Getty Images bringt inmitten eines laufenden Rechtsstreits um 1,8 Billionen Dollar einen KI-Bildgenerator auf den Markt

- Getty Images bringt inmitten einer 1,8 Billionen Dollar schweren Klage einen ethischen KI-Bildgenerator auf den Markt.
- Craig Peters legt Wert auf KI-Ethik und die Gewinnbeteiligung der Mitwirkenden.
- Die generative KI von Getty Images blockiert Deepfake-Anfragen und gewährleistet so die Integrität der Inhalte.
Getty Images, eine renommierte Bildagentur, hat einen neuen KI-gestützten Bildgenerierungsdienst eingeführt – und das, obwohl das Unternehmen gleichzeitig einen umfangreichen Rechtsstreit gegen einen Konkurrenten im Bereich KI-generierter Bilder führt. CEO Craig Peters erklärte, der neue Dienst mit dem Namen „Generative AI by Getty Images“ biete Unternehmen kommerzielle Vorteile und unterstreiche gleichzeitig seine Legitimität und die Achtung der Urheberrechte. In diesem Artikel beleuchten wir Gettys Einstieg in die KI-generierte Bildgebung und den damit verbundenen Rechtsstreit.
Ein zweigleisiger Ansatz
Getty Images navigiert durch die komplexe Welt der KI mit einem sowohl juristischen als auch unternehmerischen Ansatz. Anfang des Jahres reichte Getty Klage gegen Stability AI ein, ein in London ansässiges Unternehmen für KI-generierte Bilder. Die Klage wirft Stability AI vor, über 12 Millionen Fotografien aus Gettys umfangreicher Sammlung samt Bildunterschriften und Metadaten unrechtmäßig kopiert zu haben, um ein Konkurrenzunternehmen aufzubauen. Getty Images fordert Schadensersatz in Höhe von bis zu 1,8 Billionen US-Dollar und macht Anspruch auf Entschädigung für jedes verletzte Werk.
Gettys Haltung zur Ethik der KI
In einem Interview hob Craig Peters, CEO von Getty Images, die ethischen Bedenken im Zusammenhang mit KI-generierten Inhalten hervor. Er äußerte Vorbehalte gegenüber bestimmten KI-Bildgeneratoren wie DALL-E, Midjourney und Stability AI von OpenAI, die auf frei im Internet verfügbaren Inhalten basieren und daher mitunter Urheberrechtsverletzungen und die Erstellung von Deepfakes zur Folge haben. Der neue Service von Getty hingegen zielt darauf ab, ethische Standards einzuhalten und Risiken für geistiges Eigentum zu vermeiden.
Die Zusammenarbeit mit Nvidia
Die generative KI von Getty Images entstand aus einer langjährigen Zusammenarbeit mit Nvidia, einem kalifornischen Technologieunternehmen und Chiphersteller. Diese Partnerschaft bestand bereits vor den Rechtsstreitigkeiten mit Stability AI und basiert auf Nvidias KI-Modell Edify aus der Abteilung für generative KI Picasso. Die Zusammenarbeit gewährleistet „volle Haftungsfreistellung für die kommerzielle Nutzung“ und vergütet Getty-Mitwirkende für ihre im Trainingsdatensatz enthaltenen Bilder. Diese Vergütungsstruktur sieht eine Umsatzbeteiligung über einen längeren Zeitraum anstelle einer Einmalzahlung vor.
Zielgruppe und Anwendungsfälle
Getty Images positioniert seinen KI-generativen Dienst primär für Marken, die Marketingmaterialien und kreatives Bildmaterial benötigen. In diesem Markt konkurriert Getty mit Branchenrivalen wie Shutterstock und Adobe. Der Dienst richtet sich jedoch nicht an diejenigen, die Fotojournalismus oder redaktionelle Inhalte suchen; hier konkurriert Getty mit Nachrichtenorganisationen wie der Associated Press.
Vermeidung von Deepfakes und ethischen Bedenken
Peters betonte, dass die KI-gestützte Bildbearbeitung von Getty Images über Sicherheitsvorkehrungen verfügt, um die Erstellung politisch schädlicher „Deepfake“-Bilder zu verhindern. Das KI-Modell blockiertmaticAnfragen mit erkennbaren Personen oder Marken. Zur Veranschaulichung fragte Peters nach einem Bild von „dent Joe Biden auf einem Surfbrett“, das das Tool jedoch nicht generierte. Diese proaktive Vorgehensweise stellt sicher, dass der Dienst nicht zur Verbreitung schädlicher und irreführender Inhalte beiträgt.
Integrität der Inhaltsbibliothek
Getty Images stellte außerdem klar, dass KI-generierte Inhalte nicht in die bestehenden Inhaltsbibliotheken aufgenommen werden, die weiterhin „echten Menschen, die echte Dinge an realen Orten tun“ gewidmet sein werden. Dies bekräftigt Gettys Engagement für den Erhalt der Authentizität seiner Bilddatenbank und die gleichzeitige Nutzung von KI als Werkzeug für Kreativität und Innovation.
Getty Images dringt immer tiefer in die Welt der KI-generierten Bilder vor und strebt dabei nach einem Gleichgewicht zwischen technologischem Fortschritt und ethischer Verantwortung. Die Einführung von Generative AI durch Getty Images unterstreicht das Engagement des Unternehmens, innovative Lösungen anzubieten und gleichzeitig die Rechte der Urheber sowie die Integrität seiner Inhaltsbibliotheken zu wahren. Die 1,8 Billionen Dollar schwere Klage gegen Stability AI verdeutlicht derweil die juristischen Auseinandersetzungen, die die Zukunft von KI und geistigen Eigentumsrechten im digitalen Zeitalter weiterhin prägen.
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