Silber setzte seine gewaltige Rallye am Freitag noch einmal fort und stieg im Tagesverlauf um weitere 6 % auf ein neues Allzeithoch von 76 US-Dollar pro Unze.
Damit steuert das Edelmetall auf seinen größten monatlichen Kursanstieg seit Dezember 1979 zu, da Händler verstärkt in sichere Anlagen investieren und möglichen US-Handelsbeschränkungen zuvorkommen. Silber hat in diesem Jahr bereits um 158 % zugelegt und droht nun sogar Gold bei den globalen Investitionen in sichere Anlagen zu überholen.
Die Devisenmärkte zeigten sich unruhig, wobei der japanische Yen trotz der Zinserhöhung der Bank von Japan in der vergangenen Woche erneut nachgab.
Der Dollar stieg um 0,42 % auf 156,44 Yen, da die Händler die Erhöhung ignorierten und sich auf Japans aggressive Fiskalpolitik konzentrierten, die die Anleiherenditen auf mehrjährige Höchststände getrieben hat.
Die Anleger beobachten die Lage aufmerksam und hoffen auf ein Eingreifen der Behörden, bisher haben diese jedoch geschwiegen.
Der Dollar-Index legte unterdessen um 0,02 % auf 97,96 zu, der Euro stieg um 0,04 % auf 1,1782 US-Dollar und das Pfund Sterling fiel um 0,14 % auf 1,3504 US-Dollar.
Der allgemeine Dollar-Trend ist für das laufende Jahr weiterhin rückläufig. Die Märkte preisen stark mit Zinssenkungen der Fed im Jahr 2026 ein; es werden zwei bis drei Senkungen um jeweils 25 Basispunkte erwartet, wobei die erste möglicherweise bereits im März erfolgen könnte.
Die Fed-Verantwortlichen befinden sich in einer schwierigen Lage: Die Inflation liegt zwar immer noch über 2 %, aber der Arbeitsmarkt verliert an Dynamik.
Im Kryptobereich stieg Bitcoin um 0,50 % auf 88.288 US-Dollar und bewegte sich damit im Einklang mit den breiter gefassten Risikoanlagen, da sich die Händler auf niedrigere Zinsen im nächsten Jahr einstellen.