Japan hob seine BIP-Schätzung für das zweite Quartal an, da die privaten Haushalte mehr ausgaben und die Unternehmen weiter investierten, was zeigt, dass die Binnennachfragetronals erwartet ist.
Das Kabinettsbüro hatte zuvor ein Wirtschaftswachstum von lediglich 0,1 % gemeldet, doch neue Zahlen belegen ein Wachstum von 2,2 %. DiesestronWachstum zeigt, dass sich die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt trotz hoher Inflation, Arbeitskräftemangel und des Drucks durch US-Zölle gut behauptet.
Regierung hebt BIP-Zahlen nachtronKonsumausgaben der Haushalte an
Der private Konsum stieg um 0,4 % gegenüber der ersten Schätzung von 0,2 %. Dies deutet darauf hin, dass die Wirtschaft des Landes stark von den Konsumausgaben der Haushalte , da die Familien mehr Geld für Waren, Dienstleistungen und Freizeitaktivitäten ausgaben als im vorherigen Bericht angenommen.
Der Bericht zeigte außerdem, dass die Investitionsausgaben um 0,6 % stiegen, was unter der ursprünglich geschätzten Steigerung von 1,3 % lag. Dies beweist, dass Unternehmen vorsichtiger mit ihren Ausgaben umgingen, während die privaten Haushalte ihre Konsumausgaben erhöhten.
Doch selbst mit dem Rückgang der Unternehmensausgaben steigerte dietronKonsumnachfrage das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 %. Dies ist höher als die ursprünglich von Politikern und Analysten geschätzten 0,3 %.
Die neuen Zahlen deuten darauf hin, dass die Stärke der japanischen Wirtschaft eher aus dem Inland als aus Exporten resultierte. Die Nettoexporte trugen 0,3 % zum BIP-Wachstum bei, während die Inlandsnachfrage 0,2 % beisteuerte. Auch die Lagerbestände blieben im Vergleich zum ersten Berichttrac.
Ökonomen führen das Wachstum auf steigende Löhne und eine erhöhte Binnennachfrage zurück. Im Juli stiegen die Nominallöhne (die nicht an die Inflation angepasst sind) so schnell wie seit sieben Monaten nicht mehr, während sich auch die Reallöhne (die die gestiegenen Preise berücksichtigen) leicht verbesserten. Dadurch erhielten Familien mehr Kaufkraft.
Ökonomen bringen Wachstum mit steigenden Löhnen und der Binnennachfrage in Verbindung
Die Bank von Japan versucht seit Jahrzehnten, die japanische Wirtschaft aus der Phase niedriger Inflation zu führen, und die neuen Statistiken lassen einen Hoffnungsschimmer aufkommen. Ökonomen erklären, dass Japan viele Jahre lang von ausländischen Märkten abhängig war und dadurch anfällig für globale Handelsschocks, insbesondere durch US-Zölle, wurde. Die revidierten Daten deuten jedoch auf einen Kreislauf hin: Höhere Einkommen animieren Familien zu einem höheren Konsum, was wiederum Unternehmendent , die Preise zu erhöhen.
Der Chefökonom des Norinchukin Research Institute, Takeshi Minami, erklärte, der jüngste Bericht zeige „einen positiven Kreislauf aus Lohnsteigerungen und steigenden Preisen, wie von der Bank of Japan erwartet“. Er deutete zudem an, dass die Zentralbank die Zinssätze bald anheben könnte, da die Wirtschaft offenbar auch ohne umfangreiche geldpolitische Unterstützung aufrechterhalten könne.
Die Bank von Japan (BOJ) stand jahrelang in der Kritik, weil sie die Zinssätze niedrig hielt und sich zur Stabilisierung der Wirtschaft stark auf umfangreiche Anleihekäufe stützte. Die Bankvertreter entgegneten jedoch, sie bräuchten Beweise für einetronBinnennachfrage, bevor sie die Zinssätze normalisieren könnten.
Ökonomen bleiben jedoch vorsichtig, da sich das externe Umfeld trotz der sich verbessernden Binnennachfrage zunehmend schwieriger gestaltet. Sie warnen davor, dass Japans Erholung nur von kurzer Dauer sein könnte, wenn externe Risiken wie das schwache globale Wachstum und die Handelsspannungen weiterhin zusätzlichen Druck ausüben.
Ökonomen gehen davon aus, dass es für Japan aufgrund der bereitsdent in den Handelsdaten Die Exporte in die Vereinigten Staaten sanken im Juli im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 10 Prozent. Am stärksten betroffen waren die Automobil- und Autoteileindustrie, ein Eckpfeiler der japanischen Industrie und ein wichtiger Arbeitgeber.
Obwohl Japan und die USA im Juli ein Handelsabkommen unterzeichneten, das die Zölle auf Autos und andere Produkte senkte, bezweifeln Analysten weiterhin, ob dies ausreichen wird, um die größeren Auswirkungen der US-Handelszölle abzufedern.
Auch die japanische Politik hat schon bessere Zeiten erlebt. Premierminister Shigerushibkündigte nach Wahlniederlagen, die die meisten auf die steigenden Lebenshaltungskosten zurückführten, seinen Rücktritt an. Dies hat viele Haushalte trotz steigender Löhne in finanzielle Schwierigkeiten gebracht.

