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Japan plant größtes Rechenzentrum als Konkurrenzprojekt zu OpenAIs Stargate-Projekt

VonNoor BazmiNoor Bazmi
Lesezeit: 2 Minuten
  • In der Stadt Nanto in der Präfektur Toyama wird Japans drittes und größtes Rechenzentrumszentrum mit einer Leistungskapazität von 3,1 Gigawatt entstehen.
  • Die Anlage wird bis Dezember 2028 fertiggestellt sein und zählt zu den größten Rechenzentrumskomplexen der Welt.
  • Der japanische Rechenzentrumsmarkt wird sich bis 2028 voraussichtlich auf über 32 Milliarden US-Dollar nahezu verdoppeln, angetrieben durch die Nachfrage nach KI und Cloud Computing.

Eine japanische Stadt bereitet den Bau des voraussichtlich größten Rechenzentrums des Landes vor. Offizielle Stellen planen, Details am Freitag bekannt zu geben.

Nanto, eine Stadt in der Präfektur Toyama nahe der Küste des Japanischen Meeres, kooperiert mit dem privaten Projektentwickler GigaStream Toyama. Geplant ist ein Rechenzentrum mit einer Gesamtleistung von 3,1 Gigawatt. Laut Dokumenten, die Reuters vorliegen, ist Nanto damit der drittgrößte Standort für ein Rechenzentrum in Japan.

Japan arbeitet mit Hochdruck daran, den rasant steigenden Bedarf an Rechenleistung für künstliche Intelligenz zu decken. Nach Fertigstellung wird dies eine der größten Anlagen weltweit sein. Ihre Dimensionen entsprechen denen des Stargate-Projekts von OpenAImit einem Kostenaufwand von 500 Milliarden US-Dollar und einer Kapazität von 10 Gigawatt.

Die Suche nach geeigneten Standorten außerhalb von Tokio und Osaka gestaltet sich schwierig. Aktuell befinden sich rund 85 Prozent der Rechenzentren des Landes in diesen beiden Regionen. Regierungsbeamte drängen daher auf eine breitere Verteilung, um die Engpässe zu beheben.

Was macht Nanto zu einem idealen Standort?

Nanto hat einige Vorteile. Die Stadt liegt etwa 250 Kilometer von Tokio und Osaka entfernt. Das ist nah genug, um die großen Ballungszentren zu erreichen, ohne direkt in deren Nähe zu liegen. Der größte Pluspunkt ist jedoch die Sicherheit. Laut der Japanischen Meteorologischen Agentur gehört Toyama zu den Präfekturen mit den wenigsten schweren Erdbeben.

Die erste Phase des Nanto Campus wird eine Leistung von rund 400 Megawatt unterstützen. Das entspricht der Kapazität einiger der bisher größten angekündigten Rechenzentren Japans. Er ist für große Betreiber wie Amazon, Microsoft und Google geeignet.

Gemäß dem öffentlich-privaten Plan soll die Anlage bis Ende 2028 in Betrieb gehen.

GigaStream Toyama konzentriert sich darauf, die Infrastruktur für Rechenzentrumsbetreiber bereitzustellen. Das Unternehmen verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie die US-amerikanischen Firmen Lancium und Trac. GigaStream Toyama plant, den Nanto Campus auf der Konferenz des Pacific Telecommunications Council im nächsten Monat in Honolulu vorzustellen.

Daniel Cox leitet GigaStream Toyama. Er ist seit 25 Jahren im japanischen Immobilieninvestmentmarkt tätig.

Weder die Stadtverwaltung von Nanto noch GigaStream Toyama wollten sich auf Anfrage äußern. Laut Reuters kündigten sie eine baldige Bekanntgabe an.

Der Markt wächst schnell

Cloud- und KI-Dienste treiben das Wachstum des japanischen Rechenzentrumsmarktes rasant an. IDC Japan prognostiziert, dass sich der Markt in den fünf Jahren bis 2028 auf über 5 Billionen Yen (umgerechnet 32 ​​Milliarden US-Dollar) nahezu verdoppeln wird.

Die Regierung setzt große Hoffnungen in diesen Sektor, um ihr Ziel zu erreichen, bis 2030 120 Billionen Yen an ausländischen Direktinvestitionen anzuziehen. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 53,3 Billionen Yen im Jahr 2024.

In Westjapan ist Strom reichlicher verfügbar und im Allgemeinen günstiger als im Osten. Mehrere Energieversorger – Hokuriku Electric Power, Kansai Electric Power und Electric Power Development – ​​sowie kleinere Betreiber versorgen die Region.

Hokuriku Electric verkauft selbst ohne den Betrieb des stillgelegten Kernkraftwerks Shika weniger als die Hälfte seiner maximalen Produktionsmenge.

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