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Googles KI-Comeback stärkt das Vertrauen der Anleger in die Aktie

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Googles Logo und ein KI-Symbol
  • Die neuen KI-Tools von Google, wie Gemini 2.0 und Project Astra, haben die Aktie auf ein Allzeithoch von 199,91 US-Dollar getrieben und das Vertrauen der Anleger wiederhergestellt.
  • Mit seinem neuen Trillium-Chip tritt das Unternehmen gegen Nvidia an und leistet mit dem Willow-Chip Pionierarbeit im Bereich des Quantencomputings.
  • Google steht unter Druck von Konkurrenten wie Microsoft und Elon Musks xAI und sieht sich zudem in den USA mit harten Kartellklagen konfrontiert.

Google hat das Blatt gewendet. Nachdem der Tech-Gigant monatelang wegen des Verlusts seines frühen Vorsprungs im Bereich der künstlichen Intelligenz heftig kritisiert wurde, ist er nun mit voller Wucht zurück.

Die Einführung neuer KI-Modelle und -Tools im Dezember hat bei den Anlegern für Begeisterung gesorgt und getrieben den Aktienkurs von Alphabet auf ein Rekordniveau von 199,91 US-Dollar sowie eine Marktkapitalisierung von 2,3 Billionen US-Dollar

Der Aufschwung begann mit Gemini 2.0, Googles fortschrittlichem KI-Modell, das die Konkurrenz in Benchmarks deutlich übertroffen hat. Es wurde zusammen mit anderen wichtigen Veröffentlichungen wie Project Mariner und Project Astra veröffentlicht.

Mariner kann auf Befehl detaillierte Forschungsberichte erstellen, während Astra Anfragen in Echtzeit per Text, Video und Audio beantwortet – es funktioniert sogar über Datenbrillen.

Googles Veo 2 und Imagen 3 scheinen die Video- und Bildgenerierung neu zudefiund geben Investoren viele Gründe, an das Wiederaufleben des Unternehmens zu glauben.

Fortschrittliche Technologie und Hardware verschaffen Google einen neuen Wettbewerbsvorteil 

Eine der kühnsten Entscheidungen war die Einführung von Trillium, Googles neuem Tensor Processing Unit (TPU)-Chip, mit dem Nvidias Dominanz auf dem Markt für KI-Hardware herausgefordert werden sollte.

Dann gibt es noch Willow, Googles Quantencomputer-Chip. Er ist für die Verarbeitung von Qubits konzipiert, jenen komplexen Quantenbits, die die meisten Quantenprojekte bisher auf Eis gelegt haben. Das Unternehmen behauptet außerdem, er könne Aufgaben in fünf Minuten erledigen, für die herkömmliche Supercomputer zehn Septillionen Jahre bräuchten.

Quantencomputing ist jedoch noch nicht marktreif. Und DeepMind sollte man nicht vergessen. AlphaFold, die KI-Software zur Vorhersage von Proteinstrukturen, brachte ihren Entwicklern, Sir Demis Hassabis und John Jumper, den Nobelpreis ein.

Dieser Technologieboom fällt mit Googles drei Quartalen in Folge mit zweistelligem Gewinnwachstum zusammen. Zahlen lügen nicht. Anleger haben dies erkannt und den Aktienkurs in diesem Jahr um 38 % steigen lassen.

Die Zuwächse sind zwar beeindruckend, doch zwischen Alphabet und Microsoft klafft immer noch eine Lücke von einer Billion Dollar. Die Frage ist nicht, ob Google aufholt, sondern ob es den Marktführer überholen kann.

Ein harter Kampf gegenKonkurrenten, Rechtsstreitigkeiten und Elon Musk 

Der Wettbewerb ruht sich nicht aus. Microsoft liegt dank seiner frühen Investition in OpenAI und der nahtlosen Integration von KI in seine Flaggschiffprodukte weiterhin vorn. Sundar Pichai, CEO von Google, kritisierte Microsofts Abhängigkeit von OpenAI-Modellen während des DealBook Summit.

Er sagte: „Ich würde jederzeit gerne einen direkten Vergleich der Microsoft-Modelle mit unseren Modellen anstellen.“

Doch nicht nur Microsoft ist daran beteiligt. Auch Elon Musks xAI baut in Memphis etwas Gigantisches. Sein Supercomputer Colossus, der mit 100.000 Nvidia-GPUs ausgestattet ist, soll auf bis zu eine Million Chips skaliert werden.

Diese Rechenleistung ist nicht nur Show. Elons Chatbot Grok mag zwar noch keine direkte Bedrohung darstellen, aber angesichts der Pläne, bis 2025 aufzuholen, kann sich Google nicht zu sehr auf seinen Lorbeeren ausruhen.

Und dann ist da noch Onkel Sam. Das Justizministerium hat es massiv auf Google abgesehen. Nach der verlorenen Kartellrechtsklage im August wappnet es sich für weitere Rückschläge. Das Justizministerium will den Verkauf von Chrome erzwingen, Googles Exklusivvertrag mit Apple kündigen und seinen riesigen Fundus an Nutzerdaten offenlegen.

KI-gestützte Startups wie Anthropic und OpenAI sind Google ebenfalls dicht auf den Fersen. Diese Unternehmen bieten Tools an, die den Zwischenhändler umgehen und direkte Antworten statt Links liefern.

Googles Antwort, „KI-Übersichten“, mag clever klingen, doch erste Daten zeigen einen Rückgang der Anzeigenklicks – im dritten Quartal um 8 % im Vergleich zum Vorjahr. Das sind schlechte Nachrichten für ein Unternehmen, das auf Werbeeinnahmen in Höhe von 175 Milliarden US-Dollar angewiesen ist.

Interne Machtkämpfe und langsame Umsetzung 

Googles Herausforderungen sind nicht nur externer Natur. Auch die Unternehmensstruktur selbst bereitet Probleme. Konkurrierende Teams verzögerten den Start von Gemini, da sie intern um Aufmerksamkeit buhlten. Als Google schließlich Bard vorstellte, floppte es.

Die Kritiker sparten nicht mit Kritik, und Alphabets Marktwert sank innerhalb eines Tages um 100 Milliarden Dollar, nachdem Bard bei einer Demo versagt hatte. Nun ist Gemini 2.0 endlich da – und ein voller Erfolg. Doch der Weg dorthin war holprig. Google-Insider machen eine zersplitterte Führungsriege und mangelnde Dringlichkeit für die Verzögerungen verantwortlich.

Sundar Pichai gab zu, dass ihn der Erfolg von ChatGPT überrascht habe und sagte bei einer Veranstaltung in Stanford: „Ich hatte eine andere Vorstellung von der Entwicklung.“ Obwohl sein Vertrauen in die Zukunft der KI weiterhin groß ist, haben die Fehltritte Spuren hinterlassen.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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