In seinem Auftritt in der „Weekly Show with Jon Stewart“ machte der milliardenschwere Tech-Mogul und ehemalige Besitzer der Dallas Mavericks, Mark Cuban, einen einzigen Grund für die Wahlniederlage seiner Freundin Kamala Harris verantwortlich: das Ignorieren der Krypto-Community.
„Kryptowährungen spielten dabei eine große Rolle“, sagte Mark. „Viele junge Männer haben gegen Kamala gestimmt.“ Er verriet, dass er Kamala Monate vor der Wahl gewarnt hatte und ihr gesagt hatte, dass sie eine der leidenschaftlichsten Wählergruppen verprellen würde, wenn sie Kryptowährungen nicht verstünde und nicht unterstütze.
Kamala hörte jedoch nicht zu. Die Haltung ihrer Regierung zu Kryptowährungen, argumentierte Mark, trieb junge männliche Wähler zu Donald Trump, der ihre Frustration ausnutzte.
Mark kritisierte auch den scheidenden SEC-Vorsitzenden Gary Gensler scharf. Er sagte, die aggressive Kryptopolitik der Regierung, die von Gary maßgeblich vorangetrieben wurde, sei verheerend für Kamalas Wahlkampf gewesen.
Kamala war das einfach egal
„Krypto ist ihre Familie“, erklärte Mark im Podcast. „Diese Leute halten nicht einfach nur Bitcoin; sie entwickeln Projekte, treten DAOs bei und beteiligen sich aktiv an dezentralen Ökosystemen.“
Stattdessen verschärfte die Regierung die Regulierungen. „Die jungen Leute haben es satt, ignoriert zu werden. Sie sahen in Trump denjenigen, der nicht zerstören würde, was sie aufbauen.“
Kamalas Verhältnis zu Kryptowährungen war bestenfalls uneinheitlich. Ihre ersten öffentlichen Äußerungen zu diesem Thema fielen im September 2024 während einer Spendenveranstaltung in New York City. Dort sprach sie über die Wichtigkeit des Verbraucherschutzes bei gleichzeitiger Förderung technologischer Innovationen.
Es war ein kalkulierter Versuch, einen Mittelweg zu finden, doch Mark sah darin eine verpasste Chance, wirklich mit den Wählern in Kontakt zu treten. Im Oktober präsentierte Kamalas Wahlkampfteam eine umfassendere Wirtschaftsvision namens „Chancenökonomie“
Der Plan sah Blockchain und Kryptowährungen als Instrumente zur finanziellen Selbstbestimmung vor, insbesondere für Afroamerikaner, von denen 20 % bereits Erfahrungen mit Kryptowährungen gesammelt hatten. Kritiker bemängelten jedoch die vage Formulierung ihrer Vorschläge und den Mangel an Präzision, den die Community fordert.
Kamalas Team versuchte, schwarze männliche Wähler anzusprechen, eine Wählergruppe, in der sie gegenüber Trump an Zustimmung verlor. Sie stellten Kryptowährungen als Mittel zur Förderung von Unternehmertum und finanzieller Inklusion dar.
Ihre weitergehenden politischen Maßnahmen – darunter die Legalisierung von Marihuana und die Unterstützung kleiner Unternehmen – reichten jedoch nicht aus, um das Blatt zu wenden. Mark ist überzeugt, dass dies daran lag, dass die Maßnahmen ihrer Regierung im Bereich Kryptowährungen deutlicher sprachen als ihre Wahlkampfversprechen.
Mark Cuban bringt Jon Stewart die Grundlagen der Kryptographie bei
Während Marks Frustration über Kamala das Gespräch dominierte, nahm er sich auch Zeit, Jon Stewart die Grundlagen von Kryptowährungen zu erklären.
Der Komiker gab bereits zu Beginn des Interviews zu, dass er weder Blockchain noch Kryptowährungen verstehe und bezeichnete digitale Token als kaum mehr als Glücksspiel.
Mark nutzte die Gelegenheit, es genauer zu erklären. Er bezeichnete Bitcoin als „digitales Gold“ und betonte dessen begrenztes Angebot und seine Fähigkeit, als Wertspeicher zu dienen.
Mark wies auch auf das Potenzial der Blockchain-Technologie hin, den Finanzierungsbereich zu revolutionieren, kritisierte aber gleichzeitig die Regierung für ihre zögerliche Anpassung. „Die Einstufung von Token als Wertpapiere durch die SEC ist absurd“, sagte Mark. „Sie schaffen Hürden statt Chancen.“
Stewart scherzte, die Diskussion habe sich wie ein Schnellkurs in Kryptowährungen angefühlt. „Das ist digitale Währung für Dummies“, witzelte . „Ich kannte mich damit wirklich nicht so gut aus und möchte es besser verstehen.“

