Malediven werden den US-Dollar für Handelsabkommen dauerhaft abschaffen

Die Malediven verhandeln mit Indien und China über die Umstellung des Handels auf lokale Währungen anstelle des US-Dollars.
Diese Umstellung könnte die Dominanz des US-Dollars im internationalen Handel schwächen.
Die Malediven importieren jährlich Waren im Wert von 780 Millionen US-Dollar aus Indien und planen, in maledivischen Rufiyaa zu bezahlen.
Die Malediven stellen den Status quo in Frage und treiben Pläne voran, den US-Dollar zugunsten lokaler Währungen für ihre wichtigsten Handelsaktivitäten, insbesondere mit den Wirtschaftsmächten Indien und China, aufzugeben.
Dieser Inselstaat, ein Touristenmagnet, bietet längst nicht mehr nur Sonne, Strand und Meer. Er steht kurz vor einer wirtschaftlichen Entscheidung, die die Weltwirtschaft, wie wir sie kennen, grundlegend verändern könnte.
Und jetzt kommt's: Die Malediven exportieren jährlich satte 780 Millionen Dollar nach Indien für Importe. Statt in Dollar zu zahlen, verhandeln sie nun darüber, ihre eigene Währung, die maledivische Rufiyaa, zu verwenden. Das ist ein Wendepunkt für die Handelsdynamik und könnte die Dominanz des US-Dollars auf den globalen Märkten finanziell gefährden.
Veränderte Rahmenbedingungen im Welthandel
Mohamed Saeed, der maledivische Minister für wirtschaftliche Entwicklung, deutete diesen finanziellen Kurswechsel deutlich an. Seinen Angaben zufolge besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Zahlungen künftig in anderen Währungen als dem US-Dollar erfolgen werden. „Die Entscheidung, lokale Währungen anstelle des US-Dollars zu akzeptieren, liegt nun beim BRICS-Mitglied Indien“, erklärte er und unterstrich damit die zentrale Rolle Indiens bei dieser finanziellen Neuausrichtung.
Dies ist keine spontane Entscheidung. Die Grundlage dafür wurde bereits 2023 gelegt, als Indien die Einrichtung spezieller Vostro-Bankkonten auf den Malediven genehmigte. Die indische Zentralbank (RBI) fördert die indische Rupie in bilateralen Abkommen, was auf ein gemeinsames Einverständnis bei der Abkehr vom Dollar hindeutet.
Darüber hinaus wird erwartet, dass der BRICS-Gipfel 2024, der im Oktober in der russischen Region Kasan stattfinden soll, diese „Entdollarisierung“ vorantreiben wird. Mit potenziellen neuen Mitgliedern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten, Iran und Äthiopien sowie, falls diese zustimmen, sogar Saudi-Arabien, dürfte der Gipfel ein bedeutendes Ereignis der Weltwirtschaft werden.
Der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow deutete „historische Meilensteine“ an und betonte, dasstronBündnis auf eine multipolare Welt hinarbeite, in der die Abhängigkeit vom US-Dollar abnehme.
„Die BRICS-Staaten bewegen sich schrittweise auf den Erfolg zu. Davon bin ich absolut überzeugt“, erklärte Ryabkov und spiegelte damittronStimmung innerhalb des Blocks wider, die Abhängigkeit vom Dollar zu verringern.
Die Weltwirtschaft und die BRICS-Expansion
der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2024 eine stetige globale Wachstumsrate von 3,2 %, wobei die Prognosen für einzelne wichtige Nationen unterschiedlich ausfallen.
Während die G7-Staaten unterschiedliche Entwicklungen erleben, rechnen BRICS-Staaten wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Südafrika mit höheren Wachstumsraten als im Vorjahr.
Im Gegensatz dazu verzeichnen Wirtschaftsmächte wie China und Indien einen leichten Rückgang gegenüber ihren vorherigen Wachstumszahlen, wobei China um 0,6 Prozentpunkte und Indien um einen ganzen Prozentpunkt langsamer wächst.

Trotz dieser Unterschiede sind die BRICS-Staaten, deren kombiniertes BIP zwar deutlich niedriger ist als das der G7, aber schneller wächst, auf dem besten Weg, die G7 in Bezug auf die Wirtschaftskraft innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte möglicherweise zu überholen.
Die Erweiterung der BRICS-Staaten hat ihre Herausforderungen mit sich gebracht. Argentinien lehnte Ende Dezember eine Einladung zum Beitritt ab, während Saudi-Arabien weiterhin unentschlossen ist.
Die südafrikanische Außenministerin Naledi Pandor merkte jedoch an, dass 34 Länder Interesse an einem Beitritt zu BRICS gezeigt hätten, was auf einen wachsenden Einfluss und eine zunehmende Attraktivität des Staatenbundes auf der globalen Bühne hindeute.
Alle Augen richten sich nun auf den bevorstehenden BRICS-Gipfel in Kasan, der vom 22. bis 24. Oktober stattfindet. Er gilt als defiund könnte neue Mitglieder in die BRICS-Staaten bringen sowie den Wandel hin zu einer multipolaren Wirtschaftswelt, in der der US-Dollar nicht mehr die alleinige Währungsmacht ist, weiter festigen.
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