Frankreich droht mit hartem Vorgehen gegen in der EU lizenzierte Krypto-Unternehmen

- Frankreich könnte Kryptofirmen, die in anderen EU-Ländern eine Lizenz besitzen, den Betrieb im Inland untersagen.
- Die AMF warnte davor, dass Unternehmen in der gesamten EU nach schwachen Regulierungsbehörden suchen.
- Frankreich, Italien und Österreich wollen, dass die ESMA die volle Kontrolle über die Kryptoaufsicht übernimmt.
Laut Reuters droht Frankreich damit, Krypto-Unternehmen, die in anderen EU-Ländern eine Lizenz erhalten haben, die Geschäftstätigkeit innerhalb seiner Grenzen zu untersagen.
Die malaysische Finanzaufsichtsbehörde AMF erklärte, sie werde möglicherweise damit beginnen, diese „passportierten“ Lizenzen abzulehnen, als Teil eines größeren Vorhabens, die Aufsicht über Kryptowährungen der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) zu übertragen.
Marie-Anne Barbat-Layani,dent der AMF, sagte, Krypto-Unternehmen würden „in ganz Europa nach den besten regulatorischen Rahmenbedingungen suchen“ und Länder mit weniger strengen Lizenzierungsstandards auswählen, um leichteren Zugang in der gesamten EU zu erhalten.
Im Rahmen des in diesem Jahr in Kraft getretenen EU-MiCA-Gesetzes können Unternehmen in einem Mitgliedstaat eine Lizenz erwerben und in allen 27 Mitgliedstaaten tätig sein. Frankreich argumentiert, dass diese Regelung nun gravierende Lücken in der Überwachung von Krypto-Unternehmen aufdeckt und fordert deren schnelle Behebung.
Frankreich schließt sich Italien und Österreich an und fordert Kontrolle durch die ESMA
Marie-Anne erklärte gegenüber Reuters, Frankreich halte sich die Option offen, Lizenzen anderer EU-Länder kategorisch abzulehnen – die sogenannte „Atomwaffe“. „Das ist rechtlich sehr komplex und kein gutes Signal für den Binnenmarkt“, sagte sie, „aber es ist nach wie vor eine Möglichkeit, die wir in der Hinterhand behalten.“
Sie nannte keine konkreten Unternehmen, doch die AMF meint es offensichtlich ernst. Am Montag schloss sich Frankreich mit der italienischen Consob und der österreichischen FMA zusammen, um die ESMA dazu zu bewegen, die Aufsicht über große Kryptofirmen zu übernehmen.
In einem gemeinsamen Papier warnten die drei Regulierungsbehörden davor, dass die nationalen Behörden die MiCA-Regeln sehr unterschiedlich anwenden, wodurch Unternehmen die Möglichkeit hätten, die schwächste Stelle auszunutzen.
Sie schrieben, dass die ersten Monate unter MiCA bereits „erhebliche Unterschiede“ in der Aufsicht aufgezeigt hätten. Sie fordern eine direkte Kontrolle auf EU-Ebene, um sicherzustellen, dass die Regeln einheitlich angewendet werden.
Sie fordern außerdem Änderungen am MiCA selbst, darunter strengere Regeln für Krypto-Unternehmen, die außerhalb der EU tätig sind,tronCybersicherheitsstandards und eine bessere Überwachung der Einführung neuer Token.
Ein Sprecher der ESMA erklärte, die Behörde arbeite intensiv daran, die Lizenzierung und Aufsicht von Kryptowährungen zu vereinheitlichen. Er verwies auf ein im vergangenen Jahr veröffentlichtes Papier, in dem die ESMA die Gesetzgeber bereits aufgefordert hatte, ihr die Befugnis zur Aufsicht über Kryptounternehmen auf EU-Ebene zu übertragen.
Malta bleibt unter Druck, da Frankreich verstärkt Druck ausübt
Die Diskussion flammte Anfang des Jahres erneut auf, nachdem die ESMA die Lizenzvergabe an ein Krypto-Unternehmen durch die maltesische Finanzaufsichtsbehörde überprüft hatte. nicht ausreichend bewertet hatte die Risiken vor der Lizenzerteilung Cryptopolitan im Juli
Malta verteidigte sich und erklärte, es sei stolz darauf, zu den ersten EU-Ländern gehört zu haben, die Kryptowährungen reguliert haben, doch die Warnung verfehlte ihre Wirkung nicht.
Bislang haben Länder wie Luxemburg und Malta Lizenzen an große Unternehmen vergeben. Luxemburg erteilte die Genehmigung an Coinbase, während Malta Gemini, die von den WinkLevoss-Zwillingen betriebene US-Börse, lizenzierte.
Das sorgte für Verwunderung, insbesondere in Frankreich, das nicht ausschließt, diese Art von Lizenzen anzufechten, wenn es der Ansicht ist, dass die Anforderungen nicht hoch genug angesetzt wurden.
Aktuell befinden sich Krypto-Unternehmen noch in der Übergangsphase des Antragsverfahrens für MiCA-Lizenzen. Bislang wurde kein Unternehmen öffentlich als direktes Ziel einer möglichen Ablehnung durch Frankreich genannt, doch diese Gefahr besteht durchaus.
Marie-Anne erklärte, der rechtliche Rahmen für die Ablehnung einer Lizenz sei nicht einfach, Frankreich sei aber bereit, diesen Weg gegebenenfalls zu beschreiten. Es handele sich dabei nicht um eine plötzliche Änderung. Frankreich setze sich schon lange für eine stärkere Aufsicht auf EU-Ebene ein.
ESMA-Vorsitzende Verena Ross hat sich bereits offen für den Vorschlag gezeigt. Doch nicht alle EU-Länder stimmen dem zu. Einige wehren sich gegen den Verzicht auf nationale Kontrolle. Der Streit um die Aufsicht über Kryptofirmen ist damit noch lange nicht beigelegt.
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