Microsoft steht wegen KI-Dienstleistungen für Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie unter Beobachtung

- Microsoft hat Berichten zufolge Algorithmen entwickelt, die Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie dabei helfen sollen, ihre Produktion zu steigern.
- Whistleblower und ehemalige Mitarbeiter behaupten, die öffentlichen Nachhaltigkeitserklärungen des Unternehmens seien falsch.
- Die Emissionen von Microsoft sind seit der Verpflichtung des Unternehmens zur CO2-Negativierung im Jahr 2020 um bis zu 40 % gestiegen.
Microsoft, ein Unternehmen, das für sein öffentliches Engagement für den Umweltschutz bekannt ist, steht in der Kritik, weil es im Stillen KI-Dienstleistungen an fossile Brennstoffkonzerne verkauft.
Obwohl sich Microsoft verpflichtet hat, bis 2030 klimaneutral zu werden, arbeitet das Unternehmen weiterhin mit Ölkonzernen wie ExxonMobil und Chevron zusammen, um Letzteren KI-Technologien zur Verfügung zu stellen, die die Ölproduktion steigern.
Microsoft hat laut einem Bericht von Karen Hao im Magazin „The Atlantic“ Algorithmen entwickelt, die Ölkonzerne bei der Produktionssteigerung unterstützen sollen . Diese KI-Toolsdentdie vielversprechendsten Bohrzonen, um die Einnahmen von Unternehmen wie ExxonMobil zu maximieren. Dem Bericht zufolge schätzte Microsoft in einer Präsentation aus dem Jahr 2022, dass ExxonMobil durch den Einsatz seiner KI zusätzliche jährliche Einnahmen in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar erzielen könnte, wovon 600 Millionen US-Dollar auf eine verbesserte Energieeffizienz zurückzuführen wären.
Whistleblower decken Microsofts Partnerschaften mit Ölkonzernen auf
Während Microsoft seine KI öffentlich als Motor für Nachhaltigkeit bewirbt, bleibt die Zusammenarbeit mit Öl- und Gaskonzernen weitgehend unerwähnt. Wie im Bericht erwähnt, haben intern einige Mitarbeiter Bedenken hinsichtlich Microsofts Engagement in der fossilen Brennstoffindustrie geäußert.
Holly Alpine, ehemalige Programmmanagerin für Nachhaltigkeit bei Microsoft, die fast zehn Jahre für das Unternehmen tätig war, gehörte zu denen, die mit dem Vorgehen des Unternehmens zunehmend unzufrieden waren. Alpine, die sich heute gegen dietracfossiler Brennstoffe ausspricht, wies darauf hin, dass Microsofts öffentliche Position zu KI im Kontext von Nachhaltigkeit nicht die ganze Wahrheit widerspiegelt.
Microsofts Verpflichtung zur CO2-Negativierung steht im Konflikt mit Partnerschaften im Ölsektor
Obwohl Microsoft sich verpflichtet hat, bis 2030 klimaneutral zu werden, arbeitet das Unternehmen weiterhin mit der fossilen Brennstoffindustrie zusammen. Führungskräfte des Unternehmens haben erklärt, dass die von Microsoft bereitgestellten KI-Technologien diesen Unternehmen helfen können, Energiekosten und Emissionen zu senken, wodurch die Partnerschaft als Förderung nachhaltiger Entwicklung erscheint.
Laut aktuellen Statistiken sind die Emissionen von Microsoft seit der Verpflichtung zur Klimaneutralität im Jahr 2020 um bis zu 40 % gestiegen. Den größten Anteil machen die Scope-3-Emissionen aus, zu denen die von Microsoft gekauften Produkte und Dienstleistungen sowie die in seine Bauprojekte einfließenden Materialien gehören.
Im Jahr 2023 emittierte das Unternehmen 15,4 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent, das Fünffache der jährlichen Emissionen von Seattle. Microsoft hat kürzlich 10 Milliarden US-Dollar für Projekte im Bereich erneuerbarer Energien zugesagt. Google gab zudem bekannt , dass sein CO₂-Fußabdruck in den letzten fünf Jahren aufgrund des höheren Energieverbrauchs in seinen Rechenzentren um 50 % gestiegen ist. Dies, obwohl Google angekündigt hat, bis 2030 klimaneutral zu sein.
In seinem jährlichen Umweltbericht wies der Suchmaschinenriese nach, dass die Treibhausgasemissionen im Jahr 2023 um 13 % höher lagen als im Vorjahr und 14,3 Tonnen betrugen.
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Brenda Kanana
Brenda verfügt über mehr als vier Jahre Erfahrung in den Bereichen Kryptowährung, künstliche Intelligenz und Zukunftstechnologien. Sie arbeitete bereits für Zycrypto, Blockchain Reporter und The Coin Republic und ist nun bei Cryptopolitan tätig. Ihr Soziologiestudium an der Technischen Universität Mombasa ermöglicht es ihr, stets am Puls ihrer Leserschaft zu sein.
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