In einer aktuellen Gesetzesentwicklung im US-Bundesstaat New Jersey brachte der Abgeordnete Herbert Conway am 30. November den Gesetzentwurf 5747 ein. Hauptziel dieses Gesetzesentwurfs ist es, alle Kryptowährungen, die an institutionelle Anleger ausgegeben und direkt verkauft werden, als Wertpapiere einzustufen. Dieser Gesetzesvorstoß steht im Widerspruch zur Haltung der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC), die Bitcoin nicht als Wertpapier eingestuft hat.
New Jersey schlägt neue Kryptowährungsregulierung vor
SEC-Vorsitzender Gary Gensler vertritt die Ansicht, dass alle anderen Kryptotoken als Wertpapiere behandelt werden sollten. Laut dem Gesetzesentwurf sollen virtuelle Währungen, die an institutionelle Anleger ausgegeben und verkauft werden, ausdrücklich als Wertpapiere eingestuft werden. Sollte der Entwurf verabschiedet werden, würden diese virtuellen Währungen unter die Bestimmungen des kalifornischen Wertpapiergesetzes („Uniform Securities Law“) und aller Vorschriften des Wertpapieraufsichtsamtes (Bureau of Securities) im Verbraucherschutzministerium fallen.
Der Gesetzgebungsprozess sieht vor, dass der Gesetzentwurf aus New Jersey dem Ausschuss für Finanzinstitute und Versicherungen der Assembly vorgelegt wird. Dieser Ausschuss prüft den Entwurf, führt Anhörungen zur Einholung öffentlicher Stellungnahmen durch und leitet ihn, falls er angenommen wird, zur Abstimmung an die gesamte Assembly weiter. Auf Bundesebene ist die regulatorische Lage für Kryptowährungen weiterhin unklar, da es an eindeutigen Richtlinien mangelt, welche Token als Wertpapiere einzustufen sind.
Unsicherheit auf Bundesebene und Krypto-dentder SEC
Während SEC-Vorsitzender Gary Gensler stets betont hat, dass die meisten Kryptowährungen, mit Ausnahme Bitcoin, unter die defivon Wertpapieren fallen, hat er sich bisher nicht explizit zu Ether und anderen digitalen Vermögenswerten geäußert. Eine aktuelle juristische Entwicklung im Fall SEC gegen Ripple hat die regulatorische Debatte zusätzlich verkompliziert. Das Gericht urteilte, dass XRPals eigenständiger Vermögenswert nicht als Wertpapier einzustufen sei. RippleChefjustiziar Stuart Alderoty betonte, dass XRP laut Gesetz nicht als Wertpapierdent.
Das Gericht stufte lediglich früheretracXRP an institutionelle Kunden als Anlagevertrag ein. Die Klagen der SEC gegen verschiedene Krypto-Unternehmen, darunter Kraken, Coinbase und Binance, haben zahlreiche Kryptotoken als Wertpapieredent. Diese Liste umfasst unter anderem ADA, ALGO, ATOM, BNB, BUSD, CHZ, COTI, FIL, FLOW, ICP, MATIC, NEAR, OMG, SAND und SOL. Die sich wandelnde regulatorische Landschaft stellt die Kryptowährungsbranche vor Herausforderungen.
Bundesstaaten wie New Jersey verfolgen innovative Ansätze und verkomplizieren damit die ohnehin schon komplexe Regulierungslandschaft . Die laufenden Diskussionen und Gerichtsverfahren könnten erhebliche Auswirkungen auf die Klassifizierung und Regulierung von Kryptowährungen auf Landes- und Bundesebene haben. Investoren, Institutionen und Unternehmen im Kryptobereich beobachten diese Entwicklungen aufmerksam, um sich im komplexen regulatorischen Terrain digitaler Vermögenswerte zurechtzufinden.

