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Moody's ist sehr besorgt über die Weltwirtschaft – Warum?

In diesem Beitrag:

  • Moody's meldet einen deutlichen Anstieg der weltweiten Unternehmensinsolvenzen; die jährliche Zahl erreichte 159 – den höchsten Wert seit Beginn der COVID-19-Pandemie.
  • Der sprunghafte Anstieg der Zahlungsausfälle signalisiert Schwierigkeiten bei Unternehmen mit niedriger Bonität und hoher Verschuldung, insbesondere im Bereich der Unternehmensdienstleistungen und des Gesundheitswesens.
  • Steigende Zinssätze, von nahezu null auf über 5 %, haben den Druck auf Unternehmen mit variabel verzinsten Schulden verstärkt.

Achtung, Leute! Die Weltwirtschaft gleicht einer Achterbahn ohne Bremsen, und Moody's scheut sich nicht, Alarm zu schlagen. In letzter Zeit sind die weltweiten Unternehmensinsolvenzen sprunghaft angestiegen, was Ökonomen und Marktanalysten ratlos zurücklässt. Warum bereitet Moody's deswegen schlaflose Nächte? Schauen wir uns das genauer an.

Die Welle von Unternehmensinsolvenzen: Ein Warnsignal

Der Dezember brachte der Weltwirtschaft keine Feiertage, denn Moody's meldete einen besorgniserregenden Anstieg der Unternehmensinsolvenzen. Die Zahl erreichte im laufenden Jahr sage und schreibe 159 und übertraf damit die Höchststände der Wirtschaftskrise infolge der Coronavirus-Pandemie. Dies ist kein kleiner Ausrutscher, sondern ein ernsthafter Schlag für die wirtschaftliche Stabilität. Die Ausfallrate liegt nun bei besorgniserregenden 4,8 Prozent.

Mehr als nur eine Zahl: Dieser sprunghafte Anstieg der Zahlungsausfälle ist ein deutliches Signal für die Notlage von Unternehmen mit niedriger Bonität und hoher Verschuldung, die mit den hohen Finanzierungskosten zu kämpfen haben. Erinnern Sie sich noch, als wir dachten, die Zinsen würden dauerhaft nahe Null bleiben? Nun, sie sind auf über 5 Prozent gestiegen, und die Unternehmen spüren die Auswirkungen deutlich. Besonders betroffen sind die Branchen Unternehmensdienstleistungen und Gesundheitswesen, die im letzten Jahr die höchsten Ausfallzahlen verzeichneten. Diese Branchen ringen nach Luft, da die Kreditkosten, die sich parallel zu den Zinsen entwickeln, in die Höhe schnellen.

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Die Weltwirtschaft – Navigation in unbekannten Gewässern

Die Weltwirtschaft besteht nicht nur aus Zahlen und Prozentsätzen; sie ist ein komplexes Gebilde, beeinflusst vom Konsumverhalten, Marktprognosen und der oft undurchsichtigen Politik der Zentralbanken. Moody's ist nicht die einzige Ratingagentur mit einer düsteren Prognose; auch S&P Global Ratings warnt in ihrem Bericht vor einem alarmierenden Anstieg weltweiter Zahlungsausfälle.

Aber Moment mal, da ist noch mehr. Zwar enjdie Finanzmärkte Ende letzten Jahres eine kleine Erholung, doch diese war nur von kurzer Dauer. Der Junk-Bond-Spread in den USA, ein Indikator für den Aufschlag, den risikoreiche Kreditnehmer gegenüber sichereren Staatsanleihen zahlen, bleibt weiterhin gering. Was bedeutet das? Anleger könnten die Welt durch eine rosarote Brille sehen und die anhaltenden Unsicherheiten unterschätzen.

Und jetzt kommt der Clou: Moody's prognostiziert, dass die Zinssenkungen im Vergleich zu den rasanten Zinserhöhungen der letzten Zeit eher langsam vonstattengehen werden. Das bedeutet, dass hohe Zinsen uns noch länger begleiten könnten. Im Basisszenario der Agentur erreicht die globale Ausfallrate Anfang 2024 ihren Höchststand bei 4,9 Prozent und sinkt anschließend moderater und allmählicher.

Doch wir sollten die Lage nicht zu rosig darstellen. In einem extrem pessimistischen Szenario könnte die Ausfallrate auf erschreckende 11,5 Prozent ansteigen. Auch wenn sich der Lebensstandard aufgrund des sich verlangsamenden, aber weiterhin über dem Verbraucherpreiswachstum liegenden Lohnwachstums etwas erholen mag, ist der Weg nach vorn alles andere als einfach.

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Die Zentralbanken befinden sich in einer schwierigen Lage: Sie müssen die Inflation eindämmen, ohne die Wirtschaft in eine Abwärtsspirale zu stürzen. Die Europäische Zentralbank (EZB) beispielsweise hat es deutlich schwerer als ihre Pendants in den USA. Viele europäische Arbeitnehmer sind an mehrjährige Tarifverträge gebunden, die sich nur langsam an die Inflation der Vergangenheit anpassen, was die Aufgabe der EZB zusätzlich erschwert.

Moodys Besorgnis um die Weltwirtschaft ist kein unbegründeter Alarm. Steigende Ausfallraten, sich verschärfende Finanzbedingungen und das unsichere Tempo politischer Veränderungen zeichnen das Bild eines wirtschaftlichen Umfelds voller Herausforderungen. Mit Blick auf die Zukunft erscheint der Weg zu wirtschaftlicher Stabilität eher wie ein Labyrinth, in dem jede Abzweigung neue Hindernisse birgt.

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