Tokio wird bei der Umsetzung des neuen Handelsabkommens mit den USA volle Unterstützung benötigen, so der japanische Premierminister Shigerushib. Das Abkommen, das im vergangenen Monat mit großem Tamtam als „Win-Win-Situation“ für beide Seiten verkündet wurde, wird lautshibnun schwieriger umzusetzen sein als es zu erzielen.
Premierministershiba blieb standhaft und versprach, im Amt zu bleiben, um die vollständige Umsetzung des Handelsabkommens sicherzustellen und das Land durch diese unsichere Zeit zu führen.
drohende Handelskrise abzuwenden . Nach intensiven Verhandlungen erzielten beide Seiten kurz vor dem entscheidenden Stichtag am 1. August eine Einigung.
Die USA hatten mit einem 25-prozentigen Zoll auf alle japanischen Importe gedroht. Stattdessen einigte man sich auf einen reduzierten Pauschalzoll von 15 Prozent – ein Zugeständnis, das Japan vor größeren wirtschaftlichen Einbußen bewahrte.
Die Handelsverhandler heben das Fehlen eines formellen Abkommens hervor
Die Einigung brachte zwar eine gewisse Erleichterung, doch wächst die Skepsis gegenüber dem Abkommen selbst, und das aus gutem Grund: Vieles davon ist nicht dokumentiert.
Während einer Parlamentsdebatte am Mittwoch erklärte Ryosei Akazawa, Japans Chefunterhändler für Handelsfragen, dass die Angelegenheit ebenfalls Anlass zur Sorge gebe.
Ryosei Akazawa beantwortete Fragen von Oppositionsabgeordneten und erklärte, ihm sei bewusst, dass ein schriftliches Abkommen hilfreich wäre. Er führte aus, dass die Vereinigten Staaten in ihren Abkommen mit der Europäischen Union und Südkorea ebenfalls auf mündliche Absprachen anstatt auf formelle Dokumente gesetzt hätten.
Ökonomen und Rechtsexperten äußerten sich besorgt über das Fehlen schriftlicher Vereinbarungen und warnten, Japan stünde vor großen Problemen, sollte die USA ohne schriftliche Dokumentation ihre Entscheidung revidieren. Die Eile bei der Unterzeichnung des Abkommens kurz nach den Wahlen nährt den Verdacht, es sei überhastet abgeschlossen worden; manche vermuten sogar politische Hintergedanken.
Oppositionsführerin Yukiko Tanabe äußerte sich schärfer und sagte, dies sei nicht die Zeit für Unklarheiten. Sie merkte an, dass die japanische Industrie auch ohne eine schriftliche Vereinbarung Risiken ausgesetzt
Ungeklärte Autozölle belasten Japans Wirtschaft
Der US-Zoll auf japanische Automobile ist ein zentrales, noch ungelöstes Problem des Abkommens. Auch nach der jüngsten Einigung unterliegen japanische Autos weiterhin einem Zoll von 27,5 % – einem seit Langem bestehenden Basiszoll von 2,5 % und einem neueren Strafzoll von 25 %, den die USA offiziell noch nicht aufgehoben haben.
Die Auswirkungen sind im gesamten japanischen Automobilsektor spürbar. Autos sind Japans wichtigstes Exportgut in die USA und machen fast 10 % der gesamten japanischen Wirtschaftsleistung aus. Automobilhersteller befürchten, dass die anhaltende Unsicherheit bezüglich der Zölle zu weiteren Stellenstreichungen, geringeren Investitionen und einer reduzierten Produktion führen könnte.
Während Branchenanalysten argumentieren, dass Japan nur bei anderen Waren eine Atempause erhält, hat das Weiße Haus mit einem pauschalen Zoll von 15 % gedroht – und ist sich auch bei den Autozöllen nicht sicher, die nach wie vor eine tickende Zeitbombe darstellen.
Der Handelsanalyst Satoshi Yamada in Tokio sagte jedoch, dass sich das scheinbare „Win-Win“-Abkommen in einen einseitigen Verlust verwandeln könnte, wenn Washington die Autozölle nicht bald abschafft.
Als Reaktion darauf hatshibA versprochen, die Senkung der Autozölle zu einer obersten Priorität in den Folgeverhandlungen zu machen.

