Jerome Powell hat viel zu großes Vertrauen in die Sicherheit der US-Banken

- Jerome Powell und andere US-Beamte glauben, dass schlechte gewerbliche Immobilienkredite zwar zu einigen Bankenpleiten führen werden, aber das Gesamtsystem nicht gefährden.
- Die US-Notenbank Fed führt Gespräche mit Kreditgebern, um mögliche Verluste zu begrenzen, und teilt damit die Einschätzung von Finanzministerin Janet Yellen, dass die Situation beherrschbar sei.
- Hohe Konzentrationen von gewerblichen Immobilienkrediten, insbesondere im Büro- und Einzelhandelsbereich, werden genau überwacht, wobei der Schwerpunkt auf der Verhinderung von Bankenpleiten liegt.
Jerome Powell, der Vorsitzende der US-Notenbank, scheint großes Vertrauen in die Widerstandsfähigkeit und Sicherheit der US-Banken zu setzen, insbesondere im Hinblick auf das wackelige Terrain der gewerblichen Immobilienkredite. Obwohl Powell und eine ganze Reihe anderer US -Beamter scheinbar an einem Strang ziehen und behaupten, diese problematischen Kredite würden nicht zum Einsturz bringen, fragt man sich doch, ob ihr Optimismus nicht etwas übertrieben ist. Versteht ihr, was ich meine?
Powell ließ vor dem Bankenausschuss des Senats durchblicken, dass die Fed ein gutes Verhältnis zu den Kreditgebern pflegt und sich regelmäßig erkundigt, ob diese potenzielle Verluste im Griff haben. Finanzministerin Janet Yellen äußerte sich im Vormonat ähnlich: „Ja, einige Banken könnten in Schwierigkeiten geraten, aber das ist nichts, was wir nicht bewältigen könnten.“
Powell ließ durchblicken, dass die Banken, die in Gewerbeimmobilienkrediten versinken, ein besonderes Augenmerk haben, insbesondere jene, deren Kredite in Büro- und Einzelhandelsflächen gebunden sind, welche stark unter Druck geraten sind. Im Grunde sagt er damit, dass zwar einige Banken zusammenbrechen mögen, die großen Institute aber bestehen bleiben werden. Angesichts der Warnungen der Finanzaufsichtsbehörden vor den Gefahren im Gewerbeimmobiliensektor stellt sich jedoch die Frage: Reicht diese übertriebene Wachsamkeit aus?
Nehmen wir zum Beispiel die New York Community Bancorp (NYCB), ein Unternehmen, das kürzlich am Rande des Ruins stand. Aufgrund der enormen Summe an Wohnungsbaudarlehen in New York geriet NYCB in große Schwierigkeiten. Doch dann kam der ehemalige Finanzminister Steven Mnuchin und bot eine Milliarde Dollar zur Rettung des Unternehmens an.
Die Federal Deposit Insurance Corp. (FDIC) meldete sich zu Wort und erklärte, dass die kurzfristigen Kredite für gewerblich genutzte Immobilien, die nicht vom Eigentümer bewohnt werden, einen Höchststand erreicht haben, der seit 2014 nicht mehr verzeichnet wurde. Obwohl er die Stärke des Bankensektors hervorhebt, verschließt er nicht die Augen vor den sich abzeichnenden Problemen, insbesondere im Bereich der Büroimmobilienkredite.
Doch gerade als man dachte, es könnte nicht noch komplizierter werden, überrascht die FDIC mit einer unerwarteten Nachricht: Die Zahl der US-Banken, die am Rande des Abgrunds stehen, ist um 18 % gestiegen. Dank Mnuchins milliardenschwerer Rettungsaktion entging die NYCB diesmal vielleicht einem Eintrag in dieser Statistik, doch ihre jüngsten Schwierigkeiten verdeutlichen die grundlegende Instabilität in einigen Bereichen des Bankensektors. Ein Jahr ist vergangen, seit der Zusammenbruch der Silicon Valley Bank beinahe das gesamte regionale Bankwesen zum Einsturz brachte, und dennoch sprechen wir immer noch über Instabilität.
Und vergessen wir nicht den Schreckgespenst der hohen Zinsen, vor denen der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt. Sie könnten US-Banken einen schweren Schlag versetzen, indem sie den Wert von Gewerbeimmobilien in den Keller treiben. Die einst glänzenden Bürotürme, die Kronjuwelen der Immobilienportfolios, sind nun zu finanziellen Belastungen geworden, die Bilanzen in den Abgrund ziehen. Der Trend zum Homeoffice verschärft die Situation zusätzlich und lässt riesige Büroflächen ungenutzt und verunsichert zurück.
Der IWF weist darauf hin, dass die meisten Banken am Rande des Abgrunds stehen und ein einziger Bankrott eine Kettenreaktion des Vertrauensverlusts auslösen könnte. Doch nicht nur Sachwerte bereiten den Anlegern schlaflose Nächte. Die Kombination aus hohen Zinsen und Kreditrisiken, insbesondere aus dem Bereich Gewerbeimmobilien, schürt große Ängste.
Die Analysten von S&P schlagen ebenfalls Alarm und warnen davor, dass die steigenden Schulden eine Kettenreaktion von Unternehmenszusammenbrüchen auslösen könnten. Viele Unternehmen, die sich auf die Illusion dauerhaft niedriger Zinsen gefreut hatten, sehen sich nun der harten Realität gegenüber, dass die Refinanzierung ihrer Schulden bei nur geringfügig sinkenden Zinsen deutlich schwieriger werden könnte. Dies könnte zu weiteren Insolvenzen führen und das Überleben der Banken zusätzlich erschweren.
Es gibt einen Mittelweg zwischen dem Geld auf der Bank lassen und dem riskanten Spiel mit Kryptowährungen. Beginnen Sie mit diesem kostenlosen Video zum Thema dezentrale Finanzen.
Haftungsausschluss: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitanübernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent /oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren
CRASH-KURS
- Mit welchen Kryptowährungen kann man Geld verdienen?
- Wie Sie Ihre Sicherheit mit einer digitalen Geldbörse erhöhen können (und welche sich tatsächlich lohnen)
- Wenig bekannte Anlagestrategien, die Profis anwenden
- Wie man mit dem Investieren in Kryptowährungen beginnt (welche Börsen man nutzen sollte, welche Kryptowährung am besten zum Kauf geeignet ist usw.)















