Strategen von JPMorgan sagen voraus, dass US-Unternehmen beim Gewinnwachstum das europäische übertreffen könnten

- Laut Analysten von JPMorgan könnten US-Unternehmen ihre europäischen Konkurrenten beim Gewinnwachstum übertreffen.
- Trumps „America First“-Politik könnte diesen Ablauf stören.
- Die großen Banken in den Vereinigten Staaten haben sich bisher außerordentlich gut entwickelt.
Die Strategen von JPMorgan Chase & Co. haben prognostiziert, dass die Gewinnmargen US-amerikanischer Unternehmen in diesen Berichtsperioden ihre europäischen Konkurrenten voraussichtlich um ein Vielfaches übertreffen werden.
Laut Mislav Matejka, einem führenden Strategen bei JPMorgan, könnte der Unterschied in der Gewinnmarge darauf zurückzuführen sein, dass die Messlatte für S&P-500-Unternehmen deutlich niedriger angesetzt wurde. Analysten des US-Benchmarks senkten ihre Prognosen trotz einer robusten Konjunktur vor Saisonbeginn merklich.
Im Gegenteil, die Erwartungen an europäische zyklische und defensive Aktien wurden deutlich angehoben, sodass sie für die Unternehmen schwer zu erfüllen sein könnten. Die Situation macht Europa im Verhältnis zum aktuellen Wirtschaftswachstum riskanter.
US-Aktien haben ihre überdurchschnittliche Performance gegenüber internationalen Märkten in diesem Jahr fortgesetzt, angetrieben von Technologieaktien und dem Boom im Bereich der künstlichen Intelligenz. Die Wirtschaft zeigt sich weiterhin robust, und die Notenbank Federal Reserve hat angesichts sinkender Inflation einen Zinssenkungszyklus eingeleitet.
dent Trump könnte die Aktienkurse US-amerikanischer Unternehmen im Jahr 2025 beeinflussen
Im vergangenen Jahr entsprach die Performance der US-amerikanischen und europäischen Märkte den Prognosen. In Landeswährung gerechnet lag der Stoxx 600 Index 17 Prozentpunkte unter dem S&P 500 – das zweitschlechteste Ergebnis seit Einführung des Index im Jahr 1998. Der US-Aktienmarkt profitierte vom robusten Wirtschaftswachstum und der gestiegenen Nachfrage nach Technologieprodukten.
Das Jahr 2025 könnte anders aussehen; die Amtseinführung vondent Trump könnte die Marktstimmung beeinflussen. Anleger tun sich schwer damit vorherzusagen, wie sich Trumps „America First“-Politik und seine Vorschläge zur Änderung der globalen Zölle auf die Aktienmärkte im Jahr 2025 auswirken werden
Die Strategen von JPMorgan wiesen darauf hin, dass angesichts der extremen Positionierung von US-Aktien und der Bewertungs- und Leistungslücke gegenüber internationalen Konkurrenten ein Konvergenzpotenzial besteht.
Sie sind jedoch weiterhin der Ansicht, dass mehr Klarheit in den Bereichen Handel und Geopolitik erforderlich ist, bevor man zu Schlussfolgerungen gelangt.
Matejka hatte letztes Jahr eine pessimistische Einschätzung für europäische Aktien, die sich jedoch als unbegründet erwies. Laut seinen Angaben prognostizieren US-Analysten im Median ein Gewinnwachstum von 3 % im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahr. In Europa rechnen zyklische Aktien im Median mit einem Anstieg von 5 % und defensive Aktien mit 9 %.
Regionale Gewinntrends offenbaren Leistungsunterschiede
Die ersten Trends stammen von prominenten Persönlichkeiten, die einige Erfolge verbuchen konnten, während andere in den USA und Europa den Anschluss verpassen.
Bislang entwickeln sich die US-Banken gut. JPMorgan, Goldman Sachs und Wells Fargo konnten allesamt Gewinne verzeichnen und übertrafen mit ihren Berichten die Erwartungen. Der Teppichhersteller Eli Lilly hingegen musste nach einer enttäuschenden Umsatzprognose einen deutlichen Kurssturz hinnehmen.
Laut Bloomberg Intelligence entwickeln sich die Gewinnmargen mit 7,7 % gut, das entspricht fast einem Zehntel der bereits gemeldeten Marktkapitalisierung des S&P.
Im Gegenteil, Europa erlebt bereits viele Enttäuschungen durch Unternehmen wie BP und Taylor Wimpey. Andere Firmen wie der Schweizer Luxuskonzern Richemonterzielen außergewöhnliche Ergebnisse und verzeichnen nach hohen Quartalsumsätzen Rekordwerte.
Laut einem Analysten von JPMorgan werden die europäischen Gewinne im Jahr 2025 aufgrund der „herausfordernden“ Aussichten für Unternehmen, die der uneinheitlichen Erholung Chinas ausgesetzt sind, weiterhin hinter den US-amerikanischen Gewinnen zurückbleiben.
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Nellius Irene
Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.
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