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Fast eine Billion Dollar fließen in ETFs, da die Märkte der Fed zuvorkommen

VonNoor BazmiNoor Bazmi
3 Minuten Lesezeit
  • Investoren kommen der Fed zuvor und pumpen fast 1 Billion Dollar in ETFs, noch bevor eine Zinssenkung erfolgt ist.
  • Automatisierte, passive Kapitalflüsse aus 401(k)-Plänen, Zielterminfonds und Modellportfolios sind heute eine starke Triebkraft.
  • ETFs verändern die Art und Weise, wie Märkte auf Überraschungen der US-Notenbank reagieren, indem sie Kursanstiege nach unerwarteten Zinssenkungen mechanisch verstärken.

Die Wall Street bewegte sich einst weitgehend im Gleichklang mit dem Leitzins der US-Notenbank. Anzeichen für Zinserhöhungen veranlassten Anleger zum Rückzug, während Hinweise auf Zinssenkungen die Kurse steigen ließen. Die Sitzung nächste Woche wird zeigen, ob dieses Muster in diesem ungewöhnlichen Jahr noch Gültigkeit hat.

Die Anleger haben in diesem Jahr nicht auf Jerome Powell gewartet. Die Aktienkurse befinden sich auf Rekordniveau, der Kreditmarkt ist aktiv, und börsengehandelte Fonds haben bisher mehr als 800 Milliarden Dollartrac, darunter 475 Milliarden Dollar für Aktienprodukte, obwohl Investmentfonds Abflüsse verzeichneten.

Ein Gesamtvolumen von über einer Billion US-Dollar für ETFs ist nun in greifbarer Nähe – ein Rekord. Die Zuflüsse hielten trotz des Kurssturzes im April und der jüngsten Meldungen zu Zöllen an und umfassten breit gestreute Indexfonds, Kryptofonds und Hochzinsanleihen.

Wie Bloomberg berichtete, erklärte David Solomon, CEO der Goldman Sachs Group Inc., diese Woche: „Angesichts der Risikobereitschaft empfinde ich den Leitzins nicht als übermäßig restriktiv.“ Die Märkte schlossen sich dieser Ansicht umgehend an. Trotz neuer Anzeichen für Spannungen am Arbeitsmarkt erreichte der S&P 500 am Donnerstag einen neuen Rekordwert.

Sollte die Fed, wie viele erwarten, am kommenden Mittwoch die Zinsen senken, dürfte die Folge weniger von Bedeutung sein als vielmehr von den damit verbundenen Signalen. Im vergangenen Monat flossen über 120 Milliarden US-Dollar in ETFs, hauptsächlich in große Aktien- und Anleihenfonds.

Das Geld für die Altersvorsorge fließt weiterhinmaticin die Märkte

US-amerikanische Sparer investieren seit Langem einen Teil ihres Gehalts in Altersvorsorgepläne. Geändert hat sich jedoch, wohin dieses Geld fließt. Standardmäßig fließt mehr Geld in passive Anlagestrategien über Zielterminfonds, Modellportfolios und Robo-Advisor, die ihr Portfolio regelmäßig neu ausrichten. Viele in der Branche sprechen vom „Autopilot-Effekt“, andere von „unelastischer Nachfrage“, was bedeutet, dass sich cash eher am Kalender als an den aktuellen Nachrichten orientiert.

„Wir haben die Perpetuum-Based-Fundament-Maschine erfunden“, sagte Vincent Deluard, globaler Makrostratege bei StoneX Financial. „Wir investieren monatlich etwa 1 % des BIP in Indexfonds, unabhängig von Bewertungen, Stimmung oder makroökonomischen Entwicklungen.“

Das macht die Geldpolitik nicht irrelevant. Referenzzinssätze prägen weiterhin die Anleihepreise, Aktienbewertungen und die Verschuldung. Doch die Vorstellung, die Fed sei alleinige Risikomanagerin, erfasst nicht mehr das ganze Bild. Anhaltende Kapitalflüsse können den Optimismus stützen, selbst wenn die Wirtschaftsdaten schwächer ausfallen.

Diese Spaltung ist nun deutlich. Angesichts der sich verschlechternden Arbeitsmarktdaten rechnen Händler mit drei Stellenstreichungen in diesem Jahr, wobei eine Senkung um 0,25 Prozentpunkte nächste Woche als nahezu sicher gilt. Trotzdem schloss der S&P 500 am Freitag nahe Rekordniveau und verzeichnete einen Wochenzuwachs von 1,6 Prozent.

ETFs verändern die Marktreaktion auf Überraschungen der US-Notenbank

Eine weitere Veränderung betrifft die Art und Weise, wie ETFs genutzt werden. Viele behandeln sie fast wie cash; sie sind leicht zu handeln, selbst wenn einige Fonds Hebelwirkung nutzen oder weniger liquide Vermögenswerte halten.

Laut ICI hielten die Amerikaner zum Ende des ersten Quartals mehr als 12 Billionen Dollar in Altersvorsorgeplänen mit defiBeiträgen, darunter 8,7 Billionen Dollar in 401(k)-Plänen.

Zielterminfonds machen einen immer größeren Anteil der 401(k)-Guthaben aus. Gleichzeitig haben passive Anlageprodukte wie ETFs und Indexfonds traditionelle aktiv verwaltete Fonds überholt und stellen nun den Großteil der langfristigen US-Vermögenswerte dar. Das Ergebnis ist ein stetiger Zufluss von Ersparnissen, die unabhängig von aktuellen Nachrichten planmäßig in die Märkte fließen.

Forscher dokumentieren auch, wie ETFs die Auswirkungen unerwarteter geldpolitischer Entscheidungen beeinflussen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass breit gestreute Indexprodukte Kursanstiege verstärken, wenn die US-Notenbank die Zinsen unerwartet senkt , und Kursverluste abfedern, wenn Zinserhöhungen Anleger überraschen. Der Grund dafür ist mechanisch: Die Ausgabe und Rücknahme von ETFs bewegt ganze Aktienkörbe gleichzeitig, wodurch die Nachfrage beim Zufluss steigt und der Druck beim Abfluss sinkt. Da ETFs mittlerweile eine zentrale Rolle im Marktgeschehen spielen, können sie die Auswirkungen geldpolitischer rippleauf die Kurse verändern.

 

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