Indiens FIU-Regelung lässt die Zukunft der Devisenmärkte ungewiss

- Die jüngste Regelung der indischen FIU hat ausländische Kryptobörsen mit unsicheren Zukunftsaussichten zurückgelassen.
- Herausforderungen und Erwartungen an das Rahmenwerk.
Die indische Financial Intelligence Unit (FIU), eine dem Finanzministerium unterstellte Abteilung, die für die Sammlung von Finanzinformationen im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Geldwäschegesetz zuständig ist, hat kürzlich Maßnahmen gegen mehrere ausländische Kryptowährungsbörsen ergriffen. Diese Börsen, darunter Binance, HTX, Kraken, Gate.io, KuCoin, Bitstamp, MEXC Global, Bittrex und Bitfinex, erhielten Verwarnungen wegen illegalen Betriebs in Indien.
Indiens FIU stellt Devisenbörsen Mitteilungen zu.
Die Mitteilung forderte die Unternehmen auf, innerhalb von zwölf Tagen die indischen Vorschriften zur Kundenidentifizierung (KYC) und zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) einzuhalten. Kurz nach der Mitteilung der indischen Finanzaufsichtsbehörde (FIU) sperrte Apples App Store in Indien den Zugang zu diesen ausländischen Börsen, woraufhin Googles Play Store ähnliche Maßnahmen ergriff. Zusätzlich wurden die URLs und alternativen URLs dieser Plattformen gesperrt
Dieses harte Vorgehen überraschte viele Kryptohändler, die sich ausländischen Börsen zugewandt hatten, um die hohe Steuer von 30 % auf Gewinne aus dem Kryptowährungshandel zu umgehen. Berichten zufolge steckten Krypto-Vermögenswerte von fast 4 Milliarden US-Dollar auf Offshore-Plattformen fest, wobei allein Binance rund 80 % dieser Summe hielt.
Untersuchungen zeigen, dass Devisenhändler dem Staat jährlich Steuerausfälle in Höhe von rund 30 Milliarden Rupien (361 Millionen US-Dollar) bescheren. Trotz Forderungen nach klaren Regelungen hat die Regierung diese bisher nicht erlassen. Siddharth Sogani, CEO von Crebaco Global, betonte, dass die Regierung der Regulierung inländischer Devisen Priorität einräumen müsse, bevor sie ausländische Devisen ins Visier nehme.
Er wies auf Fälle hin, in denen indische Börsen Nutzern die Auszahlung von Geldern verweigerten, und bezeichnete das Vorgehen der Regierung als heuchlerisch. Rajagopal Menon,dent der Kryptobörse WazirX, unterstützte hingegen die Maßnahmen der FIU und merkte an, dass ausländische Börsen regulatorische und steuerliche Schlupflöcher ausnutzten.
Herausforderungen und Erwartungen an den Rahmen
Rajagop Menon,dent von WazirX, betonte ebenfalls die Unvermeidbarkeit von Regulierungen und verwies auf Indiens Verpflichtung als Unterzeichner der G20-Erklärung von Delhi, die einen Fahrplan für Kryptoregulierungen bis 2025 skizziert. Indiens unsicheres regulatorisches Umfeld hat das Wachstum von Kryptobörsen trotz des Potenzials des Landes als lukrativer Markt behindert.
Im Zuge des Bullenmarktes 2021 erlebte das Land ein signifikantes Wachstum seines Kryptomarktes, was das Interesse verschiedener Börsen und Plattformentrac. Unklare Regulierungen und hohe Steuern schreckten jedoch sowohl ausländische als auch inländische Akteure ab und veranlassten sie, sich im Ausland nach Alternativen umzusehen. Sumit Gupta, CEO von CoinDCX, sah das Verbot der FIU als einen Schritt zur Durchsetzung von Regulierungen. Er plädierte für einen Rahmen, der es Offshore-Börsen ermöglicht, sich zu registrieren und indische Kunden gemäß den FIU-Richtlinien zu bedienen.
Gupta betonte die Bedeutung solcher Maßnahmen, um die Interessen der Regierungsvertreter zu beruhigen, Investoren zu schützen und die Branche auf kommende Regulierungen vorzubereiten. Der YouTuber SMC Kapil Dev erwähnte OKX als eine der ersten ausländischen Börsen, die die bestehenden Anforderungen erfüllte und die KYC-Prüfung für indische Kunden wieder aufnahm.
Der Krypto- Influencer Aditya Singh berichtete, dass viele Börsen bereits an der Behebung der durch die FIU-Mitteilung aufgeworfenen Probleme arbeiten. Er vermutete, dass die Registrierung für ausländische Börsen nach Abschluss der indischen Parlamentswahlen im Juli 2024 beginnen könnte. Das jüngste Vorgehen der indischen FIU gegen ausländische Kryptowährungsbörsen unterstreicht die Bemühungen der Regierung, in einer sich rasant entwickelnden Branche Regulierungen durchzusetzen.
Wenn Sie das hier lesen, sind Sie schon einen Schritt voraus. Bleiben Sie mit unserem Newsletter auf dem Laufenden.
Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren
Owotunse Adebayo
Adebayo ist ein Autor mit vier Jahren Erfahrung im Kryptobereich. Er absolvierte die Universität von Lagos mit einem Abschluss in Stadt- und Regionalplanung. Adebayo arbeitete für Tokenhell und CryptoTicker und verfasste dort Nachrichten zu Kryptowährungen und Fintech. Derzeit ist er als freier Mitarbeiter für Cryptopolitantätig.
CRASH-KURS
- Mit welchen Kryptowährungen kann man Geld verdienen?
- Wie Sie Ihre Sicherheit mit einer digitalen Geldbörse erhöhen können (und welche sich tatsächlich lohnen)
- Wenig bekannte Anlagestrategien, die Profis anwenden
- Wie man mit dem Investieren in Kryptowährungen beginnt (welche Börsen man nutzen sollte, welche Kryptowährung am besten zum Kauf geeignet ist usw.)














