Klarna kooperiert mit Coinbase, um institutionelle Stablecoin-Einlagen zu ermöglichen. Das Zahlungs- und Kreditunternehmen wird USDC als Finanzierungsquelle für seine Kredite hinzufügen.
Klarna hat angekündigt, Einzahlungen in USDC zu ermöglichen, was durch eine Partnerschaft mit Coinbase realisiert wird. Die Zahlungs- und Kreditplattform wendet sich an Großinvestoren von Stablecoins, um deren Liquidität in ihr Portfolio aufzunehmen.
Krypto-News der Extraklasse! Klarna bietet ab sofort USDC-Zahlungen über Coinbase und erschließt damit einen völlig neuen Pool institutioneller Investoren. Ein wichtiger Schritt hin zu einem diversifizierteren, digitalisierten Finanzierungsmodell. Die Finanzwelt entwickelt sich weiter!
– Klarna (@Klarna) 19. Dezember 2025
Die Ankündigung erfolgt nur wenige Wochen, nachdem Klarna Pläne zur Einführung eines eigenen, an US-Dollar gekoppelten Stablecoins bekannt gegeben hat. USDC könnte jedoch bereits früher zum Einsatz kommen und dabei die bestehende Infrastruktur von Coinbase Custody nutzen. USDC gehörte 2025 zu den am schnellsten wachsenden Stablecoins und konnte sein Angebot in den letzten zwölf Monaten von 42 Milliarden auf über 78 Milliarden Token ausweiten.
Klarna hat sich bisher von Kryptowährungen distanziert und stattdessen seine eigene Präsenz und Marke im Bereich der Konsumkredite und Ratenzahlungen aufgebaut. Diesmal wandte sich Klarna nicht an Krypto-Händler, sondern zielte darauf ab, Großinvestoren von Stablecoins zu gewinnen.
Das Geschäftsmodell von Klarna basiert auf dem Angebot von zinslosen Krediten im Rahmen von „Jetzt kaufen, später zahlen“-Angeboten (BNPL) für Konsumgüter.
Klarna nimmt USDC als Kapitalquelle auf
Im Jahr 2025 suchten Stablecoin-Inhaber nach verschiedenen Renditequellen und investierten ihre Vermögenswerte in DeFi Vaults mit unterschiedlichen Risikostufen. Klarna könnte USDC-Inhabern ein deutlich geringeres Risiko bieten. Der verfügbare Stablecoin-Pool könnte Teil des regulären Kapitalpools von Klarna werden.
Klarna nutzt Kapital, das über seine Banksparte erworben wird, indem es direkte Einlagen entgegennimmt oder Anleihen ausgibt.
„Stablecoins verbinden uns mit einer völlig neuen Klasse institutioneller Anleger“, sagte Niclas Neglén, Finanzvorstand von Klarna, in einer Stellungnahme.
USDC-Einlagen sind so nah wie möglich an direkter Fiat-Liquidität, da der Stablecoin für den US-Markt vollständig reguliert ist. Klarna und viele andere Fintech-Apps verzichten derzeit auf kryptobesicherte Stablecoins.
Coinbase verwahrt über Coinbase Custody Vermögenswerte im Auftrag Dritter. Stand Dezember 2025 hält die Plattform USDC im Wert von rund 50 Millionen US-Dollar . Der Stablecoin USDC ist breit gestreut und nicht auf wenige Top-Adressen konzentriert. Er wird sowohl von Krypto-Insidern als auch von Institutionen häufig genutzt.
Die Einbindung von Klarna könnte bestehenden Plattformen Liquidität entziehen. Die Partnerschaft ist ein Beispiel für die jüngsten Überschneidungen zwischen traditionellem und Mainstream-Finanzwesen. Circle schließt zudem die Lücke zwischen Fintech und Krypto-Insideraktivitäten und erwartet bis 2025 ein signifikantes Wachstum der Zahlungsnutzung.
Klarna stößt bei der Finanzierung auf Gegenwind
Eine der größten Herausforderungen für Klarna sind die Finanzierungskosten. Das Unternehmen strebt außerdem an, den Anteil längerfristiger Kredite bis 2026 zu erhöhen.
Das Unternehmen erzielte im dritten Quartal ein Umsatzwachstum von 32 %, musste aber aufgrund von Kreditausfällen einen Nettoverlust von 14 Millionen Dollar hinnehmen.
Die KLAR-Aktien notieren ebenfalls nahe ihrem Tiefststand bei 30,79 US-Dollar. KLAR ist einer der neuen Token für 2025, der unter seinem ICO-Preis gehandelt wird. Das Unternehmen steht unter Druck, da das Vertrauen in Konsumkredite weiterhin gering ist und das Risiko von Kreditausfällen befürchtet wird.

