- Hongkong hat weniger strenge Kapitalanforderungen für Finanzinstitute vorgeschlagen, die bestimmte digitale Vermögenswerte halten.
- Die HKMA hat CRP-1 eingeführt, das darlegt, wie digitale Vermögenswerte gemäß den globalen Kapitalstandards des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht klassifiziert werden sollen.
- Die Zentralbank teilte mit, dass die neuen Bestimmungen ab dem 1. Januar 2026 im Land in Kraft treten werden.
Die Hongkonger Währungsbehörde (HKMA) schlug am Mittwoch gelockerte Kapitalanforderungen für Finanzinstitute vor, die bestimmte digitale Vermögenswerte halten. Die Initiative deutet auf das Bestreben der Region hin, sich zu einem globalen Krypto-Zentrum zu entwickeln.
Lokale Medien berichteten, dass die Zentralbank des Landes ein neues Modul für das Aufsichtsrichtlinienhandbuch, CRP-1, eingeführt hat. Die Bestimmung legt fest, wie virtuelle Vermögenswerte gemäß den globalen Kapitalstandards des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht klassifiziert werden sollen.
Die HKMA setzt die Baseler Standards in Hongkong um
Die Hongkonger Währungsbehörde veröffentlichte Mitte August eine Mitteilung, in der sie bestätigte, dass die internationalen Gesetze voraussichtlich Anfang 2026 im Land in Kraft treten werden. Das Konsultationspapier wurde an den lokalen Bankensektor verteilt und erläutert darin den Ansatz der Zentralbank zur Umsetzung der Baseler Standards im Rahmen der Hongkonger Regulierungsbestimmungen.
Die neuen Bestimmungen konzentrieren sich auch darauf, wie Rechenzentren mit Krypto-Assets umgehen, die auf erlaubnisfreien Blockchains laufen. Gemäß den jüngsten Richtlinienentwürfen könnten Kryptowährungen, die auf erlaubnisfreien Blockchain-Netzwerken basieren, von geringeren Eigenkapitalanforderungen für Banken profitieren, sofern der Emittent wirksame Risikomanagement- und -minderungsmaßnahmen implementiert.
Der neue Bankenvorschlag unterscheidet tokenisierte Vermögenswerte und Stablecoins, die dem Stablecoin-Rahmenwerk entsprechen, von ungedeckten Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum, anstatt alle digitalen Vermögenswerte gleich zu behandeln. Die Baseler Regelntraczudem eine Risikogewichtung von 1.250 % vor, die Banken verpflichtet, Kapital in Höhe von mindestens 100 % des Wertes der digitalen Vermögenswerte als Puffer gegen potenzielle Verluste vorzuhalten.
Die bestehenden Regeln machen die Arbeit mit virtuellen Vermögenswerten für Banken unwirtschaftlich, doch die neuen Bestimmungen könnten die Schwellenwerte für zulässige Kryptobestände senken. Die HKMA plant zudem, zuzulassen , um ihnen in den verbleibenden Monaten bis Anfang nächsten Jahres ausreichend Zeit zur Vorbereitung auf das Inkrafttreten der Kapitalanforderungen zu geben.
Im Laufe der Jahre hat das Land eine regulatorische Infrastruktur für Kryptowährungen geschaffen, darunter Lizenzierungsrahmen für Kryptobörsen und Stablecoin-Emittenten. Die thailändische Wertpapier- und Futures-Kommission (SFC) aktualisierte im August zudem ihre Richtlinien und verpflichtete lizenzierte Kryptoplattformen, die Verwahrungspraktiken für Kundengelder zu verbessern.
forderte die SFC eine Überprüfung der Verwahrungspraktiken von Handelsplattformen für virtuelle Vermögenswertedent, die Sicherheitslücken aufdeckten und zu erheblichen Kundenverlusten führten, legte ihre neuen Erwartungen dar, die die Verantwortlichkeiten des Top-Managements, die Infrastruktur von Cold Wallets, die Echtzeit-Bedrohungsüberwachung und die Aufsicht über Wallets von Drittanbietern umfassen.
Die HKMA legt Bestimmungen für Stablecoin-Emittenten in Hongkong fest
Gemäß den neuen Bestimmungen benötigen Emittenten von Stablecoins in Hongkong eine Lizenz , um einen Stablecoin auszugeben, der einen stabilen Wert in Bezug auf den Hongkong-Dollar aufweisen soll. Die Unternehmen müssen zudem über ein Aktienkapital von bis zu 25 Millionen HK$, liquide Mittel in Höhe von 3 Millionen HK$ sowie über ausreichend liquide Mittel verfügen, um die laufenden Betriebskosten für mindestens zwölf Monate zu decken.
Die HKMA erlaubt Inhabern von Stablecoins außerdem, ihre Vermögenswerte zum Nennwert einzulösen; der Vorgang dauert in der Regel einen Werktag. Die Bank untersagt Emittenten zudem, unangemessene Gebühren oder Bedingungen für Einlösungsanträge zu erheben.
Die Zentralbank warnte , dass Emittenten, die ohne Lizenz regulierte Stablecoin-Aktivitäten betreiben, mit einer Geldstrafe von bis zu 5 Millionen HK$ und einer Freiheitsstrafe von bis zu sieben Jahren rechnen müssen. Zusätzlich wird für jeden Tag des Verstoßes eine tägliche Geldstrafe von 100.000 HK$ fällig.
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Collins J. Okoth
Collins Okoth ist Journalist und Marktanalyst mit acht Jahren Erfahrung im Bereich Krypto und Technologie. Er ist zertifizierter Finanzanalyst und hat einen Abschluss inmatic. Zuvor war er als Autor und Redakteur für Geek Computer und CoinRabbit tätig.
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