Zusammenfassung (TL;DR)
• Der Vorsitzende der indonesischen Muslime ist der Ansicht, dass Kryptowährungen bei ihren Besitzern Zweifel hervorrufen.
• Laut der indonesischen Regierung verfolgt Indonesien eine kryptofreundliche Politik.
Der Kryptowährungsmarkt hat verschiedene Regulierungen durchlaufen, doch die wohl ungewöhnlichste ist die religiöse. Kürzlich erklärte eine extremistische Gruppe in Asien, dass Token wie Bitcoin verboten werden sollten, da sie schädlich seien, Glücksspiel förderten und bei ihren Besitzern Unsicherheit schürten.
Die MUI, vermutlich die Abkürzung für die islamisch-extremistische Gruppe, erklärte Kryptowährungen nach einem Treffen mit Finanzexperten für „haram“. Diese Meinung könnte den indonesischen Finanzmarkt erheblich beeinflussen, da die Gruppe Einfluss auf Finanzinstitutionen und sogar die Zentralbank des Landes ausübt.
Muslimische Extremisten in Indonesien unterstützen keine Kryptowährungen.

Seit einiger Zeit analysieren die einflussreichsten muslimischen Gruppen Indonesiens, wie beispielsweise MUI, den Wert von Kryptowährungen. Laut den Extremisten besitzen diese virtuellen Währungen keinen realen Wert, weshalb sie deren Handel – zumindest für Muslime – verbieten.
Die indonesische Regierung scheint dies jedoch anders zu sehen und erwägt, den Kryptowährungshandel unreguliert zu lassen. Ihr geht es einzig und allein um den Werterhalt ihrer gesetzlichen Währung, der indonesischen Rupie. Die Zentralbank erlaubt ihren Bürgern die problemlose Nutzung sowohl von Krypto- als auch von Fiatwährungen.
Obwohl die Meinungen der MUI-Gruppe den Kryptohandel im Land bisher nicht beeinflusst haben, könnten diese Regulierungen dazu führen, dass viele Muslime den Handel mit Kryptowährungen einstellen, was die Stabilität des Landes gefährden würde. Muslime könnten gegen Kryptowährungen protestieren, was die Zentralbank zum Handeln veranlassen könnte.
Berichten aus Indonesien zufolge stieg der Kryptohandel in den ersten beiden Quartalen des Jahres auf über 26 Milliarden US-Dollar. Das Land hat Kryptowährungen gegenüber seiner Landeswährung zugelassen, was bei extremistischen muslimischen Gruppen Unmut hervorruft.
Muslime im Land könnten auch über das Vorgehen anderer islamischer Länder gegen Kryptowährungen verärgert sein. Dubai arbeitet, ähnlich wie Bahrain, an Gesetzen für virtuelle Währungen.
Indonesische Muslime erklären das Verbot des Kryptohandels
Der Vorsitzende der muslimischen Gruppe in Indonesien, Asronun Sholeh, erklärte, Kryptowährungen wiesen Merkmale auf, die nicht mit islamischen Gesetzen vereinbar seien. Sholeh ist der Ansicht, Muslime stünden der Nutzung von Kryptowährungen skeptisch gegenüber, was belege, dass diese eine unnötige Währung für das Land darstellten. Die von Indonesien in Asien präsentierten Grafiken widersprechen jedoch den Behauptungen der islamischen Gruppe.
Indonesien könnte noch vor Jahresende einen Rückgang der Krypto-Akzeptanz verzeichnen, falls Muslime den Handel mit Kryptowährungen einstellen. Bislang bleibt der virtuelle Markt in Asien stabil, da weder die Regierung noch die Zentralbank Anzeichen dafür gegeben haben, ihre Haltung gegenüber Kryptowährungen zu ändern.

