach dem Lesemodus für Ihren Browser.
Zumindest in Chrome können Sie, falls es sich um eine Pop-up-Bezahlschranke (und nicht um verschwindenden Text) handelt, unter „Ansicht“ > „Entwickler“ > „Quelltext anzeigen“ den HTML-Code der Website einsehen. Manchmal finden Sie dort den Text des Artikels, den Sie kopieren und in ein Word-Dokument oder eine E-Mail einfügen können, sodass der Text automatisch umgebrochen wird. Alternativ können Sie im Firefox-Browser auf das kleine Papiersymbol ganz rechts in der Suchleiste tippen. Laden Sie die Seite anschließend neu, um die Bezahlschranke zu entfernen. Wussten Sie übrigens, dass es ein Plugin namens „unpaywall“ gibt?
Hier soll deutlich werden, dass das Entfernen oder Umgehen der Bezahlschranke allgemein bekannt ist. Wenn OpenAI also behauptet, alles andere zu wissen, sollten sie auch das hinbekommen.
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