Die isländische Finanzaufsichtsbehörde FME hat die Einführung von Zahlungen mit verstaatlichten digitalen Währungen genehmigt. Genauer gesagt, hat die Behörde das lokale Blockchain-Unternehmen Monerium als erstes E-Geld-Institut des Landes zugelassen.
Auch wenn es in den Nachrichten nicht um einen vollständigen Umstieg Islands auf Kryptowährungen geht, muss dennoch berücksichtigt werden, dass diesetronZahlungen zum ersten Mal auf der Blockchain erfolgen werden.
Die Zahlungen erfolgen in Fiatgeld, daher wird es keine lokalen Münzen oder verstaatlichten Token geben; sie werden in der jeweiligen Währung verarbeitet, für die sie bestimmt sind.
Da die europäische Gemeinschaft mit digitalen Zahlungen sehr vertraut ist, dürfte der Markteintritt äußerst einfach sein. Der große Vorteil für die Blockchain liegt darin, dass das neue Projekt von Monerium den gesamten EWR (Europäischen Wirtschaftsraum) umfassen wird.
Der CEO hat bereits erwähnt, dass die Umstellung auf Fiatgeld ein kurz- bis mittelfristiger Plan ist, da Fiatgeld noch immer so weit verbreitet ist. Hinzu kommt der regulatorische Aufwand: Die isländische Finanzaufsichtsbehörde hätte dem Projekt mehr Probleme bereitet, wenn es zu sehr auf Kryptowährungen ausgerichtet gewesen wäre, und es nicht für die landesweite Nutzung zugelassen.
Monerium plant, die ethereum Blockchain zu nutzen. Allerdings wird auch die Integration öffentlicher und privater Ledger angestrebt, da immer weniger Zahlungsmethoden einen Vermittler zur Verarbeitung benötigen.
Dies war eine ziemliche Überraschung, da sich zahlreiche andere Länder und Regionen im Vergleich zu Island deutlich offener zu ihrer Zukunft mit der Blockchain geäußert hatten. Gibraltar beispielsweise ist auf dem besten Weg, ein Blockchain-basiertes Land zu werden, und die Marshallinseln stehen kurz vor dem vollständigen Umstieg auf Kryptowährungen.
Kryptowährung in Island