Europa wendet sich von Elon Musks Tesla ab, da die Verkaufszahlen im April sanken

- Teslas Verkaufszahlen für den Monat April blieben weiterhin im freien Fall.
- In vier der wichtigsten europäischen Märkte wurden zweistellige Rückgänge verzeichnet, in Norwegen hingegen ein Wachstum.
- Die Kunden könnten mit Musks politischem Aktivismus und seinem Bestreben, aus den falschen Gründen im Rampenlicht zu stehen, nicht einverstanden sein.
Die Marke Tesla befindet sich in Europa weiterhin im freien Fall, da die Verkaufszahlen im April in vier wichtigen europäischen Märkten für Elektrofahrzeuge (EV) für Elon Musks Unternehmen zweistellige Rückgänge verzeichneten.
Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass der Tesla-Chef aus den falschen Gründen im Rampenlicht stand und sein politischer Aktivismus den Markt enttäuscht hat. Europa ist nach China der zweitgrößte Markt für Elektrofahrzeuge.
Das europäische Geschäft verläuft für Tesla nicht erfreulich
Laut Fortunebefindet sich das Geschäft in Europa offenbar in einer ausgewachsenen Krise. Die Zulassungszahlen von Tesla-Fahrzeugen – die den Einzelhandelsverkäufen leicht hinterherhinken – setzten ihren Abwärtstrend mit einer zweistelligen Rate fort, sei es in Frankreich, Schweden, den Niederlanden oder der Schweiz.
In Frankreich sanken die Absatzzahlen im April um 59 % auf 863 Fahrzeuge. In Schweden gingen die Verkäufe um 81 % auf nur noch 203 Fahrzeuge zurück; dort gibt es einen Arbeitskampf zwischen Tesla und der örtlichen Gewerkschaft IF Metall.
In den Niederlandenverkaufte der Elektroautohersteller im April 382 Fahrzeuge, was einem Rückgang von 74 % entspricht. Ähnlich sah es in der Schweiz aus, wo nur 227 Fahrzeuge abgesetzt wurden, ein Minus von 50 %.
Diese Märkte sind vergleichsweise wohlhabend, verfügen über ein gut ausgebautes öffentliches Ladenetz für Elektrofahrzeuge und enjeine deutlich höhere Elektrofahrzeugdichte auf als Spanien, Italien oder der Großteil Osteuropas. Laut Fortune bieten sie Tesla damit die günstigsten Bedingungen.
Allerdings war nicht alles düster, denn es gab auch einen Lichtblick in Form von Norwegen, das ein Absatzwachstum von 12 % auf 976 Fahrzeuge verzeichnete.
In den ersten vier Monaten des Jahres belief sich die Gesamtzahl der von Tesla in allen fünf Märkten zugelassenen Fahrzeuge auf 19.771, was in etwa dem Absatz von zwei Wochen in China entspricht.
Hat Musk Tesla dauerhaften Schaden zugefügt?
Die Investoren von Tesla hatten gehofft, dass die historisch schwache Performance im ersten Quartal eine Ausnahme darstellte, bedingt durch den Wechsel von der älteren Version des Model Y, das seit 2021 in Europa auf dem Markt ist, zur neueren Version mit einem frischeren Design an Front und Heck.
Bislang gibt es jedoch kaum oder gar keine Anzeichen dafür, dass die neuere Version das Interesse an der Marke auf dem Kontinent neu entfachen wird.
Im Vorfeld der Markteinführung des „Juniper“-Derivats im März stellten alle vier Tesla-Werke im Februar ihre Model-Y-Montagelinien für Umrüstungen ein, was die Verfügbarkeit erheblich verringerte und in der Folge zu schwachen Ergebnissen im ersten Quartal führte.
Das Unternehmen verfehlte die Erwartungen der Wall Street, da es für das erste Quartal einen Umsatz von 19,34 Milliarden Dollar meldete, verglichen mit den von Analysten prognostizierten 21,37 Milliarden Dollar.
Während die Zahlen ein düsteres Bild für Tesla zeichnen, ist es wichtig zu beachten, dass mehrere Automobilmärkte ihre Zahlen noch nicht veröffentlicht haben, darunter Deutschland und Großbritannien, die den größten bzw. zweitgrößten Automobilmarkt in Europa darstellen.
Es gibt auch Bedenken, dass der Markt Musk gegenüber Missbilligung zeigt, der aus den falschen Gründen die Aufmerksamkeit der Medien auftrac, von Betrug bei Videospielen und Lügen darüber über Vorwürfe, er habe für einige seiner 14 Kinder keinen Kindesunterhalt gezahlt, bis hin zu Angriffen auf die Justiz einzuschränkendent Trump
Sein politischer Aktivismus in Europa stieß auch bei einheimischen Kunden auf Ablehnung. Berichten zufolge unterstützte er in Großbritannien rechtsextreme Persönlichkeiten wie Tommy Robinson, den Gründer der English Defence League – eine so extreme Figur, dass sich selbst Trumps Verbündeter Nigel Farage von ihm distanziert.
In Deutschland spielte sich eine ähnliche Situation ab, wo Musk Berichten zufolge die Alternative für Deutschland (AfD) bei den jüngsten Wahlen unterstützte. Die Partei wurde am Freitag als rechtsextrem eingestuft.
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Enacy Mapakame
Enacy Mapakame ist Journalistin mit über zehn Jahren Erfahrung im Bereich Wirtschafts- und Finanznachrichten. Sie berichtet über Kapitalmärkte und Zukunftstechnologien – Metaverse, KI und Kryptowährungen. Enacy besitzt einen Bachelor of Science (BSc) mit Auszeichnung in Medien- und Gesellschaftswissenschaften.
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