Zusammenfassung (TL;DR)
- Grayscale geht gegen die SEC wegen der Ablehnung Bitcoin Spot-ETFs vor
- Grayscale zufolge hat die SEC keinen Grund, den ETF von VanEck abzulehnen
- Die Investmentgesellschaft plant, ihren Spot-ETF im Juli 2022 aufzulegen
In den letzten Monaten hat die US-Börsenaufsicht SEC Bitcoin -ETFs massiv blockiert. Als Begründung wird üblicherweise angeführt, dass diese Produkte neben anderen Problemen im Sektor massive Marktmanipulationen verursachen könnten. Van Eck beantragte kürzlich die Zulassung eines ETFs, der monatelang von der Aufsichtsbehörde geprüft wurde. Trotz vielversprechender Ansätze lehnte die SEC den Antrag erwartungsgemäß ab. Grayscale kritisierte die Behörde daraufhin in einem offenen Brief, da sie Bitcoin -Futures-ETFs bevorzuge und genehmige, Bitcoin Spot-ETFs jedoch nicht.
Grayscale zufolge hat die SEC keinen Grund, den ETF von VanEck abzulehnen
In einem offenen Brief an die Sekretärin der Regulierungsbehörde, Vanessa Countryman, wies Grayscale darauf hin, dass die Behörde keinen Grund habe, Spot- Bitcoin -ETFs abzulehnen. Das Investmentunternehmen argumentierte, dass die Behörde, nachdem sie bereits grünes Licht für Futures- Bitcoin ETFs gegeben habe, nun auch Spot-ETFs akzeptieren solle.
Die US-Börsenaufsicht SEC in den letzten Monaten drei Bitcoin enj , andere jedoch nicht. Zudem behauptet Grayscale, die SEC halte sich nicht mehr an den Administrative Protection Act, da die beiden Produkte eigentlich gleichbehandelt werden müssten.
Grayscale plant die Einführung seines Spot-ETFs im Juli 2022
Der Besitz eines Bitcoin Futures-ETFs ermöglicht es Händlern, durch Spekulationen über zukünftige Bitcoin-Preise Gewinne zu erzielen. Bitcoin Spot-ETF hingegen entspricht dem Halten und Handeln mit digitalen Vermögenswerten. Grayscale hat über seine Tochtergesellschaft GBTC die Zulassung eines solchen Spot- Bitcoin -ETFs beantragt und wartet bis zum 24. Dezember auf die Entscheidung der US-Börsenaufsicht SEC.
Der Hauptgrund für die Ablehnung des VanEck-ETFs durch die SEC war laut dieser, dass das Produkt nicht dem US-amerikanischen Börsengesetz von 1934 entsprach. Grayscale sieht das jedoch anders, da das Gesetz ihrer Ansicht nach viele Änderungen seit 2017 nicht berücksichtigt hat. Bereits 2017 den ersten Spot Bitcoin abgelehnt
Grayscale ist zudem der Ansicht, dass Händler von Bitcoin -Futures-ETFs von den für Spot-ETF-Händler geltenden Auflagen befreit sind. Diese Auflage, gemäß Abschnitt 6(5)b des US-amerikanischen Börsengesetzes (Exchange Act), soll Anleger vor Marktrisiken schützen und gleichzeitig Bevorzugung einzelner Händler oder Anlagen verhindern. Grayscale hatte zuvor angekündigt, dass sein Bitcoin Spot-ETF im Juli 2022 auf den Markt kommen könnte, doch die jüngsten Ereignisse lassen Händler an dieser Aussage zweifeln.

