ARK Invest geht davon aus, dass Institutionen den frühen Ausverkauf von Bitcoin Walen ausgleichen

- Frühe Bitcoin Wale verkaufen, aber institutionelle Anleger kaufen aggressiv.
- Die „Lebendigkeits“-Kennzahl von Bitcoinhat den höchsten Stand seit 2018 erreicht, was auf starke Bewegungen von lange gehaltenen Coins hindeutet.
- ARK Invest ist der Ansicht, dass dieser Strukturwandel Bitcoin einen Schub geben könnte, wenn sich die Liquidität Ende 2025 oder Anfang 2026 verbessert.
Die Marktstruktur von Bitcoinverändert sich, da langjährige Besitzer verkaufen und institutionelle Anleger aggressiv kaufen. Eine neue Analyse von ARK Invest zeigt, dass der Verkaufsdruck der frühen Anwender, im Geschäftsjargon oft als „Wale“ bezeichnet, nun größtenteils durch die wachsende institutionelle Nachfrage über ETFs und Unternehmensanleihen kompensiert wird.
Dieses Kräftemessen prägt den aktuellen Aufwärtstrend und könnte bis 2026 andauern. Der „Lebendigkeitsindex“ von Bitcoinist auf 0,89 gestiegen und hat damit den höchsten Wert seit 2018 erreicht. Diese Kennzahl tracdie Bewegung lang gehaltener Coins, indem sie die Anzahl der vernichteten Coin-Tage mit der Anzahl der jemals geschaffenen Coins vergleicht. Ein steigender Lebendigkeitswert deutet darauf hin, dass ältere Coins bewegt oder verkauft werden.
Aus technischer Sicht stellt ARK fest, dass der Anstieg darauf hindeutet, dass langfristige Inhaber seit 2021 so schnell wie nie zuvor Gewinne realisiert haben. Viele dieser Coins sind bereits seit Jahren im Umlauf, was darauf schließen lässt, dass frühe Anleger ihre Bestände nach einer Reihe positiver Kursentwicklungen halten. Dieser Trend zeigt sich nun im Rückgang des „Vaulted“-Bestands – so bezeichnet ARK Coins, die langfristig ohne Bewegung gehalten werden. Anfang 2024 galten rund 7,97 Millionen BTC als Vaulted.
Anfang 2025 war dieser Wert auf rund 7,55 Millionen gesunken. Am 15. November 2025 fiel das Angebot an gesicherten Bitcoins weiter auf etwa 7,32 Millionen BTC. Dieser Rückgang deutet darauf hin, dass frühe Inhaber Liquidität freisetzen und von einer hohen Marktnachfrage profitieren. Ähnliche Phasen starker Marktaktivität in vergangenen Zyklen gingen mit Phasen einher, in denen langfristige Inhaber ihre Bestände – typischerweise beitronKursanstiegen – verkauften.
Die institutionelle Nachfrage absorbiert den Zufluss
Bei der Einführung enthielt der ETF null BTC; er stieg jedoch schnell auf 1.125.507 BTC am 1. Januar 2025. Bis zum 15. November 2025 erreichte diese Zahl rund 1.332.379 BTC. Auch die Bestände börsennotierter Unternehmen sind rasant gestiegen. Die Anzahl der Unternehmen mit Bitcoin, beispielsweise solcher mit Strategien für digitale Vermögenswerte, erhöhte sich von 271.996 BTC Anfang 2024 auf 598.995 BTC im Januar 2025.
Mitte November 2025 hatten sich die Bestände erneut mehr als verdoppelt und beliefen sich auf rund 1.056.367 BTC. ETFs und Unternehmensfinanzabteilungen kontrollierten zusammen schätzungsweise 2.388.746 BTC. Dies stellt eine der größten Konzentrationen institutionellen Bitcoin Besitzes in der Geschichte des Vermögenswerts dar.
Eine Analyse von ARK hat ergeben, dass ETFs und börsennotierte Unternehmen im Zeitraum von Januar 2024 bis zum 15. November 2025 nach Abzug der Zuflüsse und des zurückgehaltenen Angebots etwa 1.466.102 BTC erhalten haben.
Die bisherigen Kursbewegungen im Jahresverlauf verlaufen ähnlich, wobei ein Nettobetrag von rund 428.721 BTC von langjährigen Anlegern an institutionelle Investoren geflossen ist. Dies stellt einen strukturellen Eigentumstransfer dar, bei dem frühe Anwender ihr Angebot an Institutionen abgeben, die Bitcoin als formale Anlageklasse einführen.
Institutionen treiben die neue Marktstruktur voran
ARK kommt zu dem Schluss, dass diese Veränderung das zukünftige Verhalten von Bitcoin prägen könnte. Die institutionelle Nachfrage reagiert auf allgemeine wirtschaftliche und geldpolitische Szenarien.
Sollte sich die Liquidität des US-Dollars verbessern – beispielsweise wenn die Federal Reserve die quantitative Straffung und mit Zinssenkungen beginnt – könnten Institutionen versuchen, ihre US-Dollar-Bestände zu erhöhen.
Laut ARK könnten diese Bedingungen zunehmend eintreten, wenn die Inflation nachlässt und die Politik versucht, das Wachstum anzukurbeln. Institutionen könnten ihre Investitionen gegen Ende 2025 und im Jahr 2026 deutlich erhöhen.
Im Falle von Bitcoinbedeutet dies zusätzliche Preisstützung bei Korrekturen und höhere Liquidität bei Kursanstiegen. Da immer mehr Unternehmen, ETFs und Vermögensverwalter in den Markt einsteigen, könnte Bitcoin stärker gehortet werden – während auch Großinvestoren ihre Gewinne realisieren.
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Nellius Irene
Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.
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