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Der IWF hat ein schwerwiegendes Problem mit verfehlten Prioritäten

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Der IWF hat ein eklatantes Problem mit völlig verfehlten Prioritäten.
  • US-Beamte ernteten bei den Treffen von IWF und Weltbank aufgrund ihrer Wirtschaftspolitik Kritik statt Lob.
  • Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, kündigte an, dass die hohen Zinssätze anhalten und zu globalen Marktstörungen führen würden.
  • Der IWF kritisierte die USA wegen einer überhitzten Wirtschaft und eines hohen defi, das über den empfohlenen Werten liege.

Als sich die führenden Wirtschaftspersönlichkeiten der Welt zum jährlichen Frühjahrstreffen in Washington unter der Schirmherrschaft des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank versammelten, lag nicht festliche Vorfreude in der Luft, sondern eine zunehmende Kritik, die sich direkt gegen die Vereinigten Staaten richtete.

Statt einer Schulterklopf-Aktion sahen sich US-Beamte, darunter Finanzministerin Janet Yellen, mit Kritik statt Lob konfrontiert.

Die USA unter der Führung von Joe Biden waren bereit, sich im Glanz ihrer Wirtschaftspolitik zu sonnen, von der sie glaubten, dass sie die Weltwirtschaft.

Doch die Realität hielt ein anderes Drehbuch bereit, denn Kritik wurde von verschiedenen Seiten laut, von politischen Fehlentscheidungen bis hin zu wirtschaftlichem Missmanagement, wodurch ein ganz anderes Bild des globalen Wirtschaftsgiganten gezeichnet wurde.

Wirtschaftliche Spannungen nehmen inmitten globaler politischer Debatten zu

Die Woche begann mit einer überraschenden Wendung: Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, erschütterte die gesamte Finanzbranche. Seine Aussage, dass die Zinsen zur Dämpfung der überhitzten amerikanischen Wirtschaft hoch bleiben würden, war unerwartet und unerfreulich.

Die Folgen dieser Haltung waren unmittelbar spürbar: Die globalen Märkte gerieten in Unordnung, und internationale Entscheidungsträger beeilten sich, die Auswirkungen auf ihre eigenen Volkswirtschaften abzuschätzen.

Die geschäftsführende Direktorin des IWF, Kristalina Georgieva, würdigte zwar die Rolle der USA bei der Anhebung der globalen Wachstumsprognose, dämpfte ihr Lob jedoch schnell mit einer Warnung und deutete an, dass die US-Wirtschaft etwas zu heiß laufe, als dass es noch angenehm wäre.

Ihre Stellvertreterin, Gita Gopinath, und andere führende Persönlichkeiten der internationalen Finanzwelt schlossen sich dieser Einschätzung an und verwiesen auf das US- defi– das ihren Berechnungen zufolge 7 % des BIP ausmacht – als eklatantes Problem. Dieser Wert stellt die konservativere Obergrenze der Europäischen Union von 3 % deutlich in den Schatten.

Während der Gespräche kritisierte EU-dent Valdis Dombrovskis offen den „sehrtron“ fiskalpolitischen Kurs der USA. Angesichts der steigenden Verschuldung und der explodierenden Schuldendienstkosten deutete er die Notwendigkeit eines vorsichtigeren fiskalpolitischen Kurses in den USA an.

Der deutsche Finanzminister Christian Lindner konnte, obwohl er sich ummatic Zurückhaltung bemühte, nicht umhin, auf die Ironie von Bidens Inflationsbekämpfungsgesetz hinzuweisen, das seiner Meinung nach die Inflation eher anzuheizen als zu senken schien.

Globale Auswirkungen der US-Wirtschaftsentscheidungen

Die Auswirkungen der US-Politik waren auf allen Kontinenten spürbar. Von den europäischen Finanzzentren bis hin zu den Schwellenländern Brasiliens und Südafrikas teilten die Staats- und Regierungschefs die Besorgnis über die anhaltend hohen Zinsen in den USA und deren destabilisierende Wirkung auf die globalen Finanzmärkte.

Der Gouverneur der südafrikanischen Zentralbank, Lesetja Kganyago, und der brasilianische Finanzminister Fernando Haddad wiesen auf die weiterreichenden Implikationen der US-amerikanischen Geldpolitik hin und unterstrichen die Vernetzung der globalen Volkswirtschaften.

Nicht nur die Fiskalpolitik, sondern auch die Handelsstrategien der USA gerieten in die Kritik. Die von Janet Yellen befürwortete Rückverlagerung von Lieferketten ins Inland („Onshoring“) und ins Ausland („Friendshoring“) wurde wegen ihres Potenzials, die globale Wirtschaftsstabilität zu gefährden und den Inflationsdruck zu erhöhen, kritisiert.

Catherine Mann von der Bank of England wies darauf hin, dass die wahren Kosten dieser Veränderungen unterschätzt würden und wahrscheinlich zu häufigeren Wirtschaftsschocks und einer erhöhten Inflationsvolatilität führen würden.

Was die internationalen Handelsbeziehungen, insbesondere mit China, betrifft, so versuchten die USA, ihre Bedenken hinsichtlich Chinas übermäßiger Abhängigkeit von exportorientierten Wirtschaftswachstumsmaßnahmen direkt gegenüber chinesischen Beamten zum Ausdruck zu bringen. Trotz dieser Bemühungen schien die Botschaft ungehört zu verhallen.

Auf der Kantoner Handelsmesse in Guangzhou legte der chinesische Ministerpräsident Li Qiang großen Wert auf die Stärkung des globalen Ansehens chinesischer Marken und unterstrich damit seinen anhaltenden Fokus auf die Steigerung der Exporte.

Die Ereignisse der Woche zeichneten ein klares Bild. Der IWF und seine Partner beobachten die aktuelle Wirtschaftspolitik der USA mit zunehmender Skepsis. Die Woche hat gezeigt: Wenn die USA niesen, erkältet sich die ganze Welt – eine Mahnung, dass in der globalen Wirtschaft jede Handlung ihre Nachwirkungen hat.

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Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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