François Villeroy de Galhau, Gouverneur der Banque de France, der französischen Zentralbank, hat erklärt, dass Facebook Libra die Regeln der Bank „respektieren“ müsse.
Seit Facebook sein Stablecoin-Projekt angekündigt hat, sieht es sich Kritik von allen Seiten ausgesetzt. Am 18. Juni 2019 äußerten Banker weltweit Bedenken hinsichtlich der Ziele des sozialen Netzwerks. Sie fügten hinzu, dass die Stabilität des globalen Finanzsystems, insbesondere des traditionellen Bankensystems, gefährdet sei. Es sei unwahrscheinlich, dass Libra in Frankreich anstelle des Euro akzeptiert werden könne.
Die kürzlich von Facebook detailliert vorgestellte digitale Währung muss den geltenden Regeln entsprechen, wenn sie das von ihr angestrebte Niveau erreichen will.
Auf Antrag Frankreichs eine G7-Arbeitsgruppe
Der Zentralbankgouverneur erklärte ferner, dass die Regulierungsbehörden einige Fragen an das Social-Media-Unternehmen stellen müssten, um die Stabilität des globalen Finanzsystems zu gewährleisten.
Die Aufgabe der Task Force besteht nicht nur darin, die genaue Zusammensetzung des Währungskorbs, der den zu veröffentlichenden digitalen Vermögenswert decken soll, festzulegen, sondern auch die Integrität der beteiligten Unternehmen zu gewährleisten.
Der Zentralbanker vertrat ebenfalls die Ansicht, dass private Unternehmen wie Facebook ohne ein Mandat der Öffentlichkeit nicht angemessen zur Rechenschaft gezogen werden können. De Galhau bezweifelt zudem, ob Libra jemals alle allgemein anerkannten Anforderungen an Geld erfüllen wird.
Gouverneur der französischen Zentralbank auf Facebook Libra