Laut einer Pressemitteilung des estnischen Beratungsunternehmens EESTI CONSULTING OU ist der Erhalt einer Kryptowährungslizenz in der Region aufgrund der sehr strengen Vorschriften der lokalen Regierung nahezu unmöglich geworden.
Das Lizenzierungsverfahren in der EU ist seit geraumer Zeit ein sehr kontroverses Thema. Gibraltar und die Schweiz . Aufgrund des offenen Marktes ist es jedoch unerlässlich, dass Unternehmen mehrere Lizenzen erwerben, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
Die estnische Regierung hat am 3. Mai, also vor etwa zwei Wochen, Änderungen am Lizenzierungsverfahren vorgenommen. Diese Änderungen führten zu zahlreichen zusätzlichen formalen Auflagen, die Unternehmen stark belasten. Dauerte die Lizenzbeantragung vor der Änderung rund einen Monat, so dauert sie nun etwas mehr als drei Monate. Dies erhöht die Kosten und verringert die Einnahmen – eine Albtraumsituation für jedes Unternehmen.
Einzelheiten der Verordnung
Die Verordnung besagt außerdem, dass Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Hauptsitz des Unternehmens in Estland sein müssen, damit dieses überhaupt eine Chance auf eine Lizenz hat. Da dies auch in traditionellen Finanzmärkten üblich ist, wird erwartet, dass eine weitere Änderung vorgenommen wird, die Unternehmen dazu verpflichtet, einheimische Fachkräfte für Führungspositionen einzustellen. Für Estland mag dies aufgrund seiner hohen Technologieaffinität relativ einfach sein, doch es ist ein zusätzlicher Schlag ins Gesicht. Auch die Lizenzgebühren wurden drastisch erhöht. Vor nur einem Monat lagen sie noch bei etwa 400 US-Dollar, jetzt müssen Unternehmen fast 4.000 US-Dollar zahlen – eine Steigerung um fast 1000 %!
Estland geriet kürzlich wegen eines Bankenskandals mit Beteiligung mehrerer ausländischer Unternehmen in die Schlagzeilen. Der Finanzminister erklärte, das Land habe aus dem Skandal gelernt und werde alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.
Laut EESTI CONSULTING OU stellt diese Änderung des Regulierungsverfahrens lediglich eine unnötige Hürde für angehende Krypto-Unternehmen und Startups im Land dar. Ihre Kritik ist durchaus berechtigt, da sie defiviele Geschäftsleute davon abhalten wird, überhaupt eine Expansion nach Estland in Erwägung zu ziehen.
Wir müssen hoffen, dass dies nicht zu einer Standardregel der EAA wird.
Estlands Krypto-Unternehmen sehen sich angesichts strengerer regulatorischer Rahmenbedingungen mit einem Rückgang von 80 % konfrontiert