Meta, ehemals Facebook, hat in einem ambitionierten Schritt zur Erweiterung seines Metaverse die Ausweitung seiner Horizon Worlds angekündigt. Diese Plattform soll nicht nur der virtuellen Realität vorbehalten sein, sondern auch Smartphone- und Desktop-Nutzern offenstehen. Dieser Schritt, der die umfassende Vision von Meta-CEO Mark Zuckerberg für ein inklusiveres Metaverse , erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Technikbegeisterte und Analysten den Wettlauf um die Vorherrschaft im virtuellen Raum genau beobachten.
Den Horizont erweitern
Meta kündigte in einem Blogbeitrag vom 15. September den Early-Access-Start von Horizon Worlds für mobile und Web-Plattformen an. Dieser Schritt macht das Spielerlebnis, das bisher VR-Headset- , einem breiteren Publikum zugänglich und könnte die Plattform grundlegend verändern.
Das erste verfügbare Spiel für die neu unterstützten Plattformen ist „Super Rumble“, ein Free-for-All-Shooter. Super Rumble wurde Ende Juli veröffentlicht und bietet rasante, adrenalingeladene Fünf-Minuten-Matches, in denen zwei bis sechs Spieler in virtuellen Kämpfen gegeneinander antreten können. Dies ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs, denn Meta hat für die kommenden Monate weitere interaktive Welten und Erlebnisse angekündigt.
Das Unternehmen hat sich für einen stufenweisen Rollout entschieden und gewährt zunächst nur wenigen ausgewählten Nutzern sofortigen Zugriff über das Web und die Meta Quest App für Android. Apple-Nutzer müssen sich jedoch nicht lange gedulden, denn die iOS-Version wird in den kommenden Wochen veröffentlicht. Laut Meta ist das Ziel, „den [Frühzugang] schrittweise für mehr Nutzer freizugeben, während wir Feedback sammeln und die Nutzererfahrung weiterentwickeln“. Ihr Leitbild findet in der Tech-Community großen Anklang: „Das Metaverse sollte für alle zugänglich sein – unabhängig vom verwendeten Gerät.“
Vergleichende Nutzerreisen und Nutzererweiterung
Während Meta mit Horizon Worlds den Weg von VR zu Web und Mobilgeräten beschritten hat, gingen andere Wettbewerber in diesem Bereich, insbesondere Blockchain-basierte Metaverse-Plattformen wie Decentraland und The Sandbox, einen anderen Weg. Beide begannen als speziell für PC und Web entwickelte Anwendungen: Decentraland präsentierte seine browserbasierte 3D-Welt bereits im Februar 2020, gefolgt von der Alpha-Version von The Sandbox im November 2021. Bemerkenswert ist, dass beide bisher noch keinen offiziellen VR-Einstieg gewagt haben.
Was die Nutzerbasis angeht, hält sich das Unternehmen bedeckt und veröffentlicht keine offiziellen Daten zu monatlich aktiven Nutzern. Ein Bericht des Wall Street Journal vom Oktober 2022 ging jedoch von weniger als 200.000 aktiven Nutzern aus. Diese Zahl könnte durch Metas Expansionsstrategien deutlich steigen, insbesondere da die Plattform bereits in mehreren Ländern, darunter Kanada, Frankreich, Island, Irland, Spanien, Großbritannien und den USA, verfügbar ist.
Mit den Beinen nach vorne treten
Ein ebenso amüsantes wie wichtiges Update bereicherte die jüngsten Verbesserungen von Horizon Worlds. Die Avatare im virtuellen Raum verfügen nun über virtuelle Beine – ein Feature, das sich Nutzer und Kritiker gleichermaßen lange gewünscht hatten. Beobachter hatten Zuckerberg und Meta zuvor für dieses Versäumnis kritisiert und humorvoll angemerkt, dass ihre Avatare trotz hoher Investitionen „unvollständig“ wirkten.
Während der Connect 2022-Veranstaltung ging Meta auf diese Bedenken ein und versicherte den Nutzern, dass ein Update im Jahr 2023 das Problem beheben würde. Wie versprochen, wurde die Funktion mit den Beinen vor einigen Wochen testweise in der Quest Home-App eingeführt. Nun berichten Nutzer mit wachsender Begeisterung, dass die lang ersehnten Beine auch in der Horizon Worlds -App zu sehen sind.
Abschluss
Da die Grenzen zwischen Realität und virtueller Welt immer mehr verschwimmen, bieten Metas Bemühungen, den Zugang zu seinen Horizon Worlds zu erweitern, einen faszinierenden Einblick in eine Zukunft, in der digitale Räume genauso integraler Bestandteil unserer Erfahrungen sind wie die physische Welt. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Plattformen im Zuge dieses Wandels entwickeln, interagieren und unser digitales Leben verändern werden.
Meta's Horizon Worlds erweitert seine Reichweite auf Mobilgeräte und das Web