Laut TRM Labs nutzten die Huthis Kryptowährungen im Wert von 900 Millionen Dollar, um US-Sanktionen zu umgehen

- Die im Jemen ansässige Houthi-Gruppe hat über 900 Millionen Dollar für den Kauf von militärischer Ausrüstung und Waffen ausgegeben.
- Die Gruppe, die von den USA als terroristische Organisation eingestuft wird, setzt stark auf Kryptowährungen, um Sanktionen zu umgehen.
- Sanktionen und finanzielle Instabilität haben die Jemeniten gezwungen, auch auf dezentrale Finanzprotokolle und P2P-Transaktionen zurückzugreifen.
Das Blockchain-Analyseunternehmen TRM Labs berichtet, dass acht Krypto-Adressen mit Verbindungen zur jemenitischen Huthi-Gruppe über 900 Millionen US-Dollar in Kryptowährung an risikoreiche Organisationen transferiert haben. Laut TRM Labs wurden die Gelder vermutlich für Waffen und andere militärische Ausrüstung verwendet.
TRM Labs veröffentlichte diese Information in seinem jüngsten Bericht, der die Kryptoaktivitäten der Huthis und ihre Bemühungen zur Umgehung der US-Sanktionen analysierte. Laut Bericht handelt es sich bei diesen acht Adressen um diejenigen, die das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums am 2. April auf seine Liste der speziell benannten Staatsangehörigen und gesperrten Personen (SDN-Liste) gesetzt hat.

Bei der Analyse der Transaktionsströme von den Adressen entdeckte TRM Abflüsse von über 900 Millionen US-Dollar an verschiedene Quellen, darunter Adressen, die mit dem von OFAC sanktionierten iranischen Finanzier Sa'id al-Jamal in Verbindung stehen. Über die Adressen wurden außerdem Gelder an einen russischen Broker überwiesen, der Verbindungen zu einem chinesischen Hersteller von unbemannten Luftfahrzeugen und Drohnenabwehrsystemen unterhält.
Auf Grundlage dieser Transaktionen und der Verbesserung der UAV- und Anti-UAV-Fähigkeiten der Huthis in den letzten Jahren kam das Blockchain-Analyseunternehmen zu dem Schluss, dass die Gruppe Kryptowährungen verwendet, um Drohnen und andere militärische Ausrüstung zu kaufen.
Die Huthis nutzen zunehmend Kryptowährungen, um Sanktionen zu umgehen
Die Huthis sind eine politische und bewaffnete Gruppe, die seit 2014 den größten Teil des Jemen regiert. Internationale Bekanntheit erlangte die Gruppe jedoch in den letzten Jahren durch Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer als Vergeltung für Israels Vorgehen im Gazastreifen.
Als Reaktion auf die Aktionen der Gruppe haben die USA sie als ausländische Terrororganisation (FTO) eingestuft und Wirtschaftssanktionen sowie militärische Maßnahmen gegen sie verhängt. Da ihre Finanzinfrastruktur nun unter dem Druck der Sanktionen steht, scheinen die Huthis verstärkt auf Kryptowährungen zu setzen.
Dieser Schritt ist nicht überraschend, da sich in der Vergangenheit bereits mehrere von den USA sanktionierte Gruppen Kryptowährungen zugewandt haben. Nordkorea ist ein prominentes Beispiel: Das Land finanziert sein Atomwaffenprogramm durch ausgeklügelte Kryptodiebstähle.
Das OFAC hatte zudem hervorgehoben, wie vom Iran unterstützte Gruppierungen, darunter Hamas und Hisbollah, Kryptowährungen nutzen, um Sanktionen zu umgehen. Offenbar haben auch die Huthis ein umfangreiches Netzwerk von Vermittlern und Mittelsmännern aufgebaut, die Kryptowährungen und dezentrale Technologien einsetzen.
Interessanterweise nutzt die Gruppe Kryptowährungen nicht nur zur Finanzierung ihrer Aktivitäten. Sie betreibt auch Krypto-Mining, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. Verfügbare Beweise zeigen, dass sie dies bereits seit 2017 tut.
Allerdings benötigte das Unternehmen für seine Mining-Aktivitäten nur eine begrenzte Infrastruktur, da es auf Krypto-Mining-Dienste wie den inzwischen eingestellten Anbieter Coinhive angewiesen war. Dadurch konnte es Kryptowährungen über den jemenitischen Internetanbieter YemenNet schürfen.
Die Akzeptanz von Kryptowährungen nimmt im Jemen zu
Die zunehmenden Sanktionen gegen die Huthis und staatlich unterstützte Finanzinstitutionen wie die Internationale Bank von Jemen haben die Akzeptanz von Kryptowährungen im Land deutlich gesteigert. Laut TRM Labsnutzen viele Jemeniten mittlerweile DeFi Protokolle und Peer-to-Peer-Dienste für Geldtransfers und grenzüberschreitende Überweisungen.
Eine Analyse des Website-Traffics zeigt, dass 63 % der beobachteten Krypto-Aktivitäten vondentdes Jemen von DeFi Plattformen stammen, während globale zentralisierte Börsen nur 18 % ausmachen.
TRM Labs sagte:
„Das Interesse an DeFi -Dienstleistungen spiegelt möglicherweise die Attraktivität von Systemen wider, die es Nutzern ermöglichen, Transaktionen ohne Zwischenhändler durchzuführen, insbesondere dort, wo lokale Bankinstitute nicht erreichbar oder unzuverlässig sind.“
Dennoch steht das Land vor mehreren Herausforderungen, darunter eine mangelhafte Internetinfrastruktur, begrenzte Kenntnisse über digitale Vermögenswerte und fehlende Regulierungen für Kryptowährungen. All dies hat die Akzeptanz jedoch nicht verhindert.
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