- Die US-Notenbank Federal Reserve prüft ihre Bilanzsumme von 7,5 Billionen Dollar mit dem Ziel, diese zu reduzieren, ohne eine Finanzkrise auszulösen.
- Seit 2022 lässt die Zentralbank monatlich Staatsanleihen und von staatlichen Stellen besicherte Hypothekenschulden im Wert von 95 Milliarden Dollar auslaufen – ein Vorgang, der als quantitative Straffung bezeichnet wird.
- Diese Strategie birgt jedoch Risiken hinsichtlich der Liquidität und der Gefahr von Marktstörungen, ähnlich denen im Jahr 2019.
Die Bilanz der US-Notenbank steht unter genauer Beobachtung, und das aus gutem Grund. Sie ist ein gigantisches 7,5-Billionen-Dollar-Budget, das sowohl politischen Entscheidungsträgern als auch Marktbeobachtern Kopfzerbrechen bereitet. Tauchen wir tiefer ein, nicht wahr? Denn, meine Güte, da gibt es einiges zu analysieren.
Seit 2022 verfolgt die US-Notenbank (Fed) das Ziel, die überschüssige cashim Finanzsystem abzubauen. Monatlich lassen sie Staatsanleihen im Wert von 60 Milliarden US-Dollar und hypothekengesicherte Schuldtitel im Wert von 35 Milliarden US-Dollar ohne Verlängerung auslaufen. Diese Maßnahme, bekannt als quantitative Straffung, kann nicht ewig fortgesetzt werden – das ist keine bloße Behauptung, sondern eine Tatsache.
Die tickende Zeitbombe
Warum sticht die US-Notenbank jetzt ins Wespennest, fragen Sie sich? Ganz einfach. Sie versucht, einen Markteinbruch wie 2019 zu vermeiden, als ihr letzter Versuch, die Bilanzsumme zu reduzieren, in einer Liquiditätskrise endete. Damals schüttete sie lediglich 50 Milliarden Dollar pro Monat ab – ein Klacks im Vergleich zu den heutigen Zahlen. Dennoch tobte der Markt, die Kreditzinsen schossen in die Höhe, und die Fed versuchte verzweifelt, die Lage zu beruhigen.
Trotz der forschen Ankündigungen der Fed liegt diesmal ein Hauch von Vorsicht in der Luft. Die Geister des Jahres 2019 spuken in den Hallen der Federal Reserve, und Lorie Logan von der Federal Reserve Bank of Dallas deutet ein langsameres Tempo beim Bilanzabbau an. Doch der Haken an der Sache ist: Niemand weiß, wann dieser Kurswechsel erfolgen wird – ein wahrhaft finanzielles Rätsel.
Fed wandelt auf einem Drahtseil
Was bereitet den Fed-Spitzen also schlaflose Nächte? Es ist die Angst, unbeabsichtigt Marktchaos auszulösen. Der Grat zwischen Bilanzreduzierung und der Erstickung des Liquiditätsmarktes ist schmal. Da die Steuersaison die Pläne durcheinanderbringt und die cash des Finanzministeriums schwanken, ist der Zeitpunkt für mögliche Änderungen des Abbautempos völlig unklar.
Trotz der Unsicherheit sind manche optimistisch, dass die Fed diesen Balanceakt bis 2025 durchhalten kann. Doch es gibt einen Haken: Der Liquiditätsbedarf des Finanzsystems ist unstillbar. Banken, stets vorsichtig, horten Reserven in Hülle und Fülle und sind bereit, hohe Summen für die Sicherung ihrer cash zu zahlen. Diese Hortungswut könnte die kurzfristigen Zinsen in die Höhe treiben und den Zielkorridor der Fed drastisch verengen.
Der Begriff des „optimalen Reserveniveaus“ ist so schwer fassbar wie ein Einhorn, die Schätzungen gehen weit auseinander. Jerome Powell und seine Berater haben zwar angedeutet, einen Puffer anlegen zu wollen, aber keine konkrete Zahl genannt. Gleichzeitig unterliegt die Fazilität für umgekehrte Rückkaufvereinbarungen (Reverse Repurchase Agreements), der Liquiditätsindikator des Marktes, starken Schwankungen, was die Balanceakte der Fed zusätzlich erschwert.
Wo stehen wir also nun? In einer Phase der Ungewissheit. Die US-Notenbank (Fed) begibt sich auf unbekanntes Terrain, und jeder Schritt wird von einem nervösen Markt genauestens beobachtet. Die Bilanzreduzierung ist ein notwendiges Übel, doch der Weg dorthin, ohne Marktturbulenzen auszulösen, ist mit zahlreichen Herausforderungen verbunden.
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