Hongkong öffnet mit einem neuen Plan für professionelle Investoren die Tür zum 21 Billionen Dollar schweren Markt für Kryptoderivate

- Hongkong wird professionellen Investoren den Handel mit Kryptoderivaten ermöglichen und damit den Zugang zu einem 21 Billionen Dollar schweren Markt erweitern.
- Ein neues Stablecoin-Gesetz und Steuervergünstigungen sollen globale Krypto-Unternehmen und institutionelles Kapitaltrac.
- Die Regulierungsbehörden planen weitere Aktualisierungen im Jahr 2025, um die Regeln für die Web3-Integration und digitale Asset-Dienste zu stärken.
Die Hongkonger Wertpapier- und Futures-Kommission (SFC) will den Handel mit Kryptoderivaten für professionelle Anleger öffnen und damit einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des digitalen Vermögenswertmarktes der Stadt einleiten. Die Entscheidung folgt einem umfassenderen regulatorischen Vorstoß, durch die Förderung institutioneller Beteiligung globales Kapital für den wachsenden Markt virtueller Vermögenswerte zu erschließen.
Der geplante Derivaterahmen der SFC zielt auf einen Markt ab, der den Spot-Kryptohandel hinsichtlich Volumen und Umschlagshäufigkeit übertrifft. Daten von TokenInsight zeigen, dass Kryptoderivate im ersten Quartal 2025 ein Handelsvolumen von 21 Billionen US-Dollar erreichten, verglichen mit 4,6 Billionen US-Dollar im Spot-Handel. Dazu gehören Futures und Optionen, die erfahrenen Händlern Vorteile wie höhere Liquidität und Absicherungsmöglichkeiten bieten.
Führende Branchenvertreter setzen sich seit Längerem für Kryptoderivate in Hongkong ein. Jean David Péquignot, Chief Commercial Officer von Deribit, bezeichnete sie als einen zentralen Bestandteil des Rahmens für virtuelle Vermögenswerte in der Stadt. Anfang des Jahres sprach Péquignot über die Herausforderung, aufgrund fehlender Regulierungen für Derivate mehr institutionelle Marktteilnehmer zu gewinnen.
Im intensiven Wettbewerb der globalen Finanzzentren steigt das Interesse an institutioneller Infrastruktur. Hongkong reagiert darauf mit der Anpassung seiner Steueranreize und Rechtsrahmen, um sich als Asiens führender Krypto-Hub zu positionieren.
Gesetz zu Stablecoins verabschiedet, während der politische Rahmen wächst
Im Mai wurden im Legislativrat Hongkongs Regelungen für Stablecoins verabschiedet, die eine weitere Angleichung an internationale Regulierungsstandards ermöglichen. Das Gesetz führt außerdem ein Lizenzsystem für an Fiatwährungen gekoppelte Stablecoins ein, das das Vertrauen der Anleger in digitale Vermögenswerte, die an reale Währungen gebunden sind, weiter stärken soll.
Paul Chan, der Finanzsekretär, erklärte, die neue Gesetzgebung sei unerlässlich, um eine Plattform für die Entwicklung komplexerer Finanzprodukte zu schaffen. Zuletzt brachten die Behörden der Region Spot-ETFs für virtuelle Vermögenswerte und inverse Futures-Produkte auf den Markt, um den digitalen Markt weiter zu diversifizieren.
Es werden auch Maßnahmen ergriffen, um das allgemeine Steuersystem zu optimieren. Hongkonger Beamte gaben bekannt, dass digitale Vermögenswerte bald für Steuervorteile in Frage kommen könnten, die derzeit Investmentfonds, Single Family Offices und Carried-Interest-Strukturen gewährt werden. Dies könnte zudem mehr vermögende Privatanleger und globale Vermögensverwalter dazutrac, sich am Krypto-Ökosystem der Stadt zu beteiligen.
Die Regierung vereinfacht außerdem die Lizenzierungs-, Steuer- und Compliance-Verfahren für digitale Finanzunternehmen, die in der Greater Bay Area und auf dem chinesischen Festland tätig sind, mit Unterstützung von Invest Hong Kong und dem Hong Kong Key Enterprises Office.
Zweite Grundsatzerklärung und globale Abstimmung im Vorfeld
Eine zweite Grundsatzerklärung zu virtuellen Vermögenswerten wird von der SFC im Laufe des Jahres 2025 veröffentlicht. In der Ankündigung werden eine weitere Integration der Web3-Infrastruktur in den Mainstream-Finanzsektor sowie weitere Klarstellungen zu den Regeln in Bezug auf Verwahrungspflichten, Risikohinweise und Anlegerklassifizierung erwartet.
Im September 2024 kündigten die Hongkonger Aufsichtsbehörden an, die von der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) festgelegten Meldestandards für außerbörslich gehandelte Kryptoderivate umzusetzen. Dieser Schritt bringt die Aufsicht in Hongkong näher an internationale Standards heran und könnte für Institutionen, die Wert auf regulatorische Sicherheit legen,tracsein.
In Hongkong wurden die ersten Spot -Krypto-ETFs Asiens aufgelegt, ebenso wie bisher neun Lizenzen für Handelsplattformen für virtuelle Vermögenswerte (VATP). Über 1.100 Fintech-Unternehmen sind in Hongkong ansässig, darunter acht Digitalbanken, vier virtuelle Versicherer und zehn regulierte Plattformen für digitale Vermögenswerte.
Hongkongs aktuelle Entwicklung basierte auf dem ursprünglichen politischen Rahmenplan von 2022. Dieser Schritt erfolgte, nachdem China Kryptowährungen landesweit verboten hatte und Hongkong damit zur regulierten Alternative in der Region wurde. Seitdem haben jedoch die von den Beschränkungen auf dem Festland betroffenen Krypto-Unternehmen großes Interesse an der Stadt gezeigt.
Hongkong wurde in einem aktuellen Bericht der Migrationsberatungsplattform Multipolitan nach Ljubljana (Slowenien) als zweitkryptofreundlichste Stadt eingestuft. Die Rangliste basiert auf Infrastruktur, Regulierung und Innovationsförderung.
Der Bericht deckt sich mit den Zielen der Regierung. Auf der Konsenskonferenz bekräftigte Finanzsekretär Chan, dass die Strategie der Stadt mit ihrem „Engagement für den Aufbau eines florierenden Ökosystems für digitale Vermögenswerte“ übereinstimmt
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Brenda Kanana
Brenda verfügt über mehr als vier Jahre Erfahrung in den Bereichen Kryptowährung, künstliche Intelligenz und Zukunftstechnologien. Sie arbeitete bereits für Zycrypto, Blockchain Reporter und The Coin Republic und ist nun bei Cryptopolitan tätig. Ihr Soziologiestudium an der Technischen Universität Mombasa ermöglicht es ihr, stets am Puls ihrer Leserschaft zu sein.
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