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Das Kartellrechtsteam der FTC aus der Trump-Ära sieht sich einer strengen Warnung wegen der Blockierung von Technologiefusionen ausgesetzt

VonNellius IreneNellius Irene
Lesezeit: 2 Minuten
Das Kartellrechtsteam der FTC aus der Trump-Ära sieht sich einer strengen Warnung wegen der Blockierung von Technologiefusionen ausgesetzt
  • Die Federal Trade Commission verliert ihren Einspruch gegen die Übernahme von Activision durch Microsoft für 69 Milliarden Dollar.
  • Ein Bundesgericht urteilte, dass diese Kartellbehörden handfeste Beweise für Schäden vorlegen müssen und nicht nur Theorien.
  • Dieses Urteil stellt die aggressive Vorgehensweise der Regulierungsbehörden unter der Trump-Regierung in Frage. 

Ein Bundesberufungsgericht wies die Bemühungen des Kartellrechtsteams aus der Trump-Ära zurück, Microsoft an der Übernahme von Activision Blizzard im Wert von 69 Milliarden Dollar zu hindern.

Das Gericht stellt fest, dass die FTC-Regulierungsbehörden keine stichhaltigen Beweise für einen Schaden vorgelegt haben und stattdessen auf der Grundlage ihrer eigenen Prognose gehandelt haben, wie die Fusion den Wettbewerb beeinträchtigen könnte. 

Bundesrichter weisen die Theorie der FTC zurück und fordern konkrete Beweise für einen Schaden

Ein dreiköpfiges Richtergremium des Neunten Bundesberufungsgerichts entschied, dass die FTC nicht genügend Beweise vorgelegt habe, nachdem es den Antrag der Behörde auf Verhinderung der 69 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft zurückgewiesen hatte.

Die Kartellbehörden des Bundes behaupteten, die Fusion würde dem Wettbewerb schaden. Das Gericht forderte jedoch von ihnen klare und faktenbasierte Beweise anstelle von hypothetischen Theorien oder Prognosen. 

In seiner 40-seitigen Entscheidung führte Richter Daniel P. Collins aus, dass die FTC „nicht ausreichend dargelegt hat, warum ihre Argumente in der Sache Erfolg haben könnten“. Diese Ausführungen verdeutlichten, dass der Behörde die Beweise fehlten, um das Gericht davon zu überzeugen, dass Microsoft wichtige Activision-Spiele wie die Call-of-Duty-Reihe von Konkurrenzplattformen fernhalten oder seine neue Marktstellung nutzen würde, um Cloud-Gaming oder Abonnementdienste zu diktieren. 

Im Gegensatz zu den Behauptungen der FTC Microsoft bereits eine 10-jährige Vereinbarung zugesagt, um „Call of Duty“ weiterhin auf Sonys PlayStation verfügbar zu halten, was das Gericht als glaubwürdigen Versuch zur Aufrechterhaltung eines fairen Wettbewerbs wertete. 

Die Entscheidung des Gerichts diente als Warnung an die Kartellbehörden, die ihre ungebührlichen Beschränkungen auf Annahmen stützen, dass Unternehmen die Fusionsbedingungen verfälschen und zu Ungerechtigkeiten führen könnten, anstatt ihre Behauptungen zu beweisen. 

Weitere Kartellverfahren gegen große Technologiekonzerne stehen weiterhin im Fokus der Justiz

Das Urteil gegen die FTC im Fall Microsoft-Activision mag wie ein Rückschlag erscheinen. Es bestärkt das Justizministerium jedoch nur darin, die Geschäfte und Praktiken anderer großer Technologiekonzerne wie Google, Apple und Meta gerichtlich anzufechten. Diese Klagen zeigen, dass die US-Regierung wettbewerbswidriges Verhalten einiger der mächtigsten Unternehmen der Digitalwirtschaft

Insbesondere Google ist Opfer zweier Kartellklagen, in denen das US-Justizministerium behauptet, das Unternehmen wende illegale Taktiken an, um seine Vormachtstellung als größte Suchmaschine zu schützen und fairen Wettbewerb mit seinen digitalen Werbetechnologien zu verhindern.

Die Entscheidung des Berufungsgerichts im Fall Microsoft gegen Activision, die gegen die FTC ausfiel, mag zwar keine unmittelbaren Auswirkungen auf andere Fälle gegen große Technologieunternehmen haben. Sie wird aber sicherlich die Art und Weise prägen, wie Richter künftig über ähnliche Fälle entscheiden.

Im weiteren Verlauf wird der Druck auf die Gerichte zunehmen, weniger geneigt zu sein, Regulierungsbehörden zu bevorzugen, wenn diese Argumente vorbringen, die auf gesundem Menschenverstand und nicht auf konkreten Beweisen für tatsächliche oder potenzielle Schäden beruhen.

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