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Meta und Amazon werden von Trumps Zöllen hart getroffen, während Tech-Aktien einbrechen

VonNellius IreneNellius Irene
3 Minuten Lesezeit
Meta und Amazon werden von Trumps Zöllen hart getroffen, während die Kurse von Technologieaktien einbrechen.
  • Meta und Amazon sind durch die neuen Zölle gefährdet, da sie stark von Werbeeinnahmen chinesischer Verkäufer abhängig sind.
  • Amazon ist auf chinesische Händler angewiesen, die fast die Hälfte seiner Top-Verkäufer ausmachen, und viele dieser Händler nutzen Amazons Werbesystem, um US-amerikanische Käufer gezielt anzusprechen.
  • Disney, Warner Bros. Discovery und Netflix könnten vor Herausforderungen stehen, da die durch die Zölle bedingten geringeren Konsumausgaben sich auf Direktkäufe und Werbeeinnahmen auswirken könnten.

Meta und Amazon gehören zu den größten Leidtragenden der kürzlich von Ex-dent Donald Trump angekündigten Grundzölle von 10 % auf alle Importe. 

China wird mit einer noch höheren Abgabe von 54 % belegt. Die Ankündigung ließ die Kurse von Technologieaktien einbrechen, und Analysten warnten vor weitreichenden Störungen im Bereich der digitalen Werbung, des Einzelhandels und der Lieferketten im Allgemeinen.

Meta und Amazon sind gefährdet, da Zölle das chinesische Werbeökosystem bedrohen

Die umfassenden Zölle, die alle aus dem Ausland in die USA eingeführten Produkte betreffen, stellen eine erhebliche Gefahr für Unternehmen wie Meta und Amazon dar, die zunehmend auf Werbung chinesischer Händler und Marken angewiesen sind. Meta beispielsweise erzielt laut dem erfahrenen Werbeanalysten Brian Wieser Einnahmen von rund 10 Milliarden US-Dollar durch internationale Werbekunden, hauptsächlich aus China.

verantwortlich sind umsatzstärksten Produkte Viele dieser Händler nutzen Amazons Werbeökosystem, um ihre Produkte gezielt amerikanischen Käufern anzubieten – einer Branche, die nun von Umbrüchen bedroht ist.

„Die größten Verlierer werden derzeit Unternehmen sein, die auf chinesischer Werbung basieren: soziale Medien und Einzelhandelsmedien“, sagte Eric Haggstrom, Direktor für Marktforschung bei Advertiser Perceptions. 

Er fügte hinzu, dass die unmittelbarsten Auswirkungen wahrscheinlich in Kategorien wie Bekleidung und Haushaltswaren zu spüren sein würden, wo chinesische Verkäufer eine Schlüsselrolle spielen.

Das digitale Werbeökosystem steht vor Umbrüchen, da Zölle die Ausgaben beeinflussen und Prioritäten verschieben

Werbeanalysten gehen davon aus, dass die Zölle die gesamte digitale Werbelandschaft erschüttern werden. Da viele Konsumgüter in China und Vietnam hergestellt werden, könnten Unternehmen wie Meta und Amazon ihre Werbeausgaben angesichts der höheren Preise reduzieren.

Etablierte, werbefinanzierte Plattformen wie Meta, Amazon und Google gelten jedoch dank ihrer Größe, präzisen Zielgruppenansprache und messbaren Ergebnisse als widerstandsfähig. „Die Medienanbieter im Einzelhandel werden weiterhin erfolgreich sein“, so Nadja Bellan-White, CEO der M+C Saatchi Group. Sie fügte jedoch hinzu, dass Werbetreibende künftig klarere Renditegarantien erwarten würden.

Pinterest, Reddit und Snap sind laut Analysten von NewStreet Research am stärksten gefährdet, da ihnen die Reichweite und Bekanntheit von Meta und Google bei Werbetreibenden fehlt. Reddit verfügt über Nischen-Communities, die für Marken schwerer zu erreichen sind, was hier potenziell zu einer leichteren Möglichkeit für Budgetkürzungen führt.

Mediengiganten und digitale Plattformen sehen sich angesichts drohender Zölle mit wirtschaftlicher Unsicherheit konfrontiert

Auch Branchen außerhalb des Technologiesektors bereiten sich auf die Folgen vor, da Medien- und Unterhaltungsunternehmen auf die Nachricht reagieren. Disney, Warner Bros. Discovery (WBD) und Netflix verzeichneten nach der Ankündigung der Zölle gemischte Kursverluste. Analysten von Morningstar warnten, dass die durch den Handelskrieg verursachte Konjunkturschwäche die Konsumausgaben belasten und damit Unternehmen schaden könnte, die sowohl von direkten Kundenkäufen als auch von Werbeeinnahmen abhängig sind.

Disneys Themenparks und Erlebnisgeschäfte, ein wichtiger Gewinnbringer, könnten unter einer Rezession nach Einführung der Zölle leiden, was zu sinkenden Besucherzahlen führen könnte. Das Streaming-Geschäft wächst jedoch, was die Auswirkungen etwas abmildern könnte. Auch WBD könnte durch jüngste Streaming-Gewinne werbebedingte Verluste ausgleichen, allerdings ist das Unternehmen hoch verschuldet und daher anfälliger für eine Verschärfung der Kreditmärkte.

Obwohl Netflix nicht auf physische Produkte angewiesen ist, könnte das Wachstum in Europa durch Vergeltungszölle beeinträchtigt werden. Analysten von Bernstein wiesen auf die Gefahr hin, dass Europa mit Maßnahmen reagieren könnte, die Netflix' dominante Stellung in den größten Streaming-Märkten des Kontinents gefährden würden.

Eine der größten Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Zöllen betrifft die Zukunft von TikTok. Trump, bekannt als „Zollmann“, hat angedeutet, er könne die Zölle nutzen, um China zum Verkauf der App zu bewegen. TikTok hat seine Effektivität als Werbeplattform unter Beweis gestellt. Viele Marken zögern jedoch weiterhin, in die Plattform zu investieren, vermutlich aus Angst vor regulatorischen Prüfungen und einem möglichen Verbot in den USA.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Nellius Irene

Nellius Irene

Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.

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