Zusammenfassung (TL;DR)
- Thailand geht härter gegen Kryptowährungen vor.
- Krypto-Akteure äußern Bedenken hinsichtlich einer zu starren Regulierung.
Die Finanzaufsichtsbehörden in Thailand arbeiten an den Formalitäten, um sicherzustellen, dass die persönliche KYC-Prüfung (Know Your Customer) für Kryptobörsen in dem asiatischen Land verpflichtend wird.
Diese Entwicklung zielt darauf ab, die Beschränkungen für die Erstellung neuer Konten bei Kryptobörsen zu verschärfen.
Laut lokalen Berichten vom Montag, dem 3. Mai thailändische Amt für die Bekämpfung der Geldwäsche (AMLO) bekannt gegeben, dass Kryptobörsen die Identität dent Kunden persönlich mit einem „Dip-Chip“-Gerät überprüfen müssen.
Die Realität vor der Einführung der persönlichen KYC-Prüfung bestand darin, dass diedentder Nutzer andentanhand von Dokumenten erfolgen konnte, die online eingereicht werden mussten.
Allerdings muss das Lesegerät nun einen in den Personalausweisen thailändischer Staatsbürger eingebetteten Chip scannen, weshalb die Kunden für den Verifizierungsprozess physisch anwesend sein müssen.
Die neuen Regeln könnten auch dazu führen, dass ausländische Investoren, die keine thailändischen Personalausweise erhalten können, keinen Zugang zu den Börsen des Landes erhalten.
Neben Kryptowährungen soll auch für Goldhändler eine persönliche KYC-Prüfung vorgeschrieben werden
Die Abgeordneten des Landes arbeiten mit Hochdruck daran, dass dieselbe Regelung auch für Goldhändler gilt. Goldhändler in der Hauptstadt Bangkok nutzen bereits Chip-Scanner zurdent.
Diese strengen Regulierungen erfolgen vor dem Hintergrund der zunehmenden Beliebtheit von Krypto-Assets, wobei die Zahl der Konten bei thailändischen Krypto-Börsen von 160.000 Ende 2020 auf fast 700.000 Anfang Mai sprunghaft angestiegen ist.
Interessengruppen äußern Bedenken hinsichtlich der Regulierung
Obwohl die persönliche KYC-Prüfung bereits in Planung ist, haben Interessengruppen im Land Bedenken geäußert, dass die neuen Regeln das Wachstum des thailändischen Kryptosektors behindern werden.
Poramin Insom, Mitbegründer und Direktor der thailändischen Kryptobörse Satang Corp, sagte, die Börsen seien noch dabei, der wachsenden Zahl von Kunden gerecht zu werden, da diese Regulierung das Wachstum, das sie verzeichnen, möglicherweise bremsen könnte.
Der thailändische Verband der Betreiber digitaler Vermögenswerte organisiert ebenfalls eine Debatte, um diese Vorschriften mit den Aufsichtsbehörden zu erörtern.

