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Wen interessiert es, ob Spot Bitcoin -ETFs ein hohes Handelsvolumen aufweisen?

VonJai HamidJai Hamid
2 Minuten Lesezeit
Wen interessiert es, ob Spot Bitcoin -ETFs ein hohes Handelsvolumen aufweisen?
  • Ein hohes Handelsvolumen bei Spot- Bitcoin -ETFs bedeutet nicht zwangsläufig eintronInteresse der Anleger.
  • Greg Cipolaro von NYDIG hebt den Irrglauben hervor, dass Handelsvolumen gleich Fondszuflüssen sei.
  • Grayscales Bitcoin Trust verzeichnete zwar ein hohes Handelsvolumen, verlor aber über 7 Milliarden Dollar, was zeigt, dass das Handelsvolumen kein verlässlicher Erfolgsindikator ist.

So ziemlich jeder in der Krypto-Community spricht über diese neumodischen Bitcoin Spot-ETFs, die mit ihren enormen Handelszahlen die Börsen erobern. Hohes Handelsvolumen, so heißt es, signalisiert großes Interesse von Investoren, oder? Nun ja … das ist nicht die ganze Wahrheit, oder? Tauchen wir tiefer in diese Materie ein und sehen wir, was wirklich dahintersteckt. Denn Zahlen auf einem Bildschirm erzählen nicht immer die ganze Geschichte.

Greg Cipolaro, der brillante Forschungsleiter von NYDIG, hat uns letzten Freitag mit einigen wichtigen Erkenntnissen überrascht. Seiner Meinung nach ist es völlig falsch, sich bei der Prognose von Kapitalflüssen auf das tägliche Handelsvolumen zu verlassen. Das ist, als würde man annehmen, der Lauteste im Raum sei der Klügste – ein Trugschluss.

Nehmen wir beispielsweise Grayscales Bitcoin Trust (GBTC). Dieser Gigant war in puncto Handelsvolumen unangefochten an der Spitze und verzeichnete seit dem Start der ETFs am 11. Januar über 20 Milliarden US-Dollar an Transaktionen. Doch hier liegt das Problem: Trotz dieses massiven Handelsrausches brachen die Vermögenswerte von GBTC ein und verloren über 7 Milliarden US-Dollar. Wenn das nicht nach „fehlender Verbindung“ schreit, dann weiß ich auch nicht.

Kommen wir nun zum Wesentlichen. Cipolaro schlägt vor, anstatt sich von den Handelsvolumina beeindrucken zu lassen, die Umschlagshäufigkeit genauer zu betrachten. Diese praktische Kennzahl berechnet sich, indem das Handelsvolumen durch den Nettoinventarwert des Fonds geteilt wird. Sie dient quasi als Indikator dafür, wie viel vom Fondsvermögen an einem bestimmten Tag gehandelt wird.

Insgesamt bewegt sich der Bitcoin -ETF-Markt mit einer Umschlagshäufigkeit von 5,3 %. Doch erst bei den Extremwerten wird es richtig spannend. Valkyrie (BRRR) und GBTC sind mit 2,2 % bzw. 2,4 % die unscheinbarsten ETFs. Ark 21 (ARKB) hingegen ist der absolute Renner mit einer Umschlagshäufigkeit von 11,3 %. Und von WisdomTree (BTCW) will ich gar nicht erst anfangen – dieser kleine ETF mit einem verwalteten Vermögen von nur rund 30 Millionen US-Dollar legte innerhalb von fünf Tagen eine unglaubliche Umschlagshäufigkeit von 205 % hin.

Das Thema Umschlagshäufigkeit ist nicht auf Bitcoin -ETFs beschränkt. Auch die S&P-500-ETFs weisen einige Besonderheiten auf. Cipolaro vermutet, dass der Optionsmarkt diese Anomalien aufklären könnte. Und falls Optionen für diese Bitcoin -ETFs zugelassen werden, könnte sich die Situation hinsichtlich der Umschlagshäufigkeit grundlegend verändern.

Das Handelsvolumen mag zwar für Schlagzeilen und Aufsehen sorgen, ist aber nicht der alleinige Indikator für das Anlegerverhalten. Es ist, als würde man ein Buch nach seinem Einband oder einen Film nach dem Trailer beurteilen. Sicher, es vermittelt einen ersten Eindruck, doch die wahren Erkenntnisse liegen im Detail – in den Umschlagshäufigkeiten, den Mittelzu- und -abflüssen.

Na ja, wen interessiert es schon, ob Spot- Bitcoin -ETFs ein hohes Handelsvolumen aufweisen?

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Haftungsausschluss: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitanübernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent /oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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