Kamala Harris hat möglicherweise eine überraschende Gruppe potenzieller Unterstützer gefunden – Krypto-Besitzer.
Einer aktuellen Umfrage des Risikokapitalunternehmens Paradigm zufolge hat Kamala die Chance, diese Wähler für sich zu gewinnen, die Kryptowährungen als ein wichtiges Thema bei den bevorstehenden Wahlen betrachten.
Die von Mercury Analytics vom 25. Juli bis 1. August durchgeführte Umfrage befragte 804 registrierte Demokraten. Die Ergebnisse zeigen, dass ein großer Teil der demokratischen Wähler noch nicht vollständig von Kamala überzeugt ist.

Krypto-Wähler sind der Schlüssel
Was hat es also mit diesen Krypto-Wählern auf sich? Nun, 13 % der befragten Demokraten gaben an, nicht für Kamala stimmen zu wollen – sie tendieren entweder zu Trump, unterstützen einen Kandidaten einer Drittpartei oder sind noch unentschlossen.
Interessanterweise ist die Wahrscheinlichkeit, dass Trump-Anhänger Kryptowährungen kaufen, höher. Tatsächlich haben 18 % der Demokraten, die nicht Kamala Harris unterstützen, bereits mit Kryptowährungen experimentiert, und die Trump-nahen Wähler kaufen doppelt so häufig.

Das bedeutet, Kamala hat hier eine echte Chance. Wenn sie mit diesen Krypto-Enthusiasten in Kontakt treten kann, könnte sie einige dieser Wähler vielleicht wieder für die Demokraten gewinnen.
Die Umfrage zeigt auch, dass 21 % derjenigen, die Kamala nicht unterstützen, der Meinung sind, die aktuelle Regierung sei zu kryptofeindlich.
Bedenken hinsichtlich finanzieller Privatsphäre und Macht
Doch für diese Wähler geht es nicht nur um Kryptowährungen. Die Umfrage ergab auch, dass finanzielle Privatsphäre für Demokraten ein wichtiges Thema ist.
72 % derdentsind der Ansicht, dass persönliche Finanztransaktionen grundsätzlich vertraulich behandelt und nur dann staatlichen Stellen zugänglich gemacht werden sollten, wenn dies unbedingt erforderlich ist.
Darüber hinaus sind 78 % der Demokraten der Meinung, dass es wichtig ist, dass die Menschen die Möglichkeit haben, für reproduktive Gesundheitsversorgung zu bezahlen, ohne dass ihre Transaktionen von staatlichen oder bundesstaatlichen Stellen tracwerden.

Und das ist noch nicht alles. Fast alle befragten Demokraten machen sich auch Sorgen um den Erhalt ihrer Kaufkraft. Rund 80 % gaben an, dass es ihnen sehr oder extrem wichtig sei, dass ihr Geld seinen Wert langfristig behält.
Diese Bedenken decken sich weitgehend mit den Prinzipien der Kryptowährung, die als Alternative zu traditionellen Finanzsystemen konzipiert wurde, welche oft als instabil oder inflationsanfällig gelten.
Eine der interessantesten Erkenntnisse der Umfrage ist, dass Kryptowährungen besonders bei farbigen Wählern der Demokratischen Partei beliebt sind. Rund 18 % aller Demokraten haben Kryptowährungen gekauft, aber diese Zahl ist bei nicht-weißen Wählern deutlich höher.

22 % der schwarzen Demokraten, 25 % der hispanischen Demokraten und 27 % der asiatisch-amerikanischen und pazifischen Inselbewohner (AAPI) unter den Demokraten haben in Kryptowährungen investiert.
Selbst unter denen, die keine Kryptowährungen gekauft haben, herrscht einetronpositive Stimmung. So glauben beispielsweise 28 % der schwarzen Demokraten, 32 % der hispanischen Demokraten und 27 % der Demokraten asiatisch-pazifischer Herkunft, dass Kryptowährungen eine positive Rolle in der US-Wirtschaft spielen.

Demgegenüber stehen lediglich 13 % der weißen Demokraten, die diese Ansicht teilen. Es wird deutlich, dass Kryptowährungen bei farbigen Wählern mehr Anklang finden.
Aktuell halten noch 12 % der Demokraten Kryptowährungen. Zum Vergleich: 33 % der Befragten dent Aktien. Darüber hinaus haben 8 % innerhalb des letzten Jahres erstmals Kryptowährungen erworben, und 3 % in den letzten Monaten.
Kamala Harris